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Triathlon Off-Season: Nach der Saison ist vor der Saison

13. September 2016 von Christine Waitz

Foto: Christine Waitz/freiFür viele ist die Saison 2016 bereits Geschichte. Zeit, die Beine hochzulegen, einmal abzuschalten und Kraft für ein neues Trainings- und Wettkampfjahr zu sammeln. Bevor man nun jedoch die Trainingstagebücher ad acta legt, kann man sich noch einmal ganz in Ruhe Gedanken darüber machen. Denn nach der Saison ist vor der Saison!


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Eine Triathlon-Saison kann ganz schön lang werden – vom ersten Trainingslager im Februar, bis zum letzten Rennen im Oktober. Nachdem man von seinem Körper nicht dauerhaft erwarten kann, Höchstleistungen zu bringen, ist es wichtig, sich im Herbst einige Wochen Pause zu gönnen. Die Off-Season bietet nicht nur die Möglichkeit, sich um zahlreiche Dinge zu kümmern, die neben Arbeit, Familie und Sport sonst auf der Strecke bleiben. Sie ist auch die Zeit des Jahres, in der die Weichen für ein erfolgreiches 2017 gestellt werden können.

In Ruhe reflektieren

Christine Waitz, freiEgal, ob ein besonders erfolgreiches, oder manchmal auch verkorkstes Sportler-Jahr hinter einem liegt. Die Off-Season bietet Zeit, die letzten Monate noch einmal in Ruhe Revue passieren zu lassen. Derjenige, der ein detailliertes Trainingstagebuch führt, ist nun im Vorteil. Denn nicht immer sind die Gründe für ein besonders erfolgreiches, oder eben nicht zufriedenstellendes Abschneiden, eindeutig. Dennoch ist die Analyse des vorhergehenden Jahres der erste Schritt in Richtung neue Saison. Wer die folgenden Fragen für sich beantworten kann, kann den Trainingsplan 2016 schon einmal mit wichtigen Informationen versehen.

  • Wieviele Kilometer habe ich in den jeweiligen Disziplinen absolviert?
  • Mangelte es in bestimmten Bereichen, wenn ja wo lagen meine Schwächen?
  • Wann/wo/warum hatte ich Schwierigkeiten das Training umzusetzen?
  • Gab es Einheiten/Trainingsphasen, die sich als besonders positiv/negativ erwiesen?
  • Welche Wettkämpfe verliefen gut? Welche schlechter? Lassen sich Gründe dafür im Trainingsverlauf erkennen?
  • War ich krank/verletzt? Lassen sich Gründe dafür im Trainingsverlauf erkennen?

In der Ruhe liegt die Kraft

Manch einem Sportler tut es gut, einige Wochen einfach einmal nichts zu trainieren und die Sporttasche im Schrank verstauben zu lassen. Anderen fällt die vollständige Pause hingegen schwer. Zwischen zwei und vier Wochen kann die Ruhephase nach der Saison dauern. Zu Gunsten der Regeneration wird dabei ein vorübergehender Leistungsrückgang in Kauf genommen. Doch keine Sorge – sind die persönlichen Batterien ersteinmal wieder aufgeladen, kommt die Form wieder.
Die Off-Season ist, wie jedes andere Training auch, individuell. Sowohl was Dauer, als auch die Gestaltung angeht. Grundsätzlich gilt: Sobald (wieder) Lust am Sport vorhanden ist, kann das Training ruhig wieder aufgenommen werden.

Foto: Nora Reim frei

Den Spass an der Bewegung genießen

Wer die Füße auch in der Ruhephase gar nicht still halten kann, der sollte sich trauen und einmal über den triathletischen Tellerrand hinausschauen. Egal ob Teamsportarten, Ballsport, Funsport, koordinativ Anspruchsvolles – erlaubt ist, was Spaß macht. Neben der Freude am Sport und dem Ausbrechen aus dem Trainigsalltag kann man so einmal ungewohnte Reize setzen.

Gut geplant ist halb gewonnen

Währenddessen hat man ausreichend Zeit, die Analyse der Saison 2015 abzuschließen und sich der Wettkampf- und Trainingsplanung des anstehenden Jahres zu widmen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um eine Leistungsdiagnostik durchzuführen. Zusammen mit den Trainingsdaten aus dem vergangenen Jahr bilden diese Zahlen den Ausgangspunkt für den Trainingsplan der neuen Saison. Zusätzlich Wettkampfplan, Urlaubsplanung, Planung des Zeitbudgets zurechtgelegt, kann der Trainingsplan 2016 geschmiedet werden.

Technik, Kraft und Stabilität

Wer dann hochmotiviert ins Training wiedereinsteigt, hat in der Pause alles richtig gemacht. Doch Vorsicht! Weder ist nun der richtige Zeitpunkt viele Kilometer zu absolvieren, noch die Vereinsmeisterschaft im Ortschildsprint auszutragen. Statt dessen sollten die Umfänge langsam gesteigert werden. Im Fokus des Trainings sollten Kraft- und Athletik stehen, sowie die Verbesserung der Technik in allen Disziplinen.

Fotos: triathlon.de, Nora Reim

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