Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Test & Produktinfo > Laufequipment > Test: Nike LunaRacer –
Schwerelos über den Asphalt

Test: Nike LunaRacer –
Schwerelos über den Asphalt

12. August 2008 von Christian Friedrich

Mit dem neongelben Design sieht er sehr popig aus. Die Kunststoffoberfläche lässt ihn „kalt“ und insgesamt sehr nach Plastikschuh aussehen. Wir sind mir dem Lunaracer mal ein paar Kilometer gelaufen und wollen Euch davon berichten.


Triathlon Anzeigen

Die Lasche des schmal geschnittenen Schuhs ist verhältnismäßig kurz und angenehm leicht gepolstert über dem Fußrücken. Die spezielle Lunarlite Sohle ist spürbar weich und das vor allem im Sohlen-Fersenbereich. Wer nicht Vorfuß läuft und über die Ferse abrollt „versinkt“ quasi in der Sohle. Den „Rückfedereffekt“ den die Sohle des Lunaracer bieten sollte konnten wir so nicht bei unseren Testläufen feststellen.

Auch im Vorfußbereich ist die Schuhsohle deutlich weicher als bei vergleichbar leichten Laufschuhen. Wer es aber gerade hier sehr direkt mag und gerne den Asphalt und den Füßen spürt wird den Nikeschuh nicht mögen. Aber: Im Training macht der weiche Leichte durchaus Spaß.

FOTOSTRECKE

Nike Lunaracer

Mit 162 Gramm pro Schuh ist er schon ein Leichtgewicht. Der immerhin schon sehr leichte Saucony Type A2 bringt es hier zum Vergleich auf 182 Gramm. Das leichte Gewicht des Lunaracer kommt zum einen durch die leichte geschäumte Lunasohle und zum anderen durch sein hauchdünnes Obermaterial zustande. Besonders feste Flywire-Fäden sollen vor allem im mittleren Teil und im Fersenbereich, dem Fuß im Schuh mehr Halt geben.

Tester Sven meint dazu:

Ich habe ihn bei einigen Rennen über die OIympische Distanz und bei einem Halbmarathon getestet. Ein echter Superschuh. Allerdings hat er eine zu hohe Ferse und nach zehn Kilometern blute ich immer wie eine der Schwestern von Aschenputtel.

Der auf Wettkampf getrimmte Schuh hat keine Stützen eingebaut und ist somit vor allem für Neutralschuhläufer gedacht. Für uns Triathleten noch interessant: Der Lunaracer lässt sich auch barfuss laufen und mit Schnellschnürsystemen nachrüsten, aber die sehr kurze und somit schwer zu fassende Lasche disqualifiziert den Schuh eigentlich für einen schnellen und einfachen Wechsel.

Der Nike Lunaracer ist für 130 Euro zu haben.

Fazit
Wer es gerne etwas weicher mag und trotzdem einen leichten Schuh am Fuß haben möchte, könnte am Nike Lunaracer gefallen finden. Wer aber gerade im Wettkampf den direkten Bodenkontakt haben will, sollte sich anderweitig umschauen.

Alternative
Soll es für den Wettkampf eine echte Rennsemmel sein, dann könntest Du auch kann alternativ zum Saucony Type A2 greifen. Der 20 Gramm schwerere Laufschuh ist wesentlich härter im Sohlenaufbau, gut belüftet und bietet sogar eine Drainage in der Sohle, damit Wasser aus dem Schuh abfließen kann. Mit 110 Euro ist er zudem noch etwas günstiger.

Info: Nike

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden