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Die Auserwählten

Triathlon-Team GARMIN & Friends
Die Auserwählten

12. Mai 2010 von Christian Friedrich

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Manfred Schillinger

Bild: Manfred Schillinger

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Ich möchte geben was möglich ist

Teilnehmer: Manfred Schillinger
Wohnort: Kaiserslautern
AK: 45

Was bedeutet es für Dich, in das Team Garmin & Friends gewählt worden zu sein?

Es war eine große Überraschung für mich. Habe schon gar nicht mehr an die Ausschreibung gedacht. Als dann der Anruf von Gunda (Garmin) kam habe ich mich riesig gefreut. Wollte schon trotz Regen gleich eine Laufeinheit starten. Allerdings musste ich auf meinen Sohn (6 Jahre) aufpassen. So durfte er unter meiner Freude „leiden“. Ich fühle mich durch die Nominierung sehr geehrt. Da ich schon seit fast drei Jahren kein Triahlon mehr gemacht habe ist meine Motivierung um so größer. Natürlich ist freue ich mich auch die andern Gewinner kennen zu lernen und deren Hintergrundgeschichte zu erfahren.

Was war Deine Motivation, Dich für dieses Team zu bewerben bzw. an diesem Wettbewerb mitzumachen?

Am 15. Juni 2007 hat mich auf den Weg zu Arbeit ein Autofahrer umgefahren. Ich war mit dem Rad unterwegs. Das Resultat war das neben kleineren Verletzungen auch die rechte Kniescheibe mehrfach gebrochen war. Diese Verletzung hat mich von 100 auf null gebracht. Es war nicht nur die Kniescheibe, sondern auch das Sportlerherz gebrochen. Die Ärzte haben mir keine Hoffnung gemacht jemals wieder rennen zu können. Ich war über 1,5 Jahre bei der Krankengymnastik, aber die Muskulatur wollte sich nicht so richtig wieder aufbauen. Erst nach der zweiten OP, die Drähte wurden dabei entfernt, konnte ich einigermaßen wieder schmerzfrei gehen. Rad fahren ging dann so nach und nach wieder. Beim Schwimmen musste ich nur beim Abstoßen etwas aufpassen, aber laufen hat noch sehr weh getan.

Im Februar 2008 rief mich dann ein Lauffreund an der einen Trainingspartner für lange Läufe brauchte. Dadurch wurde ich so langsam wieder ans Laufen herangeführt. Ich bin ihm heute noch sehr dankbar, dass er mich aus dem Laufschlaf geweckt hat. Als er dann noch sagte ich soll an einen 50 Kilometer-Lauf teilnehmen, weil sie dringend Ersatz für die Mannschaft brauchen, habe ich ihn zwar den „Vogel“ gezeigt, bin aber dennoch mitgelaufen. Der „Erfolg“, ankommen war schon toll, so haben wir gleich mit der Mannschaft den 1. Platz belegt. Soviel zum nicht mehr Laufen können habe ich nur gedacht. Mittlerweile hat das „Team“ schon mehrere Ultraläufe gemacht und sind sogar schon Deutsche Meister in der AK beim Ultra Cross und Landschaftlauf (Bärenfelslauf 2009) geworden.

Nun zurück zum Triahlon. Ich fand es einen guten Grund nach den guten Laufergebnissen, wenn auch nicht mehr so schnell wie früher dafür recht ausdauernd, mal wieder es bei einem Triathon zu versuche. Und wenn ich ein Ziel haben, dann gehe ich es auch gewissenhaft an. Jetzt habe ich ein Ziel und werden alles versuchen um gut durchzukommen.

Kennst Du den Garmin-Alpen-Triathlon und weißt was auf Dich zu kommt?

Ich kenne den Triathlon mittlerweile aus dem Internet und aus der Ausschreibung. Teilgenommen habe ich dabei noch nicht. Da ich vor dem Unfall schon viele Triathlons gemacht habe, vom Sprint bis zur Langdistanz, denke ich es wird schon klappen.

Welches Ziel möchtest Du gern mit dieser Teilnahme am Triathlon im Team Garmin & Friends erreichen?

Ich habe zwar auf der Strecke noch keine Erfahrung, möchte aber nicht nur auf Ankommen mitmachen. Sondern geben was möglich ist. Was dabei raus kommt an Zeit und Platzierung wir der Tag entscheiden.

Warum ausgerechnet Triathlon erzähl mal?

