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Triathlon-Bundesliga Spezial: Wie wird man Liga-Athlet?

5. September 2012 von Nora Reim

Bundesliga freiEinmal bei einem Bundesliga-Rennen starten, diesen Wunsch haben viele. Die meisten sind nur Zuschauer, wenn die Top-Triathleten aus Buschhütten und Witten um den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters kämpfen. Doch wie wird man Athlet in der Triathlon-Bundesliga?


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Voraussetzung für einen Liga-Start ist zunächst die Mitgliedschaft in einem Triathlon-Verein, der einem entsprechenden Landesverband angehört. Über die Mitgliedschaft erlangt der Athlet ferner den Startpass der Deutschen Triathlon-Union (DTU). Der kostenpflichtige Pass ersetzt die Tageslizenz von einzelnen Wettkämpfen und berechtigt zur Teilnahme an allen deutschen Veranstaltungen.  Alle Startpass-Inhaber unterliegen dem Anti-Doping-Code der DTU.

Triathlon-Bundesliga ist für EU-Bürger offen

Die deutsche Staatsbürgerschaft ist nicht zwingend erforderlich. Vielmehr reicht es bei den Herren aus, wenn drei von fünf Athleten eines Teams Deutsche sind. Bei den Damen muss mindestens die Hälfte eines Vierer-Teams die deutsche Nationalität innehaben. Alternativ ist auch die EU-Bürgerschaft möglich.  Athleten mit doppelter Staatsbürgerschaft außerhalb der Europäischen Union (EU) können in der Deutschen Triathlon-Bundesliga starten, sofern sie bis zum 31. Dezember eines Jahres unwiderruflich gegenüber der DTU erklären, im Folgejahr bei internationalen Wettkämpfen für die DTU an den Start zu gehen.

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Schnelle Schwimmer und starke Läufer sind gefragt

T3 Triathlon Düsseldorf frei

Schwimmstart beim Bundesliga-Rennen in Düsseldorf

Die formalen Voraussetzungen sind das eine, die körperlichen das andere. Ein Liga-Athlet muss Leistung bringen, und zwar in allen drei Disziplinen. Um vorne mitschwimmen zu können, ist eine ausgefeilte Kraultechnik erforderlich. Wer nicht mit der ersten Schwimmgruppe aus dem Wasser kommt, hat kaum Chancen, die Spitze auf dem Rad einzuholen. Das Gleiche gilt für die Radstrecke. Im Gegensatz zu Hobby-Rennen ist in der Bundesliga das Fahren im Windschatten des Vordermanns erlaubt. Das so genannte Drafting spart Kräfte für den abschließenden Lauf. Anders als bei Langdistanzlern macht nicht nur die konstante Leistung über Stunden eine gute Radzeit aus, sondern auch ein schneller Antritt nach Kurven und bei Attacken der Mitstreiter.

Liga-Athleten sind die „Sprinter des Triathlons“, groß und schlank gebaut verfügen sie über die nötige Spritzigkeit für die Sprint- und Olympische Distanz. Ihre schnellen Beine schonen sie beim Fahren in der Radgruppe, damit sie sie auf der Laufstrecke ausspielen können. Der abschließende Lauf entscheidet über Sieg und Niederlage des Einzelnen und damit seines Teams: Wer beim Laufen noch Körner hat, der hat sich das Rennen gut eingeteilt und somit alles richtig gemacht.

Konsequenzen für das Training

Genauso wie Langdistanz-Athleten ihre spezifischen Fähigkeiten gezielt trainieren, ist natürlich auch das Training der Liga-Athleten speziell auf die oben beschriebenen Anforderungen ausgerichtet. Daher fällt das Training der Liga-Athleten – im Vergleich zu einem Langdistanz-Athleten – eher schwimm- und lauflastig aus.

Videos von den letzten Bundesliga-Rennen

Fotostrecken von den letzten Bundesliga-Rennen

Allgemeine Informationen zur Triathlon-Bundesliga

Fotos: Triathlon-Bundesliga, T3 Triathlon Düsseldorf

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