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Titelsammler Jan Frodeno: Sportler des Jahres 2015

21. Dezember 2015 von Christine Waitz

Ingo Kutsche,   freiBaden-Baden, 21. Dezember 2015 – Auch, wenn die Triathlonsaison längst vorüber ist, sammelt der Triathlon-König des Jahres 2015 weiterhin Titel. Neben dem Bambi ziert nun erneut ein Medienpreis das Regal Jan Frodenos. Bei der gestrigen Gala zum Sportler des Jahres setzte sich der deutsch als erster Triathlet überhaupt gegen Skispringer Severin Freund durch und nahm die Auszeichnung der deutschen Sportjournalisten mit nach Hause.


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Seit 1947 werden alljährlich die besten deutschen Sportler in einer großen Gala, übertragen vom ZDF, geehrt. Dabei geht es nicht nur um Siege, Zeiten, Punkte. Vielmehr sollen Persönlichkeit, Auftritt und Vorbildfunktion ausgezeichnet werden. Wer am Ende diese Auszeichnung bekommt, das bestimmen die deutschen Sportjournalisten: rund 3000 Mitglieder des Verbandes Deutscher Sportjournalisten und Mitglieder sämtlicher Sportredaktionen werden im Vorfeld zur Abstimmung gebeten.

Frodeno knapp vorne

Kugelstoßer Robert Harting hatte in den vergangenen drei Jahren am meisten Eindruck bei den Journalisten hinterlassen. Gestern Abend trat in Baden-Baden dann erstmals ein Triathlet dessen Nachfolge an. 2491 Punkte hatte Jan Frodeno erhalten und lag damit knapp vor Skispringer Severin Freund mit 2352 Punkten. „Yes Baby! Da ist das Ding. Gewählt von den Journalisten. Ich bin sehr stolz.“ ließ Jan Frodeno wenig später mit einem Bild in gewohnter Siegerpose via Facebook verlauten.

Kugelstoßerin Christina Schwanitz holte den Preis bei den Damen, die Mannschaft der Nordischen Kombinierer wurde als bestes Team ausgezeichnet.

DTU: „Wir sind stolz, Jan Frodeno in unseren Reihen zu haben“

Triathlet Jan Frodeno hat 2015 Sport- und Triathlon-Geschichte geschrieben. Der Peking-Olympiasieger von 2008 konnte als erster Triathlet weltweit zusätzlich auch das legendäre Lang-Distanz-Rennen IRONMAN Hawaii gewinnen. Resultierend aus diesen Erfolgen erhielt der 34-Jährige gebürtige Kölner in 2015 auch den Sport-Bambi und wurde als erster Triathlet zu Deutschlands Sportler des Jahres gewählt. Im Zuge dieser „Erfolgsserie“ darf sich der nunmehr renommierteste Triathlet der Welt auch auf Vaterfreuden einstellen: seine Frau Emma, ebenfalls Olympiasiegerin 2008, erwartet ihr erstes Kind.

„Jetzt gerade bin ich doch beim Wettkampfpuls“, sagte Frodeno, als er auf der Bühne der Sportler-Wahl-Gala in Baden-Baden die Glückwünsche entgegen nahm. „Ich bin sehr stolz auf diesen Preis, zumal er von Journalisten ausgewählt wurde.“ Über sämtliche Distanzen des Triathlon-Sports – von der Sprint- bis zur Lang-Distanz – konnte Frodeno Erfolge feiern und hat so der Randsportart zu mehr Öffentlichkeit verhelfen können.

„Würdiger Repräsentant unserer faszinierenden Sportart“

„Nach seinem Olympiasieg 2008 und dem diesjährigen Sieg beim Ironman auf Hawaii hat Jan Frodeno mit der Wahl zum Sportler des Jahres 2015 auch die höchste Anerkennung der Sport-Fachszene erhalten. Dazu gratulieren wir auch als gesamte Deutsche Triathlon Union“ freute sich auch Prof. Dr. Martin Engelhardt, der Präsident der Deutschen Triathlon Union. „Jan Frodeno ist am Olympiastützpunkt in Saarbrücken und bei der DTU groß geworden. Wir sind stolz, Jan Frodeno als Sportler des Jahres in unseren Reihen zu haben. Er ist ein würdiger Repräsentant unserer faszinierenden Sportart.“

2002 kann Frodeno in das Trainingssystem der DTU und die Triathlon-Bundesliga

Zu Beginn der 2000er Jahre begann die Triathlon-Geschichte Frodenos, der 2002 als Nachwuchs-Talent in das Fördersystem der Deutschen Triathlon Union kam und in der Ersten Triathlon-Bundesliga beim ALZ Sigmaringen begann, seine Wettkampfhärte zu stabilisieren. Im gleichen Jahr wurde er Zweiter der U23-Wertung der DTU Deutschen Meisterschaften. Zwei Jahre später folgte der Vize-WM-Titel in der U23-Wertung (hinter Landsmann Sebastian Dehmer). Der erste Titel war die DTU DM U23 2004 in Potsdam. 2007 folgte der erste und bisher einzige DTU Deutsche Meister-Titel über die olympische Kurz-Distanz in München. Dem deutschen Vize-Titel 2008 (hinter 2007-Weltmeister Daniel Unger aus Mengen) ließ er seinen größten sportlichen Erfolg folgen: den Olympiasieg 2008 in Peking. Es folgten fünf weitere Jahre in der DTU-Triathlon-Nationalmannschaft und zwei Siege in der Kurz-Distanz-Weltmeisterschafts-Serie sowie Platz sechs bei Olympia 2012 in London. Mit dem Team-Weltmeisterschaftstriumph mit der DTU-Mannschaft in Hamburg 2013 krönte Frodeno seine Nationalmannschafts-Karriere.

Nach dem Wechsel auf die Lang-Distanz schaffte er 2014 im ersten Jahr bei den bedeutenden IRONMAN-Rennen in Frankfurt und Kona (Hawaii) jeweils Rang drei. In 2015 ließ er in beiden Rennen Triumphe folgen.

Letztes Bundesliga-Rennen als DTU-Kader-Athlet 2013 in Düsseldorf

In der Ersten Triathlon-Bundesliga begann Frodeno im Team des ALZ Sigmaringen. Zudem war er für den TuS Griesheim, das Team Schramberg, unter anderem gemeinsam mit Weltmeister Daniel Unger, und zuletzt für Saarbrücken aktiv, wo er 2013 sein letztes Bundesliga-Rennen in Düsseldorf als DTU-Kader-Athlet noch gewinnen konnte. Als Sieger in diesem Bundesliga-Rennen folgten ihm 2014 der Spanier Mario Mola (Vize-Weltmeister 2014 und 2015) sowie 2015 der Südafrikaner Richard Murray (WM-Vierter 2015).

Foto: Ingo Kutsche

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