Ich komme eigentlich vom Laufen, oder anderes in der Jugend bin ich auch ganz Ordentlich geschwommen. Dann mit 38 Jahren das Laufen angefangen. Ist auch eine sehr lange Geschichte. In Kurzform, ich habe aufgrund vom Schichtdienst stark an Gewicht verloren (unter 55 kg). Kam dann in Kur, um wieder aufgepäppelt zu werden. Nach einem viertel Jahr war ich dann bei 63 kg angekommen. Ich habe eine Umschulung gemacht und auch mit dem Sport, ein Mal die Woche angefangen. Irgendwie bin ich dann ein Jahr später zu den Läufern gekommen. Dort hat es mir sehr gefallen und wieder ein Jahr später habe ich schon den ersten Marathon gemacht. Ganze drei Jahre hat es gedauert bis ich mich in Biel beim 100 km dabei war. Danach hatte ich so schwere Beine das ich erst einmal nicht mehr Laufen konnte.

Also habe ich mir ein Rennrad besorgt und bin einfach so für mich gefahren. Bis mich mal ein Triathleth gesehen hat der mich vom Laufen her kannte. Nach der Frage ob ich auch Schwimmen könnte, war ich schon ein Mitglied in der Triathlon Mannschaft. Beim ersten Triathlon wurde ich gleich überraschen 2 in der AK. Erfolg Motiviert und der Spaß war sowieso dabei ging es immer weiter aufwärts. Im Winter bin ich dem Laufen noch treu geblieben im Sommer habe ich dann Triathlon gemacht. Zu den Mannschaftserfolgen kamen auch noch die persönlichen Erfolge. Es kam nicht selten vor das ich aufs Treppchen kam, auch bei Rheinland-Pfalzmeisterschaften in der AK. Eine Woche vor dem Umfall wurde ich noch 3ter bei den Pfalz-Meisteschaften in Maxdorf bei einer Mitteldistanz.

Was war Dein erster Triathlon?

Mein erster Triathlon war in Mainz am 24. August 2003. Eine Sprintdistanz (500/28/5) Rheinland-Pfalz-Meisterschaften. Der Zeileinlauf war auf dem Mainzer Lerchenberg wären der Liveübertragung des Fernsehgarten. So kam ich zumindest mal in den Genuss die Kulisse dort zu sehen. Leider war ich nicht schnell genug um ins Fernsehen zu kommen. Der zweite Platz bei den Meisterschaften entschädigte mich aber dafür. Meine jetzige Frau war dafür, Hhchschwanger, im Fernsehgarten dabei. Wir Teilnehmer haben Karten für die Angehörigen bekommen.

Welches ist Deine Lieblingsdisziplin?

Es ist für einfacher zu sagen, was meine schlechteste Disziplin ist. Rad fahren ist einfach meine Schwäche. Schwimmen kann ich noch ganz gut und Laufen noch besser als Rad fahren.

Hast Du eine Lieblingstrainingseinheit?

Ich habe die Schwimmeinheiten meist als Pausentag angesehen. Es sind vom Zeitaufwand für mich die kürzesten Einheiten. Laufen und Rad fahren habe ich mir immer nach Lust und Zeit eingeteilt.

Wie viel Technik steckt in Deinem Triathlon bzw. analysierst Du Dein Training?

Trotz meiner Erfolge sehe ich mich noch als Freizeitsportler. Ich habe zwar immer aufgeschrieben, was ich gemacht habe Kilometer, Zeit und Art des Training, aber analysiert habe ich es nicht. Dafür musste ich mein Training zu sehr nach der Familie ausrichten.

Sport und Familie/Beruf – wie bekommst Du alles unter einen Hut?

Als ich noch sehr aktiv war, war meine Frau im Erziehungsurlaub, so konnte ich sehr viel für mich machen. Als ich meine Frau zum Laufen gebracht habe, mussten wir unser Training abstimmen, weil immer einer bei unserem Kind bleiben musste. Sie hatte feste Trainingszeiten in der Laufschule und ich habe die Lücken genutzt. Wären ich verletzt zu hause war konnte sich meine Frau ohne Druck auf ihren ersten Marathon vorbereiten. Jetzt da ich wieder trainieren kann, sprechen wir uns wieder ab. Allerdings sagt mein Sohn (6 Jahre) immer öfters „musst du schon wieder trainieren“. Es war es jetzt lange Zeit gewohnt das ich zu Hause bin und nicht nur zum Schuhe wechseln nach Hause komme. Jetzt müssen wir uns zu dritt absprechen, wer was machen kann.


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