Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Wettkampf > Interview1 > Thomas Hellriegel:
„Legenden habe ich in Roth keine gesehen!“

Thomas Hellriegel:
„Legenden habe ich in Roth keine gesehen!“

21. Juli 2011 von Christoph Steurenthaler

Thomas Hellriegel macht auch diese Saison seinem Spitznamen „Hell on wheels“ wieder alle Ehre. Bei seinen bisherigen Renneinsätzen war er in seiner Paradedisziplin immer vorne mit dabei. Und anders als noch letzte Saison, klappt es dieses Jahr auch wieder mit dem Laufen ganz gut. Kurz vor dem Ironman in Frankfurt hat er uns einige Fragen beantwortet.


Triathlon Anzeigen

Hallo Thomas, bist du in Hawaii-Form? Ist die Quali 2011 noch realistisch?

Ich werde jetzt erst mal Frankfurt machen. Mit Hawaii werde ich dann sehen. Ich weiß auch nicht genau, wie der Quali-Modus ist (für Ex-Champs).

Was hat sich für dich im Training verändert in 20 Jahren Hochleistungssport?

Bei mir im Training hat sich in den letzten Jahren kaum etwas verändert. Außer vielleicht, dass ich die Laufumfänge verletzungsbedingt oft nicht schaffe und dass man(n) versucht, doch etwas vernünftiger zu trainieren und nicht so viel mit der Brechstange …

Wann sehen wir den Trainer Hellriegel? Die Lizenz hast du ja gerade gemacht.

Der Trainerschein war eine gute Erfahrung, aber so lange ich noch selbst aktiv bin habe ich kaum Zeit, andere zu trainieren.

Hast du das Rennen der Legenden in Roth verfolgt und wie groß war die Wehmut nicht dabei zu sein?

Legenden habe ich keine gesehen. Das sind für mich Mark Allen und Dave Scott mit jeweils 6 Siegen auf Hawaii. Aber die Wetterbedingungen waren sehr gut. Morgens auch nicht zu kalt und wenig Wind. Wäre da gerne noch mal eine schnelle Radzeit gefahren …

Wie beurteilst du die derzeitige Rekord-Entwicklung auf der Langdistanz-Strecke?

Naja, in Österreich war die Strecke eben etwas kurz (Laufen max. 40,7 km GPS) – so kann man auch Rekorde machen. Das ist jedenfalls schlecht für den Sport. Auch der Athlet weiß natürlich, was er kann und was er nicht kann und kommt in Erkärungsnot. Das wird für Marino echt schwer auf Hawaii. In Roth hat man wirklich eine neue Dimension gesehen. Noch nie konnte jemand nach so schnellem Radfahren auch noch so schnell Laufen! Van Lierde ist ja damals nur etwas unter 4:30h geradelt, dafür allerdings 2:36h gelaufen. Und Chrisse – sie ist die Beste und es tut mir leid, wenn ich das sagen muss – aber sie ist im Männerpulk mitgerollt! Sie wird Hawaii gewinnen, aber eben deutlich langsamer.

Vielen Dank für das Gespräch.

Fotos: Ingo Kutsche – www.sportfotografie.biz

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden