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Training mit Köpfchen: Mentaltraining im Triathlon

9. Mai 2014 von Nicole Luzar

Haree HajasJeder Wettkampf, egal über welche Distanz, erfordert Ausdauer und Kraft. Und mentale Stärke, zumindest wenn man an seine Leistungsgrenze gehen und das Beste aus sich herausholen will. Viele Athleten haben noch nie von mentalem Training gehört, halten es für überflüssig oder gar lästig. Und wundern sich, wieso sie ihre gesteckten Ziele nicht erreichen, obwohl sie doch „eigentlich top trainiert“ sind. In den kommenden vier Wochen widmen wir uns deshalb  dem Stiefkind in Sachen Training.


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Mit Köpfchen trainieren!

Bild: Sportwelt Verlag, einmaligDas körperliche Training ist natürlich wichtig, um auf Dauer gesund Sport treiben zu können. Aber die meisten Triathleten könnten sicherlich mehr erreichen, wenn sie statt nur ihren Körper auch mal den Kopf trainieren würden. Das Zauberwort heißt: mentales Training. Viele Profis haben die Bedeutung des Mentaltrainings inzwischen erkannt. Nicht so die Masse der Altersklassenathleten.

Wohl jeder, der ambitioniert Sport treibt und im Wettkampf an seine Grenzen geht, weiß, wie schwer es ist, dauerhaft motiviert und positiv zu bleiben, wenn allmählich die Kräfte nachlassen und die Beine brennen. Der Körper will den Schmerzen ein Ende bereiten und das Tempo reduzieren. Doch wer diesem Drang nachgibt, kann seine Ziele nie erreichen. 

Die Pyramide des erstklassigen Triathlons

Unter erstklassigem Triathlon verstehen wir, dass man bei einem Wettkampf seine Möglichkeiten voll ausschöpft. Das heißt nicht unbedingt, eine persönliche Bestzeit zu erzielen, sondern einfach, dass man an diesem Tag wirklich das Beste gibt.

Für solch einen erstklassigen Wettkampf sind sechs Faktoren entscheidend: Motivation, Selbstvertrauen, Erregungsniveau, Konzentration, Emotionen und Schmerz, die pyramidenförmig aufeinander aufbauen.

Bild: Sportwelt Verlag, einmaligDas Fundament der Pyramide des erstklassigen Triathlons bildet die Motivation, die für den dauerhaften Willen und die Bestimmtheit zu trainieren unentbehrlich ist. Aus der Motivation für das Training erwächst das Selbstvertrauen in das eigene körperliche, technische, taktische und mentale Vermögen, die gesteckten Ziele zu erreichen. Das erstklassige Selbstvertrauen bestärkt wiederum den Wunsch, an Wettkämpfen teilzunehmen und verleiht die innere Zuversicht, gut abzuschneiden. Selbstvertrauen erzeugt zudem die Fähigkeit, die eigene Intensität bzw. das Erregungsniveau zu kontrollieren sowie auf die Anforderungen und den Leistungsdruck im Wettkampf positiv zu reagieren.
Erstklassige Intensität steht für die Fähigkeit, das individuell optimale Erregungsniveau während des gesamten Trainings und Wettkampfs aufrecht zu erhalten und sich beim Triathlon auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die erstklassige Konzentration lässt Sie fokussiert bleiben und Ablenkungen meiden.
Auf Motivation, Selbstvertrauen, Intensität und Konzentration baut die Fähigkeit auf, die eigenen Emotionen zu beherrschen. Erstklassige Emotionen sind Gefühle, die zu nützlichen Instrumenten im Training und während des Wettkampfs werden. Diese fünf mentalen Faktoren ermöglichen es schließlich, den Schmerz, einen unvermeidlichen Bestandteil des Triathlontrainings und -wettkampfs, zu meistern.

„Viele Triathleten betreiben noch immer kein mentales Training, und die Mehrzahl derer, die es praktizieren, beschränkt sich damit auf die letzten Stunden oder Tage vor einem wichtigen Wettkampf. Aber mentales Training muss das ganze Jahr über praktiziert werden.“ (Dave Scott)

So geht’s weiter

Zum zweiten Teil der Serie: Motivation und Selbstvertrauen 
Zum dritten Teil der Serie: Erregung und Konzentration
Zum vierten Teil der Serie: Emotionen und Schmerz

Alle Tipps stammen aus dem Buch „Mentales Training für Triathleten und alle Ausdauersportler“ von Jim Taylor und Terri Schneider (ISBN 978-3-9811428-0-8).

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Zum Sportwelt Verlag.

Fotos: Haree Hajas, Sportwelt Verlag

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