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Deutsche Damen beim WM-Finale in Chicago unter Wert geschlagen

19. September 2015 von Christine Waitz

Jo Kleindl,   einmaligChicago, 18. September 2015 – Nicht ganz nach Plan verlief für die deutschen Triathletinnen das finale Rennen der Triathlon-WM-Serie 2015 in Chicago. Hanna Philippin war nach 1:58:15 Stunden über eine olympische Distanz als 15. beste Athletin der Deutschen Triathlon Union. Den Sieg holte sich Topfavoritin Gwen Jorgensen aus den USA nach 1:55:36 Stunden. Zweite wurde Non Stanford, Dritte Vicky Holland (beide GBR). Jorgensen verteidigte damit auch ihren Weltmeisterschaftstitel mit 5.200 Punkten. Gesamt-Zweite wurde die Neuseeländerin Andrea Hewitt (4.081 Punkte), knapp vor Jorgensens Landsfrau Sarah True (4.074 Punkte). Als 13. mit 2.405 Punkten ist Rebecca Robisch beste DTU-Dame in der WM-Wertung 2015.


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Rebecca Robisch wurde 18., Sophia Saller landete auf Platz 21. Anne Haug wurde 35., einen Rang vor Anja Knapp.

„Mit dem Gesamtergebnis sind wir nicht zufrieden“, resümierte DTU-Cheftrainer Ralf Ebli. „Leider war aber nach dem Schwimmen für alle außer Rebecca das Rennen um gute Platzierungen schon gelaufen. Als positive Erkenntnis nehmen wir den Kampfgeist und die Einstellung der Athletinnen mit, was gerade bei Hanna und Sophia noch zu ordentlichen Rängen mit einem guten Lauf geführt hat.“

Jo Kleindl, einmalig

Beim Schwimmen setzten sich rund 20 Damen vom Rest des Feldes ab, darunter Rebecca Robisch. Circa eine Minute hinter den ersten, die die US-Amerikanerin Katie Zaferes anführte kamen Anja Knapp, Hanna Philippin und Sophia Saller aus dem Michigansee. Anne Haug folgte weitere 20 Sekunden später.

Vier von fünf deutschen Triathletinnen verpassen Spitzengruppe

Somit ergab sich nach dem ersten Wechsel eine Führungsgruppe von 22 Athletinnen mit Robisch, zwei kleinere Verfolgerinnen-Gruppen und eine große Gruppe mit dem deutschen Trio eine Minute hinter der Spitze, zu der auch Jorgensen und Sarah True sowie die Britinnen Non Stanford und Vicky Holland gehörten. Es folgte mit zusätzlichen 20 Sekunden Rückstand eine weitere Gruppe, in der Anne Haug mitfuhr. Das Tempo auf dem Rad war zu Beginn des Radsplits vorne indes nicht sonderlich hoch, so dass die Gruppe schnell auf 29 Damen anwuchs und dahinter die Konkurrentinnen Zeit gut machten.

Ab der zweiten Runde erhöhten zunächst vor allem die Britinnen etwas ihr Engagement und so entwickelte sich der parallele Kampf zweier großer Radgruppen, die um die 50 Sekunden versetzt durch die City Chicagos fuhren. In Front unter anderem Rebecca Robisch, unter den ersten Verfolgerinnen Knapp, Philippin und Saller, etwas weiter und zunehmend abgeschlagen Anne Haug. Die große Gruppe mit allen Top-Triathletinnen kam daher geschlossen zum Wechsel in die Laufschuhe. Es folgten nach knapp 50 Sekunden 15 Triathletinnen, Anne Haug begann den Lauf mit 3:08 Minuten Rückstand.

Weltmeisterin Jorgensen eine Klasse für sich

Foto: DTU/ Jo Kleindl., einmaligSofort Druck machten Stanford und Holland, gefolgt von Jorgensen. Der Rest des Feldes war nach nur wenigen hundert Metern zu einem eigenen Rennen verdammt. Dieses gestaltete Robisch zu Beginn etwas zurückhaltend. Saller versuchte schnell, noch ein paar Plätze gut zu machen, während Philippin, Knapp und Haug ihren Rhythmus und ihr Tempo suchten. Während das Führungstrio gemeinsam die erste Hälfte des Laufparts absolvierte, reihten sich die deutschen Triathletinnen um die Ränge 15 (Robisch), 20 (Saller), 25 (Philippin), 35 (Knapp) und 45 (Haug) ein.

Mit Beginn der Schlussrunde setzte sich die alte und neue Weltmeisterin von den Konkurrentinnen ab und lief ungefährdet zum Sieg und zum WM-Titel vor Stanford und Holland. Von den deutschen Damen lief Hanna Philippin noch auf Rang 15, und zu dritt kamen sie unter die ersten 21. Anne Haug arbeitete sich noch an Anja Knapp vorbei und lief einen Rang vor der Teamkollegin als 35. über die Ziellinie.

Im WM-Ranking folgten der Dominatorin aus den USA mit dem Optimum von 5.200 Punkten Andrea Hewitt und Sarah True. Hinter Robisch platzierten sich Hanna Philippin (18., 1862 Punkte) und Sophia Saller (20., 1772 Punkte) als nächstbeste Deutsche.

Fotos: DTU/ Jo Kleindl

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