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Bauen Dich wieder auf

Tri-Wissen: Proteine –
Bauen Dich wieder auf

4. Juni 2011 von Christian Friedrich

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Warum gibt es von Sponser noch kein Proteinpulver ohne Süßstoff?
Zuallererst ist festzuhalten, dass Proteine nicht süß sind. Will man also ein möglichst hoch-proteinhaltiges Produkt, braucht es entweder Süßstoffe oder Zuckerarten. Da Zuckerarten viel höher dosiert werden müssen um genügend süß zu wirken, hätte man bei deren Verwendung in der Konsequenz kein Proteinprodukt mehr.

Sponser hat neu das Produkt Pro Recovery ohne Süßstoffe mit dem Verhältnis 3:2 Protein zu Kohlenhydraten. Weniger Zucker ist bei genügend Süße nicht möglich. Es muss daher bei höher dosierten Proteinprodukten zwangsläufig mit Süßstoffen gearbeitet werden. Unverträglichkeiten zu Süßstoffen sind aber praktisch inexistent.

Dies wird oft verwechselt mit Lebensmittelintoleranzen und Allergien. Speziell Aspartam gerät immer wieder unter Beschuss. Es gibt jedoch auch nach Jahrzehnten intensivster Untersuchung und Nutzung keinen Beweis für eine Allergie oder Unverträglichkeit auf Aspartam.

Info Aspartam
Aspartam besteht aus den beiden Aminosäuren Asparaginsäure und Phenylalanin. Jedes natürliche Eiweiß in unserer Nahrung enthält diese beiden Aminosäuren und zwar in extrem viel höherer Menge, entsprechend ist die Verstoffwechselung identisch. Wer nicht an der Erbkrankheit Phenylketonurie leidet (und in der Konsequenz kein normales Lebensmittel aus Eiweiß mit hohem Phenylalaningehalt essen kann), der produziert dieselben Stoffwechselprodukte nach Einnahme von zum Beispiel Eiern wie nach einem aspartam-haltigen Produkt und erst noch in viel größerer Menge.

Alternative Stevia
Neuerdings wird als Alternative zu Aspartam der sogenannt „natürliche“ Süßstoff Stevia aus Teeblättern beworben. Hierzu ist allerdings zu sagen, dass eine hoch-selektive Extrahierung der Stevioside (weil die in Stevia ebenfalls enthaltenen Steviole gesundheitlich bedenklich und daher nicht erlaubt sind) meines Erachtens eine weitaus weniger natürliche Einnahmemenge bedeutet, als diejenige zweier in Aspartam gebundener Aminosäuren. In der EU ist Stevia bisher auch nicht gestattet, doch ist zu erwarten, dass dies für die Stevioside bald der Fall sein wird, da der Markt beziehungsweise der unaufgeklärte Konsument danach verlangt.

Wenn schon so viel von den Aminosäuren im Eiweiß sind wozu muss man dann nachsüßen bzw. ist es erst eine spezielle Verarbeitung die die Aminosäuren zum Süßstoff werden lässt?
Nein, es ist die Konfiguration der Verbindung der beiden Aminosäuren. Der Geschmack von Protein ist abhängig von der Konfiguration der Aminosäuren. Wenn Proteinketten gespalten werden durch Enzyme, kommt es darauf an zwischen welchen Aminosäuren die Spaltung stattfindet.

So schmeckt z.B. ein Proteinhydrolisat viel bitterer, wenn die Spaltung am Kettenende Prolin als endkettige Aminosäure hat. Genauso ist der süsse Geschmack eben nur möglich wenn Asp und Phe als Dipeptid vorliegen, andere Kombinationen funktionieren so nicht.

Das ist eben gerade darum ja auch so interessant, weil es nichts anderes als zwei Aminosäuren sind und keine künstlichen Substanzen (wie zum Beispiel Sucralose) oder Anreicherungen in natürlicherweise nicht vorkommenden Konzentrationen ohne Langzeiterfahrung (z.B. Stevia).

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