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Training mit Kind und Kegel

13. August 2013 von Ralph Schick

Foto: Christine Waitz,   freiEines steht fest, wenn man Kinder bekommt, dann ändert sich das Leben schlagartig! Auch wenn man(n) bzw. Frau meint, sich neun Monate gut darauf vorbereitet zu haben…. plötzlich ist dann doch alles anders als man denkt. Um seinem geliebten Hobby weiter nachgehen zu können, bedarf es einiger Organisation. Wenke Kujala erklärt wie das Training mit Kind und Kegel geht.


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Es gibt Babys, die schlafen viel und essen bzw. trinken von Beginn an in einem Rhythmus, der einem ausreichend Zeit lässt, in Ruhe zu duschen oder den Haushalt zu erledigen oder eben auch zu trainieren. Es gibt aber auch Babys, deren Rhythmus sieht wie folgt aus:
Trinken (10-20 Minuten), 40 bis 60 Minuten wach sein und spielen, 30 bis 60 Minuten schlafen. Meine Kinder gehören beide dazu. Das heißt alle zwei Stunden bereit sein um zu stillen. Wenn man, nein Frau, da noch Zeit fürs Training finden will, dann ist das gar nicht so leicht. Wenn ich Radfahren möchte und in der glücklichen Situation bin einen Babysitter zu haben (mein Mann), dann ziehe ich mich um, stille dann und schwinge mich in den Sattel. 90 Minuten gehen dann schon mal, und ich bin trotzdem rechtzeitig zurück. Beim Laufen ist es nicht ganz so stressig, da ich die Kleine immer mitnehme. Aber auch da versuche ich direkt loszulaufen um im Anschluss noch Zeit für eine Dusche zu haben.

Mit dem Babyjogger unterwegs

Im Alltag kann ich wunderbar kleinere Ausflüge mit dem Babyjogger, der auch als Fahrradanhänger dient, machen. Reichte vor einem Jahr noch die Ausführung für ein Kind, steht nun der für zwei Kinder in unserem Hausflur. Wer schon einmal einen Radanhänger mit Kind(ern) gezogen hat, weiß, wie anstrengend sich das gestalten kann und dass man es durchaus als Training bezeichnen kann. Kraftausdauertraining der feinsten Art. So lange die Kinder das mitmachen. Ein Stopp am Baggersee oder Spielplatz kann dabei aber Wunder bewirken!

Ansonsten lässt sich der Weg zur Kita prima zum Training nutzen. Kind(er) einladen mit Babyjogger hinlaufen und mit leerem Babyjogger wieder zurück. Am Mittag kann man dann erst eine kleine Runde mit dem Rad drehen, dann direkt die Kinder holen und nach Hause fahren. So sind die Kleinen an der frischen Luft und Mama bzw. Papa haben was für sich und ihren Körper bzw. ihre Gesundheit getan. Danach lässt es sich eh viel schöner zu Hause spielen!

Das Schwimmtraining leidet

Foto: Christine Waitz/freiSchwimmtraining gestaltet sich für mich momentan am Schwierigsten. Tagsüber bleibt oftmals keine Zeit, oder es ist eben kein Babysitter da. Am Abend fehlt zur Zeit die Energie, oder der Rechner ruft. Aber hier können eine Oma oder ein verläßlicher Babysitter Gold wert sein. Hat man ein genügsames Kind, habe ich sogar schon öfter gesehen, dass diese (so lang sie wirklich kleine Babys sind) am Beckenrand schlafen. Das haben meine leider nie mitgemacht.

Alternativen suchen

Wenn es mit dem Radeln draußen nicht klappt weil das Wetter zu schlecht ist oder man seine Kinder nicht in einen Anhänger setzen will, bleibt noch immer die Rolle im Wohnzimmer! Die kann man auch am Abend noch nutzen, oder wenn die Kinder mittags ein Schläfchen machen.
Foto: Christine Waitz, freiGerade für Beginner bietet es sich aber auch an, zum Beispiel Nordic Walking mit dem Kind im Tragetuch zu machen. Wenn die Kinder sehr klein sind oder man aufgrund von Problemen noch nicht wieder laufen darf, dann ist das mit Sicherheit eine gute Alternative.
Wenn man, wie ich, auch noch einen Hund dazu hat, kommt man um den täglichen Spaziergang eh nicht herum. Das ist zwar nicht immer schön, auf der anderen Seite muss man wirklich jeden Tag raus. Ich nehme die Kinder wann immer ich kann dazu mit. So sind sie an der frischen Luft und die Große hat auf diesem Wege auch schon Bewegung für sich. Nur beim Morgenspaziergang, da sind sie alle noch sehr verschlafen.

Sport hält in Schwung

Ich denke im Grunde lässt sich sportliche Betätigung sehr gut mit Kindern und Familie vereinbaren, wenn man es denn möchte. Es muss nicht jeden Tag sein und auch nicht wahnsinnig ambitioniert, aber etwas Bewegung an der frischen Luft tut einfach gut, gerade wenn die Nacht mal wieder etwas kürzer war. Außerdem stärkt der Sport die Belastbarkeit im Alltag und das ist wirklich etwas, was man mit kleinen Kindern benötigt.

Zur Website von Wenke Kujala.

Fotos: triathlon.de

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