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Triathlon Team Garmin & Friends: Klasse war´s, sauhart, saukalt

28. September 2010 von Christian Friedrich

Nach so toller Vorbereitung mit Timo Bracht, Peter Schlickenrieder und Garry Palmer folgte also der Alpen Triathlon für das Team von Garmin. Und die Strecke forderte alles von den Teilnehmern, wie man gut hier erlesen kann.


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Gewonnen hat die Altersklasse bei den Frauen übrigens ein VIP-Garmin-Team-Mitglied. Die Laufspezialistin Julia Viellehner läuft allen davon und gewinnt klar. Bei den Herren wurde Peter Schlickenrieder der schnellste Garminathlet im Feld. Wie es den Auserwählten Garminteammitgliedern erging könnt ihr weiter unten nachlesen. Markus Luigart musste leider wegen einer gebrochenen Ventilverlängerung auf der Radstrecke aufgeben. Mike Paeschke kam nach Zielschluß noch ins Ziel, wird aber auf Grund dessen in der Wertung als „DNF“ also „Did not finish“ aufgeführt. Marfred Schillinger, Christine Reichstein und Christian Lenz haben ihr Ziel zu finishen erreicht und sind nach eigenen Aussagen nicht das letzte Mal bei der wohl härtesten Kurzdistanz der Welt am Start gestanden.

Wettkampf-News zum Alpen Triathlon

Alles zum Triathlon Team Garmin & Friends

Die Resultate
1. Viellehner, Julia 2:35:10 85 TW25 16. 27:59 3. 1:30:22 4. 1:58:22 1. 36:47
11. Schlickenrieder, Andrea 2:50:56 71 TW35 22. 28:40 5. 1:31:31 6. 2:00:12 30. 50:44
23. Häußler, Gunda 3:00:18 78 TW30 50. 31:49 19. 1:38:12 24. 2:10:02 26. 50:16
52. Reichstein, Christine 3:12:37 68 TW40 80. 37:06 24. 1:39:22 45. 2:16:28 54. 56:08

50. Schlickenrieder, Peter 2:34:22 70 TM40 336. 32:55 13. 1:20:07 58. 1:53:02 25. 41:19
65. Thaler, Manfred 2:39:08 67 TM40 69. 25:41 84. 1:29:12 69. 1:54:53 79. 44:14
103. Grunwald, Franz 2:45:23 68 TM40 99. 26:42 67. 1:27:46 68. 1:54:29 228. 50:53
150. Koenig, Roland 2:50:26 73 TM35 193. 29:17 124. 1:31:56 136. 2:01:14 178. 49:12
151. Schillinger, Manfred 2:50:48 61 TM45 100. 26:43 179. 1:35:33 146. 2:02:16 165. 48:31
185. Nickel, Björn 2:54:53 81 TM25 60. 25:23 176. 1:35:15 130. 2:00:39 306. 54:13
215. Weirether, Peter 2:58:31 77 TM30 364. 33:37 162. 1:33:55 215. 2:07:32 232. 50:58
274. Mühlmann, Tom 3:05:18 63 TM45 245. 30:28 283. 1:41:57 276. 2:12:25 274. 52:52
358. Hampel, Michael 3:17:06 70 TM40 414. 36:25 348. 1:47:49 377. 2:24:15 273. 52:51
447. Lenz, Christian 4:06:54 75 TM35 413. 36:21 447. 2:15:43 446. 2:52:04 444. 1:14:49
450. Paeschke, Mike 4:29:00 65 TM45 455. 41:30 453. 2:22:25 454. 3:03:55 450. 1.26:00
— Luigart, Markus 0:00:00 68 TM40 458. 33:48 – Raddefekt

Alle Ergebnisse

Interview mit Manfred Schillinger – Ich möchte geben was möglich ist

FOTOSTRECKE

Triathlon Team Garmin & Friends Final beim Alpen Triathlon

Wie kalt fandest Du das Wasser?
Es war sehr kalt – eisebibberkalt. Der Neoprenanzug schützte ganz gut den Körper, aber alles was rausschaut hat die Kälte voll gespürt. Ich weiß nicht ob es Zufall war oder beabsichtigt, aber der Veranstalter hat richtig dicke Badekappen mit ins Startpaket getan und das war auch gut so. Ich hatte für den Notfall noch eine eigene Badekappe dabei. Wären die Kappen normal dick gewesen, hätte ich die eigene drunter gezogen. Die Füße und Hände waren nach dem Schwimmen ganz taub. Den Neo habe ich nur mit viel Mühe und Zeitverlust ausziehen können. Nach einer Weile auf der Radstrecke wurden zumindest die Finger wieder warm, aber die Füße blieben bis zum Laufen taub.

Ich konnte leider beim Trainingslager am Schliersee nicht teilnehmen. So war für mich die Rad- und Laufstrecke unbekannt. Das Streckenprofil habe ich mir gut angesehen, so wusste ich, das bevor es zum Spitzingsee hoch geht, noch zwei steilere Berge gibt. Darauf eingestellt bin ich einfach losgefahren. Anstrengend war der letzte Berg schon, aber auch fahrbar, nur nicht sehr schnell. Das schöne auf der ganzen Strecke, auch später beim Laufen, war das WIR Gefühl. Immer wenn man jemanden mit dem „Garmin Trikot“ sah wurden ein paar aufmunternde Worte gewechselt. Auch wenn man sich nicht kannte. So wurde selbst der Weg zum Spitzingsattel geschafft.

