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Trainingslager für Triathleten: Konzentriertes Training

12. Februar 2017 von Philipp Peter

Christine Waitz, freiRaus aus der Kälte und ab in den sonnigen Süden. Wir zeigen euch worauf es in einem Trainingslager ankommt. Denn einige Dinge gibt es durchaus zu beachten, damit man fit und Gesund wieder zu Hause ankommt und der erfolgreichen Saison nichts mehr im Wege steht.


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Jedes Jahr, wenn die Tage noch kurz und unangenehm kalt sind, zieht es sie zu Tausenden in den sonnigen Süden. Die Rede ist nicht von Zugvögeln, sondern von Triathleten und Radsportlern, die es jedes Jahr im Winter und Frühjahr untern anderem nach Mallorca, Lanzarote oder Zypern treibt.

Ist das nur der Herdentrieb oder gibt es gute Gründe für ein Trainingslager? Auf den nächsten Seiten beantworten wir euch die wichtigsten Fragen Rund um das Thema Trainingslager.

  • Welchen Zweck hat ein Trainingslager?
  • Wann ist der optimale Zeitpunkt für ein Trainingslager?
  • Wie lange sollte ein Trainingslager dauern? Wo soll ich hinfahren?
  • Wie sollte ich im Trainingslager trainieren?
  • Wie gestalte ich mein Training im Anschluss an ein Trainingslager?
  • Was sind die häufigsten Fehler im Trainingslager?

Welchen Zweck hat ein Trainingslager?

Foto: Christine Waitz, freiIn einem Trainingslager soll vor allem die Grundlagenausdauer für die spezielle Wettkampfvorbereitung gelegt werden. Je nach Saisonzeitpunkt können aber auch intensivere Trainingsinhalte gezielt mit eingeplant werden.

Ohne Arbeit, ohne sonstige Verpflichtungen und durch die besseren Regenerationsmöglichkeiten ist es möglich, deutlich mehr und häufiger zu trainieren als zu Hause. Dieser hohe Trainingsumfang führt den Körper über die Zeit des Trainingslagers gezielt in einen „Übertrainingszustand“, der in der Sportwissenschaft auch als „Overreaching“ bezeichnet wird. In der nachfolgenden Erholungsphase ist es so möglich, in neue Leistungssphären vorzustoßen.

Positiver Motivationsschub

Zudem bringt eine Reise aus dem kalten Winter in den sonnigen Süden natürlich immer auch einen riesigen Motivationsschub mit sich. Wer ein gutes Trainingslager absolviert und sich danach gut erholt hat, der ist bereit, anschließend richtig Gas zu geben. Alle, die kein Trainingslager gemacht haben, müssen erst einmal kämpfen, die Grundlagen aufzuholen, die andere sich im Trainingsblock im sonnigen Süden aufgebaut haben.

Wann ist der optimale Zeitpunkt für ein Trainingslager?

fotolia.com - Tino Neitz

Es ist sinnvoll ein Trainingslager nach einem kontinuierlichen Aufbau der allgemeinen Grundlagen über den Winter im Januar, Februar, März oder April einzuplanen. Für den richtigen Zeitpunkt ist es als Orientierung wichtig, den bereits absolvierten Trainingsumfang über das Spätjahr und den Winter bzw. den Zeitpunkt des ersten Wettkampfhöhepunkts in der Saison zu berücksichtigen.

Nicht ohne Vorbereitung

Ohne einen einzigen Radkilometer in den Beinen oder gar ganz ohne gezielte Trainingsvorbereitung über den Winter sollte man nicht ins Trainingslager starten.

Mindestens 6 bis 8 Wochen sollte man vor dem Trainingslager bereits regelmäßig trainiert haben und auch schon ein paar längere Radeinheiten gefahren sein. Wer seinen Saisonhöhepunkt beispielsweise im Juni geplant hat, für den sollte ein Trainingslager im Februar hauptsächlich lange extensive GA-Einheiten als Ziel haben. Im April sind durchaus auch schon intensivere Einheiten zum Beispiel zum Aufbau der Kraftausdauer möglich.

Wie lange sollte ein Trainingslager dauern?

Für ein Grundlagentrainingslager im Frühjahr, sind auf jeden Fall zwei Wochen empfehlenswert. Zum einen ist man etwas unabhängiger vom Wetter, zum anderen ist diese Länge optimal, um das Training effektiv gestalten zu können und für die meisten lässt sich diese Dauer gerade noch gut verkraften.

Erste Woche mit angezogener Handbremse

Breitensportler sollten aber auch nicht länger als zehn bis 14 Tage ins Trainingslager fahren, um sich nicht zu überlasten. In der ersten Trainingslagerwoche sollte der Trainingsumfang so moderat sein, dass noch keine großen Ermüdungserscheinungen und Motivationsprobleme auftreten, um auch die zweite Woche noch mit effektivem Training gestalten zu können.

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