Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Training > Laufen2 > Tipps und Tricks für das Training auf dem Laufband
Training Triathlon.de

Tipps und Tricks für das Training auf dem Laufband

14. Januar 2016 von Benjamin Reszel

Triathlon Anzeigen

Training am laufenden Band

„Welche Intervalle hättet ihr denn gern?“, könnte eine Frage zum Laufbandtraining lauten. Nicht sehr sinnvoll ist es bereits in einer ersten Einheit auf dem Laufband sehr hohe Belastungsintensitäten oder große Umfänge zu absolvieren und knackige Intervalle einzubauen. Selbst sehr gut Läufer sollten langsam beginnen. Gebt eurem Organismus etwas Zeit zur Anpassung und legt erst dann richtig los. Mit den folgenden Trainingsvorschlägen umgeht ihr Monotonie und könnt effektive Trainingsreize setzen.

Grundlagentraining

Richtig gelesen. Generell kann das Laufband für ein extensives Grundlagenausdauertraining verwendet werden. Gerade in langen Kälteperioden im Winter eine gute Möglichkeit. Dennoch wird es den meisten schwerfallen ein effektives Grundlagenausdauertraining auf dem Laufband zu absolvieren. Die Nachteile der stickigen Luft, des starken Schwitzens und der starren Umgebung, lassen die 90 Minuten für ein effektives Grundlagenausdauertraining sehr lang werden. Zu berücksichtigen ist zusätzlich, dass der lange Aufenthalt auf dem Laufband Auswirkungen auf eure Herzfrequenz haben kann. Der Körper versucht dem Hitzestau durch vermehrtes Schwitzen entgegenzuwirken, dabei steigt auch eure Herzfrequenz.

Tempotraining

Gegen die Monotonie helfen Tempowechsel mit Belastungen bis in den Entwicklungsbereich. Mit einer solchen Einheit könnt ihr euren Organismus fordern und an eurer Schnelligkeitsausdauer arbeiten. Legt nach dem Einlaufen zur Erwärmung einige kurze Tempoverschärfungen ein. Erholt euch zwischen den Belastungsphasen in Abhängigkeit von eurem Trainingszustand und absolvierter Geschwindigkeit mit lockeren Trabpausen von zwei bis fünf Minuten Länge.

Kraftausdauerschulung

Und rauf auf den Berg. Einen entschädigenden schönen Ausblick dürft ihr auf dem Laufband leider nicht erwarten. Dafür könnt ihr vor allem in der Vorbereitungsperiode gute Grundlagen für die neue Freiluftsaison legen und die sportartspezifische Kraftausdauer trainieren. Kein Berg ist so konstant in der Steigung wie ein Laufband. Achtet bei dieser Trainingsform aber auf einen nicht allzu starken Anstieg und etwas längere Pausen als im Tempotraining. Nicht vergessen, raus aus der Steigung in den Erholungsphasen.

Koppeltraining

Koppeltraining ja – Wechseltraining nein. Zumindest ist ein wirkliches Wechseln zumeist nicht realisierbar. Nahezu alle Studios verfügen zwar über Radergometer, die eigenen Radschuhe können aber nur selten verwendet werden. Wobei beispielsweise ein Schuhwechsel unter solchen Bedingungen entfällt. Hinzu kommt, dass ich bisher auch noch keinen Athleten gesehen habe, der nach einem perfekten Wechsel mit Helm und Brille neben mir platzgenommen hat.

Ein Koppeltraining aus Rad- und Laufeinheit ist dennoch sehr gut möglich und bereitet euren Organismus auf wechselnde Belastung durch die verschiedenen Sportarten vor. Spätestens im Frühjahr sollten sich solche Einheiten häufen. Wenn es dann zu diesem Zeitpunkt noch sehr kalt ist, kann „Indoor-Koppeln“ eine gute Möglichkeit darstellen. Mein Tipp: Eine Zeit mit schwacher Auslastung im Studio suchen. 3x Radfahren, 3x Laufen, Trainingsumfang insgesamt eine Stunde. Dabei immer die Daumendrücken, dass nicht zufällig alle Räder oder Laufbänder zum angestrebten Gerätewechsel belegt sind.

Dazu auch noch ein nützlicher Ratschlag aus der Redaktion, der das Training mit einem Kollegen empfiehlt. Wenn er läuft, radelst du und umgekehrt. Zwar sollte grundsätzlich die Zeit auf dem Rad etwas länger sein als beim Lauf, aber besser so als den Weg in die Dusche antreten zu müssen.

Speed-Training

Sehr effektive Trainingsvariante um je nach Zielstellung Frequenzschnelligkeit, Sprintkraft oder Sprintausdauer zu verbessern. Dazu werden auf Speziallaufbändern Kurzzeitintervalle mit supramaximalen Geschwindigkeiten absolviert. Diese Schnelligkeitsschule verbessert die Laufzeiten unter „normalen“ Bedingungen enorm. Auch im Triathlon bestimmt die vorhandene Grundschnelligkeit die Geschwindigkeit, die ein Athlet über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten kann. Dieses Training sollte nur unter professioneller Anleitung durchgeführt werden um die genauen Intensitäten festlegen zu können und die maximale Sicherheit zu gewährleisten. Anlaufstellen sind beispielsweise in Süddeutschland die Firma Energysource und in der Mitte der Republik die Firma Resource.

Vorgegebene Programme

Die von den Herstellern eingespeicherten Programme können, müssen aber nicht sinnvoll angelegt sein. Zudem unterscheiden sie sich auch in der angebotenen Qualität. Nicht jedes Programm ist nach den Ideen und Grundgedanken der Trainingswissenschaft konzipiert. Daher solltet ihr diese immer prüfen und gegebenenfalls euren Leistungsvoraussetzungen anpassen, oder aber das Laufband manuell steuern. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Laufbänder auf Amazon

Inhalt

  1. Die richtige Einstellung
  2. Vor- und Nachteile
  3. Trainingsprogramme
  4. Laufband-Kauftipps

Seite: 1 2 3 4
Paul Benjamin Reszel ist Autor des Artikels. Ben ist studierter Diplom Sportwissenschaftler und arbeitet derzeit an seiner Promotion. Seit mehr als 5 Jahren betreut er erfolgreich Sportler aus den Disziplinen Triathlon, Mountainbike, Rennrad, Laufen und Moto-Cross. Dabei steht er den Athleten mit Resource in den Bereichen komplexe Leistungsdiagnostik, individuelle Trainingsplanung, Ernährungs- und Technikoptimierung zur Seite. Er betreibt die Firma Resource.
Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden