Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Test & Produktinfo > Schwimmequipment > Test: xterra Vendetta –
Sehr flexible Luftmatratze

Test: xterra Vendetta –
Sehr flexible Luftmatratze

9. Juni 2008 von Christian Friedrich

Etwas unscheinbar wirkt der Vendetta, der Topanzug von xterra auf den ersten Blick schon. Nur der xterra Aufdruck auf der Brust ist ein kleiner Farbtupfer. Was in aber auszeichnet. Sehr flexibles Neopren am Oberkörper und sehr viel Auftrieb. Wir haben ihn testgeschwommen.


Triathlon Anzeigen

Was als erstes auffällt
Wer den Anzug bereits in die Hand nimmt spürt sofort das extrem flexible 40er Neoprenmaterial, das komplett im Oberkörperbereich verwendet wurde. Vorsicht beim Anziehen ist geboten. Auffällig sind auch die eingeschlossenen Luftblasen im Bereich der Brustplatte und an den Oberschenkeln. Dieses Feature kennt man auch schon so ähnlich vom Orca Apex II.

Vorgeformt, flexibel und jede Menge Auftrieb
Die Arme sind vorgeformt über mehrere Neoprenteile – 17 an der Zahl. Durch das flexible und auch dünne Neopren ist das Schwimmgefühl sehr leicht. Ein Widerstand beim Armzug ist fast kaum zu spüren. Ein quasi technisch schönes und ökonomisches Schwimmen – also mit Ellenbogen nach oben – ist möglich. In vielen Neos führen die Schwimmer gerade in der letzten Phase die Arme eher mehr gestreckt nach vorne auf Grund des Widerstandes des Materials.

Luftige Luftblasen
Im dickeren Brustbereich beginnt die mit Luftgasblässchen (xterra nennt es Airdome Cell) durchsetzte Brustplatte, die sich bis zu den Fußenden durchzieht und einen wahren Luftmatratzeneffekt garantiert – ins Wasser springen und die Beine liegen förmlich auf der Wasseroberfläche. Der Kragen ist ebenfalls weich und verhindert durch eine runde Kante ein störendes Scheuern im Halsbereich. Nach über einer Stunde des Testschwimmens keine Scheuerstellen am Hals – ohne irgendwelche Salben oder Bodyglide-Tuben.

Wasserabweisend
In der Wechselzone ist der Anzug schnell ausgezogen, das Innenmaterial rutscht quasi von alleine vom Körper. Auch wohl dadurch, weil es wasserabweisend sein soll. So soll kein Wasser den Anzug im Laufe der Schwimmsession schwerer machen.

Der Rest ist klassisch
Der Reißverschluss geht von oben nach unten auf. Alle Nähte machen einen sehr ordentlich verarbeiteten und festen Eindruck. Optisch ist der xterra Vendetta weniger farblich gestaltet als mancher Konkurrent. Mehr Farbe hat der Vendetta aber auch nicht nötig. Ein Understatement von xterra. Funktion zählt, Optik ist nicht alles.

FOTOSTRECKE

xterra Vendetta

Fazit
Wer es sehr flexible im Armbereich mag und den absoluten Auftrieb im Oberkörper und an den Beinen will, für den ist der xterra Vendetta ein echtes Muss. 600 Euro sind allerdings auch kein Pappenstiel für einen Neoprenanzug. Durch das flexible und dehnfähige Neopren sollte der Vendetta eher eine Nummer kleiner ausgewählt werden, damit der Anzug auch sitzt. Der Testperson passt bei 65kg und 176cm ein XS-Modell.

Eine Alternative ist hier der Helix von Blueseventy, der ähnlich, aber nicht ganz so weich und flexibel im Schulter- und Armbereich ist und auch nicht den gleichen Auftrieb bietet. Er ist aber günstiger.

Preis: etwa 600 Euro
Info: xterra
xterra Vendetta im Shop

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden