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Timo Bracht nach packendem Rennen zum zweiten Mal Europameister

5. Juli 2009 von Christian Friedrich

ironman-frankfurt-timo-bracht-1Ironman-Krimi in Frankfurt: Timo Bracht nach packendem Rennen zum zweiten Mal Europameister.


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„Das war das schwerste Rennen meines Lebens.“ Schon auf der Zielgerade überwältigten den frisch gebackenen Europameister Timo Bracht die Gefühle. Er
schwenkte die deutsche Fahne, riss die Hände in die Höhe klatschte die vielen Hände der Frankfurter Fans ab. Obwohl er sich Zeit für die Fans nahm und die letzten Meter sichtlich genoss, lief der Eberbacher noch Streckenrekord in 7:59:00 Stunden und ließ sich nach der Ziellinie überglücklich zu Boden fallen.
„Es war das schwerste Rennen meines Lebens“, sagte der 32-Jährige anschließend. Und für die Zuschauer wahrscheinlich eines der Spannendsten. War Timo Bracht doch nach dem Schwimmen lange in der Verfolgergruppe auf dem Rad mitgefahren, bevor er gemeinsam mit Chris McCormack auf die
Spitzengruppe aufschließen konnte.

Auf der Laufstrecke schien Eneko Llanos dann mit fast 3 Minuten Vorsprung davonzuziehen. Bracht und McCormack jedoch nahmen teilweise nebeneinander laufend die Verfolgung auf und konnten den Vorsprung des Spaniers nach und nach schmelzen lassen. Schließlich suchte McCormack die Entscheidung, setzte sich von Bracht ab und schloss zu Llanos auf. Der Eberbacher lief weiter sein Tempo, und das sollte sich am Ende auszahlen. Chris McCormack fiel zurück, musste zeitweise gehen und klopfte Timo Bracht anerkennend auf die Schulter, als dieser ihn überholte.

„Chris ist ein wahrer Champion“, so Timo Bracht nach dem Rennen. „Er hat so viel gewonnen und diesen Moment, als er mir beim Überholen auf die Schulter klopfte und sagte „Now, win it!“, werde ich nie vergessen.“ Bracht schien auf den letzten Kilometern wie von den Fans getragen. „Überall waren „Timo, Timo!“-Rufe. Dieses Gefühl werde ich nie vergessen. Danke, Frankfurt! Wir sehen uns auf Hawaii –
zusammen mit den anderen sieben super Jungs aus dem Team.“

Brachts junger Teamkollege Mathias Hecht aus der Schweiz schaffte am Ende einen hervorragenden fünften Platz und blieb damit innerhalb seiner selbst gesetzten Ziele. „Das Tempo auf dem Rad war unheimlich hoch. Dem musste ich irgendwann Tribut zollen. Glückwunsch an Timo, der taktisch und kämpferisch eine brilliante Leistung abgeliefert hat.“

Ebenfalls am Start waren Markus Fachbach und Jan Raphael. Fachbach und Raphael lagen lange Zeit gut im Rennen, mussten jedoch beide nach rund 120 Kilometern auf dem Rad wegen massiver Magenbeschwerden aufgeben.

Info: Commerzbank

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