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Mit Schönheitsfehler

Test: Pearl Izumi Tri Fly II –
Mit Schönheitsfehler

22. März 2008 von Christian Friedrich

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Der Pearl Izumi Tri Fly II Triathlonradschuh soll leicht sein und auch mit seinen anderen Details im Wettkampf den entscheidenden Vorteil bringen. Wir haben ihn mal genauer beleuchtet und neben Licht auch kleine Schatten gefunden.


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Die Oberfläche des Tri Fly II besteht aus glattem Kunststoff und Mesheinsätzen mit rot-weißem Dekor. Der Schuh macht einen robusten festen und gut verarbeiteten Eindruck. Das Luftloch im vorderen Bereich der Sohle ist mit einer Art Membran-Gitter geschlossen und nicht wie zum Beispiel bei Shimanoschuhen auch im Innenschuh durchgängig sichtbar. Und es ist nur ein Belüftungsloch, Wasser läuft dadurch nicht ab.

Doppelt hält besser
Der 242 Gramm leichte Schuh (Größe 43) wird mit zwei Klettverschlüssen verschlossen, wobei der vordere Verschluss im Wettkampfeinsatz auch bereits geschlossen sein kann, ohne das es Probleme gibt in den Schuh zu schlüpfen. Die obere Klettlasche ist ausreichend groß und lässt im geschlossenen Zustand den Tri Fly II fest am Fuß sitzen. Übrigens fallen die Schuhe klein aus: Größe 43 war genau richtig für die eher breiteren Testerfüße (Asics 42, Shimano 42).

FOTOSTRECKE

Pearl Izumi Tri Fly II

Entweder zu lang oder zu kurz
Bei der kleinen Lasche ist das Klettgegenstück am Schuh etwas kurz geraden, so dass die Lasche nicht optimal am Schuh anliegt und gegebenenfalls bei jeder Kurbelumdrehung quasi leicht hängen bleibt. Mehr Klett, wie bei der großen Lasche wäre hier besser gewesen.

Im Gegensatz dazu ist die große Lasche so lang, das Du sie beim Schließvorgang sehr weit um den Schuh führen musst. Hier ist aber ausreichend Klett am Schuh vorhanden – es schlappert nichts.

Die Fersenschlaufe ist ausreichend groß und griffig, so dass Du in der Wettkampfhektik, den Fuß schnell und einfach in den Karbontreter bekommst.

Gut belüftet
Der Tri Fly II hat keine große Lasche oder Zunge, die sich um den Fuß legt, so dass ein schmaler Streifen frei bleibt (siehe Foto). An warmen Tagen etwas mehr Belüftung, wer aber auch an kühleren Tagen beziehungsweise im Training damit fährt braucht je nach Empfinden, öfter mal Neoprenkappen über die Schuhe.

Längere Schrauben nötig
Bei unserem Paar waren die Standardschrauben (9 mm), die bei den Shimano SPL-SL-Schuhplatten dabei liegen bei vier der sechs Schraubgewinde in der Schuhsohle zu kurz, da diese recht tief versenkt liegen. Mit 13 Millimeter Senkkopfschrauben, die aber beim Tri Fly II mitgeliefert werden, klappte es besser.

Der Schuheinlage wurden jede Menge Luftlöcher verpasst und an der Pedalplattenstelle ist eine minimale Verdickung.

Fazit
Der Pearl Izumi Tri Fly II mit Carbonsohle ist ein leichter gut verarbeiteter und belüfteter Triathlonradschuh. Für den kleinen Verschluss fehlt etwas mehr Klett am Schuh und die Gewinde sind gegebenenfalls zu tief versenkt, aber passende Schrauben liegen bei. Barfuss auch länger Strecken sind kein Problem, allerdings für kühlere Tage könnte die bewusst fehlende Schuhzunge für schneller kalte Füße sorgen.

Preis: etwa 200 Euro

Direkt zum Pearl Izumi Tri Fly II

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