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Training im Herbst: Zeit zu spielen!

15. Oktober 2014 von Marcus Schmidt

Foto: Nora Reim freiDie Saison liegt in den letzten Zügen und der Showdown auf Hawaii signalisiert, dass die lang ersehnte Pause von täglicher Trainingsdisziplin bitter nötig ist. Aber wie  jedes Jahr stehst du als immer hoch motivierter Triathlet vor einer schweren Entscheidung. Wie halte ich mich fit und überbrücke die Zeit,   bis die Vorbereitung für die nächste Saison wieder mit monotonen Kachelzähleinheiten  beginnt? Wir kennen die Antwort: Es ist Zeit zu spielen!


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Was ist das beste Rezept, um sowohl mental als auch körperlich, wieder aufzuladen und mit hohem Energielevel optimistisch auf die neue Saison zu blicken? Der angeborene Spieltrieb, der tief in uns allen schlummert, kann dabei sehr hilfreich sein. Viele ortsansässige Vereine haben ein umfangreiches Angebot an Spielsportarten im Repertoire, die als Übergangsalternative durchaus sinnvoll sein können.

Koordination, Schnellkraft, Flexibilität

Foto: Nora Reim freiMal Hand aufs Herz, haben wir als Triathleten nicht alle gewisse Defizite in Hinblick auf Koordination, Schnellkraft oder Flexibilität? Wir fokussieren uns logischerweise auf die sportartspezifischen Primärziele des Triathlons und diese sind nun mal – abgesehen von Schwimmtechnik – Ausdauer, Ausdauer, Ausdauer…
Wie wäre es denn mal wieder mit Volleyball, Tennis, Fußball oder vielleicht Wasserball? Was bringen diese klassischen Spielsportarten im Hinblick auf die uns so heilige Kondition?

Folgende Übersicht zeigt den stündlichen Energieaufwand verschiedener Spielsportarten eines 75 Kilogramm schweren Mannes im Vergleich zum Radfahren oder Laufen.
Laufen ca. 800 kcal
Badminton ca. 480 kcal
Basketball ca. 560 kcal
Volleyball ca. 590 kcal
Fußball ca. 495 kcal
Squash ca. 660 kcal
Handball ca. 650 kcal

Ausdauer lässt sich auch anders trainieren

Der Energieaufwand gibt uns Aufschluss über die Intensität des Trainings und den damit verbundenen Nutzen in Hinblick auf unsere Ausdauer. Je stärker wir uns belasten, desto schneller schlägt unser Herz. Die Geschwindigkeit des Herzschlags gibt uns Aufschluss über die Trainingszone, in der wir uns gerade befinden.

Ein 90 minütiges Fußballtraining auf mittlerem Niveau entspricht in etwa der Intensität einer GA2 Radausfahrt in leicht hügligem Gelände. Der zusätzliche Nutzen, den solche sportlichen Seitensprünge mit sich bringen ist, die Beanspruchung von Muskeln, die wir bei triathlonspezifischem Training nicht, oder nur wenig einsetzen. Insbesondere die Muskulatur, die uns lateral (zur Seite) bewegt, kommt bei Ballsportarten verstärkt zum Einsatz.

Foto: Nora Reim frei

Abwechslung schafft neue Motivation

Durch diese geplante Abwechslung des Trainingsalltags können wir wieder Motivation für neue Ziele schöpfen und energiegeladen die Vorbereitung auf die nächste Saison in Angriff nehmen.

Lasst eurem Spieltrieb wieder freien Lauf und nutzt auch mal die positiven Aspekte von anderen Trainingsformen um Eurem Körper andere Reize zu geben!

Zur Website von Training mit System.

Fotos: Nora Reim

Marcus Schmidt ist A-Lizenz-Trainer, sowie Stoffwechsel- und Leistungsdiagnostiker. Zusammen mit Sportwissenschaftler Takao Mühmel bildet er das Team von Training mit System. Als kompetente Coaching-Partner bringen sie Sportler und Sportlerinnen fit hinter die Startlinie und ins Ziel.
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