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Triathlon Hamburg 2012: ITU Rennen im Schatten von Olympia

19. Juli 2012 von Christine Waitz

Ingo Kutsche - www.sportfotografie.biz/freiHamburg,   10. Juli 2012 – Vor elf Jahren traute man sich in Hamburg erstmals ein Rennkonzept durchzuführen, das Triathlon-Deutschland bis dahin nicht gesehen hatte. Nicht nur, dass für das Rennen besonders illustre Strecken gefunden wurden – Schwimmen in der Binnenalster, Rad fahren durch die Altstadt und St. Pauli, Laufen am Ufer der Außenalster – auch trafen hier Breitensport auf Spitzensport. Was ihr vom Rennwochenende 2012 in der Hansestadt erwarten könnt, erfahrt ihr hier.


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Für die heimischen Fans und Zuschauer eine erfreuliche Nachricht vorweg: nicht weniger als 14 Starter aus dem Nationalkader der Deutschen Triathlon Union werden sich beim Hamburger Triathlon?Wochenende präsentieren. Dabei nehmen auch die sechs Olympiastarter der DTU die Gelegenheit wahr, gut zwei Wochen vor den olympischen Wettkämpfen in London ihre aktuelle Form zu testen. Das Ziel ist klar: vordere Plätze beim Heimrennen.

Das Rennen der Männer zur ITU World Triathlon Series am Samstag

Der Samstag Morgen gehört ganz den Jedermännern, die einmal Hamburg-Triathlon Luft schnuppern wollen und sich dazu an die Sprintdistanz heranwagen. Über 4.500 Teilnehmer, ob als Staffel oder Einzeln, sind gemeldet. Während die Starter der olympischen Distanz am Sonntag ihre Kohlehydratspeicher bei der Nudelparty füllen, dürften sich die 65 Starter des Eliterennens der Männer schon einmal für den anstehenden Sprintwettkampf aufwärmen.

Ingo Kutsche - www.sportfotografie.biz/freiDenn um 18:26 Uhr wird die internationale Triathlon Elite zum fünften Mal in diesem Jahr um die Punkte zum WM Titel kämpfen. Wobei, im Olympiajahr ist ja alles anders. Und so fehlen einige der ganz schnellen Herren und konzentrieren sich auf das Rennen am 7. August im Hyde Park London, während sich wohl andere am Wochenende einem letzten Formtest unterziehen werden und hoffen, ein Ausrufezeichen hinter ihre Form setzen zu können.

Die britischen Überläufer Alistair und Jonathan Brownlee werden somit nicht mit von der Partie sein, doch dafür dürfen sich die Zuschauer auf die deutsche Top-Besetztung mit Jan Frodeno, Maik Petzold und Steffen Justus freuen. Während Justus und Petzold mit aktuell Platz acht und 16 in der Weltrangliste gut dastehen, setzt Jan Frodeno nach langwierigen Verletzungsproblemen im Frühjahr und Wiedereinstieg beim Rennen in Kitzbühl vor vier Wochen auf die neu gewonnene Lockerheit und seine Tagesform. „Ich bin nach dem letzten Wettkampf in Kitzbühel auch im Lauftraining gut durchgekommen und habe keine Probleme gehabt“, sieht sich der 30?Jährige auf einem guten Weg.

Das Rennen der Damen zur ITU World Triathlon Series am Sonntag

Ingo Kutsche - www.sportfotografie.bizAuch am Sonntag haben zunächst die Jedermänner das Hamburger Triathlongeschehen fest im Griff, wenn sich fast 4.500 Starter auf die olympische Distanz begeben.

Erst um 16:06 Uhr darf sich dann das Starterfeld der Elite Damen vom Jungfernstieg in die Binnenalster stürzen.
Ingo Kutsche - www.sportfotografie.biz/freiAuch bei den Damen werden sich die Führenden der Weltrangliste ihre Kraft für das olympische Rennen aufsparen. Hinter ihnen ist das Feld dicht gedrängt, die Siegambitionen zahlreich und das Rennen damit recht offen. Die deutsche Olympiahoffnung Anne Haug will am Sonntag noch einmal zeigen, was sie kann,  mit bereits drei Top Ten-Platzierungen (Sydney, San Diego, Madrid) darf man auf ein spannendes Rennen hoffen. Und auch die beiden weiteren Olympiateilnehmerinnen des deutschen Nationalkaders, Svenja Bazlen und Anja Dittmer, wollen noch einmal zeigen, dass sie bestens vorbereitet sind.

Deutsches Team stark vertreten

Dass mit Sarah Fladung, Anja Knapp, Ricarda Lisk und Kathrin Müller im Damenrennen sowie Franz Loeschke, Christian Prochnow, Sebastian Rank und Jonathan Zipf bei den Herren jeweils vier weitere Athleten der DTU in die Binnenalster springen werden, verdeutlicht den hohen Stellenwert des Hamburger Rennens.
Sportdirektor Wolfgang Thiel meint erwartungsvoll: „Wir haben das Olympiateam am Start, für das Hamburg den Abschluss einer harten Trainingsphase bedeutet. Und wir haben die Kaderathleten am Start, die sich nun auf die WM?Serie konzentrieren können.“ Von beiden erwartet Thiel durchaus sehr gute Ergebnisse. „Die einen wollen demonstrieren, dass ihr Training in den letzten Wochen gefruchtet hat, und die anderen wollen sich von ihrer besten Seite zeigen und in der WM?Wertung punkten.“

Wer das Rennen von zu Hause aus verfolgen will, hat am Samstag in der ARD?Sportschau zwischen 18:15 und 19:45 Uhr live die Möglichkeit das Männerrennen zu sehen, am Sonntag zeigt dann das ZDF Ausschnitte des Damenrennens.

Zur Fotostrecke des Männerrennens im letzten Jahr.

Zur Fotostrecke des Damenrennens im letzten Jahr.

Zur Homepage des Veranstalters.

Fotos: Ingo Kutsche – www.sportfotografie.biz

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