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Triathlon WM London: Anne Haug im spannendsten Finale der Geschichte

13. September 2013 von Christine Waitz

Foto: Petko Beier,   einmaligLondon, 13. September 2013 – Anne Haug kann ein weiteres Kapitel deutscher Triathlon-Geschichte schreiben. Die 30-Jährige Fränkin kann beim Finale der Triathlon-WM-Serie in London als erste deutsche Frau Weltmeisterin über die Kurzdistanz werden. Dafür wird sie das Rennen auf der letztjährigen Olympiastrecke aber vermutlich gewinnen müssen, denn nicht weniger als vier Damen haben noch Titelchancen und die ersten drei des Rankings trennen gerade einmal 13 Punkte.


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Zwar nicht nach der WM-Krone, aber nach weiteren WM-Punkten und einem guten Abschluss einer jeweils gelungenen Saison greifen die beiden weiteren Athletinnen der Deutschen Triathlon Union. Anja Knapp und Rebecca Robisch werden am Samstag um 08:36 Uhr Ortszeit ebenfalls um gute Leistungen und Platzierungen kämpfen.

Krimi in acht Akten

Spannender hätte kein Meisterregisseur die Dramaturgie für das Damenrennen beim ITU Grand Final London erfinden können. Gwen Jorgensen (USA, 3033 Punkte), Anne Haug (3025 Punkte) und die britische Lokalmatadorin Non Stanford (GBR, 3020 Punkte) liegen praktisch gleichauf vor dem letzten Rennen. Und dahinter lauert mit 2855 Punkten auch noch Stanfords Landsfrau Jodie Stimpson.

Foto: Petko Beier, einmaligDie Siegerin des letzten WM-Rennens erhält 1200 Punkte, die Zweitplatzierte 1110, die Dritte 1027. „Auf diese Konstellationen schaue ich gar nicht“, versichert Haug glaubhaft, sich allein auf ihr Rennen und ihren Wettkampf zu konzentrieren. „Wenn ich mich mit möglichen Platzierungen, Taktiken und Eventualitäten beschäftigen würde, könnte ich mich nicht auf das Wesentliche konzentrieren. Ich möchte einfach meine bestmögliche Leistung abrufen. Gelingt das, bin ich erst einmal zufrieden, und dann wird sich zeigen, wo ich lande.“

Nur nicht verrückt machen

Das sieht DTU-Cheftrainer Ralf Ebli ganz ähnlich. „Was sollen wir uns im Vorfeld verrückt machen? Wir haben unsere Athletinnen auf den Wettkampftag in London hin trainiert und nun müssen wir im Verbund dafür sorgen, dass sie im Rennen ihr höchstes Niveau umsetzen können.“ Dass dies bei Anne Haug zum Titel reichen kann, ist jedem innerhalb der DTU bewusst. „Das ist ja auch kein großes Geheimnis, sonst hätte sie erst gar nicht so viele Punkte erzielen können.“

Gutes Teamergebnis erhofft

Bestens präpariert sind indes auch die weiteren deutschen Starterinnen, die in dieser Saison auch schon überzeugende Leistungen gezeigt haben. Robisch war unter anderem beim Bergrennen in Kitzbühel Zwölfte. Knapp war gar zwei Mal Achte in der WM-Serie, leidet aber seit einiger Zeit unter einer schmerzhaften Magenerkrankung, die vor allem das Laufen behindert, aber die Dettingerin will aber auf die Zähne beißen. „Wenn beide ihre bisherigen Leistungen bestätigen, wäre das ein gutes Resultat“, so Ebli, der sich neben Haugs Platzierung noch zwei Top 15- bis Top 20-Ergebnisse erhofft.

Das spannendste Finale der Geschichte der Triathlon-Weltmeisterschaftsserie wird unter www.sportschau.de und www.triathlonlive.tv als Livestream übertragen. Die ARD berichtet zudem am Samstag ab circa 16:00 Uhr eine Stunde vom Rennen in der englischen Hauptstadt.

Zur Website des Rennens.

Foto: DTU/Petko Beier

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