Die Worte von Timo bezüglich des Bergfahrens habe ich mir schon im Training sehr oft zu Herzen genommen. „Einen Berg ruhig anfahren und nicht überpacen sondern erst am Ende die Kraftreserven ausspielen.“ So ging es Pedalumdrehung für Pedalumdrehung den Berghoch.

Wie war die Feier danach?
Der Abschluss noch bei einem gemütlichen Essen zu verbringen lag, so glaube ich, uns allen am Herzen. So konnten wir uns alle nochmals über die ganze Zeit mit Garmin reden. Uns bei allen für alles bedanken. Es war eine sehr schöne Zeit. Und Plötzlich soll es zu Ende sein? Ja, so war es dann. Plötzlich war es zu Ende. Einige wollen im nächsten Jahr wieder dabei sein. So manch einer hat noch eine Rechnung mit der Strecke offen. Andere freuen sich einfach auf ein Wiedersehen. Wie es bei mir ist, weiß ich noch nicht. Es war ein sehr schöner Wettkampf, aber leider ist der Schliersee weit weg von Kaiserslautern. Ich werde mir den Wettkampf auf jeden Fall in meinen Wettkampfkalender eintragen. Wenn die Familie auch wieder Lust hat mitzukommen, werde ich auch wieder dabei sein.

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Interview mit Christine Reichstein – Ich trainiere noch nach dem Lustprinzip

Und wie war´s?
Toll war’s, klasse war’s, sauhart, saukalt….

Wie kalt fandest Du das Wasser?
Ich fand´s saukalt, ich hatte permanent irgendwo Krämpfe, besonders in den Waden. Das kalte Wasser hatte ich immer in den Ohren, kein Gefühl in Händen und Füßen, irgendwie gar nicht so spaßig, dementsprechend ist auch meine Schwimmzeit ausgefallen. Blumen pflücken konnte ich ja nicht, weiß nicht, was ich so lange im Wasser getrieben habe…..

Was war der anstrengenste Teil der Strecke?
Beim Laufen hatte ich muskuläre Probleme, ich wollte einfach nur finishen und gut ins Ziel kommen, aber es hat schon weh getan…die Radstrecke war klasse, da lief es bei mir richtig gut, trotz kalter Füße – da habe ich mich an den herrlichen Ausblicken erwärmt. Auch die Laufstrecke ist landschaftlich ein Traum.

Gab es Situationen in denen ihr an die Wort von Timo Bracht oder Peter Schlickenrieder denken musstet?
Ich dachte an den Tipp von Peter, immer in kleinen Stücken denken, wenn es eng wird, km für km, das ging dann auch recht gut….

Wie fandet ihr die Organisation?
Die Organisation fand ich klasse, überall freundliche Helfer, die ihr Bestes gegeben haben, auch die Wärmedecken im Ziel waren sehr hilfreich, irgendwie habe ich dort oben nicht mit so einer Kälte gerechnet.

Wie war die Feier danach?
Es war sehr schön mit dem ganzen Team beisammen zu sein. Auch bei der Siegerehrung, da ja einige von Garmin & Friends auf dem Treppchen standen. Schon ein schönes Gefühl in dieser netten Truppe. Da ich alleine angereist bin, habe ich mich sehr über die Anfeuerungen von Garmin-Angehörigen gefreut. Auch der Abschluss in der Disco Spinnrad war sehr lustig, die Nacht war etwas kürzer als sonst…..

Wird das euer letzter Wettkampfbesuch beim Alpen Triathlon?
Neeeeeeeeee, ich bin nächstes Jahr auf alle Fälle wieder dabei, das Event lass ich mir nicht entgehen.

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Interview mit Christian Lenz – Der Ironman ist als Königsdisziplin das Größte

Wie war´s bei Dir?
ANSTRENGEND! Aber es hat super viel Spaß gemacht. Das Wasser war zwar ziemlich kalt, aber dank des Adrenalins hab ich es schnell nicht mehr gespürt.

Was war der anstrengenste Teil der Strecke?
Ohne Zweifel sind die Rampen auf den ersten 20 Kilometer am Anstrengensten. Die Spitzingstraße hat es zwar in sich, aber diese immer wieder kommenden kurzen, fiesen Anstiege zermürben unheimlich. Bei der Spitzingstraße weiß man wenigstens, wenn ich oben bin ist es geschafft. Für mich persönlich war dann aber die Laufstrecke das härteste Teilstück. Zwischen km 5 und 8 hatte ich ziemliche Magenkrämpfe und konnte nur noch gehen. Ein zügiges Joggen war leider in der Phase nicht mehr drin.

Wie fandet ihr die Organisation?
Von der Orga war ich begeistert. Selbst die Athleten, die wie ich kurz vor Zielschluss gefinisht haben, sind noch mit Kaiserschmarrn empfangen worden und selbst die Regenerationsmassage war ohne Probleme noch zu bekommen. Top!

Wie war die Feier danach?
In der Disko war ich nicht mehr. Da habe ich den Anstrengungen des Tages Tribut zollen müssen. Aber alles in allem ein super Tag.

Wird das euer letzter Wettkampfbesuch beim Alpen Triathlon?
Stand heute, ich komme wieder!

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