Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Material > Radfahren1 > Test: Tacx Bushido –
Ganz ohne Strom
Tags: ,

Test: Tacx Bushido –
Ganz ohne Strom

16. März 2010 von Christian Friedrich

Tacx BushidoEine Rollentrainer der seinen Strom selber erzeugt und somit eine Steckdose überflüssig macht. Der Taxc Bushido hat aber noch ganz andere Besonderheiten, die wir Euch hier in diesem Test vorstellen wollen.


Triathlon Anzeigen

Aufbau: Ikea lässt grüßen
Viel zu schreiben gibt es zum Aufbau des Bushido nicht. Die Bremssystemrolle ist mit zwei Schrauben und dem beigelegten Imbus in windeseilig montiert. Dabei ist nur zu beachten das die richtige Rasterung gewählt wird, die abhängig vom gefahrenen Reifenumfang gewählt werden muss. Das war´s. Die Rollensession kann beginnen.

Bedienung: Mit Bordcomputer
Das Fahrrad in die Rolle zu bekommen ist schnell erledigt und kinderleicht. Einfach den normalen Schnellspanner gegen den speziellen mitgelierferten Schnellspanner austauschen, das Hinterrad festgenug einspannen und die Rollen nach oben an den Reifen drücken. Jetzt noch den Computer an den Oberlenker mit dem Schnellverschluss befestigen und los kann die Session gehen. Okay, zu Anfang müssen am Computer einige Daten wie Fahrergewicht oder Alter und Größe eingegeben werden, aber danach kann es gleich losgehen.

Speziell zum Bordcomputer hat Tester Martin folgende Anmerkung
Negativ finde ich die Tasten auf dem Monitor. Die sind sehr empfindlich. Man muss die Tasten nur kurz berühren und der Computer reagiert bereits. Ich meine nicht draufdrücken, sondern nur mal berühren. Besonders ärgerlich ist das, wenn Schweiß auf die Tasten kommt/fällt. Hat man den Monitor am Lenker montiert, liegt der Monitor fast genau unter dem Kopf. Somit verirren sich früher oder später dort auch Schweißtropfen. Wenn Schweißtropfen auf eine Taste kommen, ist es so als ob man eine Taste gedrückt hält. Ist ein bisschen unglücklich gelöst und ärgerlich.

Kalibrieren ist genauer
Wer die ausgerechnete Wattanzeige genauer haben will, der sollte sich die Zeit nehmen und die Kalibrierfunktion nutzen. Hat man einmal die Reihenfolge der Bedientasten raus geht alles sehr zügig von der Hand. Und die Wattanzeige stimmt bei korrekter Kalibrierung mit der echt getretenen überein. Wir hatten im Test kaum nennenswerte Abweichungen. Und auch die Trittfrequenz wird optimal angezeigt.

Lautstärke: Brumm, brumm
Laut ist die Tacx Bushido nicht, ganz im Gegenteil, mit dem richtigen möglichst Profillosen Reifen ist das Fahrgeräusch mietwohnungstauglich. Allerdings erzeugt die Rolle eine tiefen Brummton der mit steigender Geschwindigkeit in der ein oder anderen Wohnung den Boden zum Vibrieren bringen kann. Man sollte also seinen Nachbarn, sofern man unter sich einen hat, gut kennen. Auch hat die Bushidorolle einen Lüfter eingebaut, der nach einiger Zeit anspringt um das System zu kühlen, allerdings ist er bei der Geräuschentwicklung zu vernachlässigen.

Optional: Ausbaufähig
Auch schon ohne Zusatzmaterial ist die Bushidorolle mehr als nur eine einfache Rolle. Wer aber das Medium Internet nutzen möchte und sein Notebook oder den PC etwas mit einbeziehen möchte der kann gegen einen Obolus von 150 Euro das Internet-Kit kaufen und so seine Rollensession mit anderem im weltweitem Netz teilen.

Tester Martin zu den optinalen Features
Ich habe im Sommer mit meinem Handy eine Fahrt mitgetrackt. Diese kann ich nun am Bushido mit Google Earth nachfahren und ich sehe die Strecke am Notebookdisplay. Das ist schon cool. Aber ob man es braucht? Auf jeden Fall hat das Ding sehr viele „Spielmöglichkeiten“. Schon interessant.

[display_podcast]

Tester Martin meint
Die Bushido funktioniert sogar mit meinem Polarbrustgurt (kein W.I.N.D., kompatibel zu Polar S710i), obwohl der Hersteller sagt, Bushido funktioniert nur mit dem mitgelieferten Gurt und Gurten von Garmin.

Ich hatte zuerst eine Trittfrequenzsender am Rad. Dieser hat sich aber mit dem HF-Brustgurt und somit mit der Herzfrequenz auf dem Monitor des Bushidos überlagert. Ich bin drauf gekommen, dass wenn ich nicht getreten habe, der Puls richtig angezeigt wurde, sobald ich los fuhr und mein Puls höher ging, der Puls viel zu hoch war. Kann aber sein, dass dieses Phänomen mit einem Bushido oder Garmin-Pulsgurt nicht auftritt.

Den Monitor muss man schon am Lenker montiert haben bzw. darf nicht so weit vom Brustgurt weg sein, sonst zeigt er den Puls nicht richtig an. Kann natürlich mit Bushido/Garmin-Gurt funktionieren. Aber den Monitor hat man ja schon auf dem Lenker montiert. Also kein Problem.

Fazit
Einfach, ohne Schnickschnack und sehr flexibel. Wer die elektronischen Features auch an Orten ohne Strom geniessen will, der liegt mit der Bushido von Taxc genau richtig. Der Preis ist allerdings nicht ohne. Wer aber früher oder später für die Kurzweiligkeit Videos oder Internet einbinden will liegt mit dieser Rolle genau richtig.

Tacx Bushido im Shop

Alternative(n)
Ohne Strom, aber auch ohne Wattanzeige und all die anderen Vorzüge der Bushido, dafür aber wesentlich günstiger ist die Elite Crono Power Fluid.

Test: Elite Crono Power Fluid

Plusminus
+Einfacher Aufbau
+Keine Steckdose notwendig
+Wenn kalibriert, sehr genaue Wattanzeige
+Trittfrequenz anzeige
– Computertasten sind sehr sensibel
– Seitenteil am Bremsystem fiel ab

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden