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Wasser marsch

Test: Lazer Tardiz –
Wasser marsch

24. April 2010 von Christian Friedrich

Lazer Tardiz

Wasser über den Kopf zu schütten ist bei einem Aerohelm eigentlich nicht vorgesehen. Aber für den Triathlon-Aerohelm muss man neue Wege gehen. Lazer haben mit dem Tardiz auf die speziellen Bedürfnisse der Dreikämpfer reagiert.


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Verarbeitung: Sauber und ordentlich
Die Verarbeitung ist top und hat uns sehr gut gefallen. Der Helm besteht aus einer der Aeroform bestehenden Helmschale mit zwei verschiedenen Oberflächen – oben glatt und nach hinten hin mit Dimples/Grübchen wie man sie so ähnlich von den Zeitfahrlaufrädern von Zipp kennt. Die Funktion vor allem bei einem Aerohelm ist fraglich, für die Optik machen sie aber was her.

Besonderheiten: Wasser marsch
Speziell ist die Öffnung oben am Helm, über die Wasser in den Helm geleitet werden kann. Bei Wettkämpfen mit viel Sonne und Hitze ein sehr praktisches Merkmal. Über ein Innengeflecht wird dabei außerdem das Wasser im Helm etwas verteilt – was im Praxistest gut funktioniert hat. Bei Rennen, in denen Wasserkühlung keine Rolle spielt, kann ein Pfropfen auf das Loch gesetzt werden – dann ist der Tardiz auch noch einen Tick aerodynamischer.

FOTOSTRECKE

Lazer Tardiz

Passform: Sitzt einfach angenehm
Der Tardiz Helm sitzt sehr angenehm am Kopf und kann durch eine außenliegende Verstellschraube spielend leicht verändert werden. Auch größere Köpfe passen bereits in Größe M hinein, allerdings soll es auch L als Auswahl geben für Kopfumfänge bis 61 Zentimeter?

Brillenkompatibel

Schade das es für den Tardiz keine Visieroption gibt, allerdings wurde uns mitgeteilt das für 2011 eines in Planung ist. Vorteil aber vom Tardiz: Normalerweise setzt man in der Wechselzone zuerst den Aerohelm und dann die Brille auf, beim Tardiz geht es bei vielen Brillen auch umgekehrt, beziehungsweise lässt sich der Helm auch absetzen ohne die Brille von der Nase zu nehmen. Auch breitere Brillengestelle sollten im Lazer Aerohelm platz finden.

Lazer Tardiz HelmpositionWettkampf und Wechselzeit
Im Wettkampf, wenn es heiß hergeht ist das Wassereinlassloch im oberen Teil sehr praktisch und sinnvoll. Aber auch so sorgt der Tardiz mit seinen Belüftungsschlitzen für einen kühleren Kopf. Er ist schnell auf- und abgezogen und selbst in der Wettkampfhektik schnell angepasst auch während der Fahrt. Wenn nötig lassen sich die flexiblen Seitenteile an den Ohren noch zur Seite biegen – vorgesehen sind sie dafür.

Zudem soll der Helm bei nicht optimaler Kopfhaltung nur geringfügig schlechtere aerodynamische Werte liefern (siehe Bild rechts). Da der Helm nach hinten hin etwas weiter nach unten zeigt, schließt er auch beim Blick nach unten gut mit dem Rückenansatz ab. Dazu schrieb uns Christopher T. Smith von Lazer Sports

Our testing data has shown that there is only a 4.3 % performance loss when a rider is using the Lazer Tardiz helmet in the less efficient “head down” position versus the optimal “head up” position.

Fazit
Wird es ein Hitzerennen, dann ist der Lazer Tardiz eine gute Wahl. Der Helm ist gerade für Triathleten, die neben der Aerodynamik auch an die Kopfkühlung denken müssen, eine echte Alternative. Zwei Farbmöglichkeiten (schwarz oder weiß) werden von Lazer angeboten.

Preis: etwa 190 Euro

Lazer Tardiz im Shop

Alternative
Wer ein Visier haben will, der sollte sich den mit etwa 180 Euro preislich fast gleichen Louis Garneau Superleggera anschauen. Er passt auch auf große Köpfe, ist aber nicht so schön verarbeitet wie der Tardiz.

Louis Garneau Superleggera im Shop

Plusminus
+ Sehr wertige Verarbeitung
+ Auch für größer Köpfe geeignet
+ Außenliegender Drehverschluss für sehr gute Passform
+ Schnell in der Wechselzone auf- und abgesetzt
– Kein Visier, auch nicht optional

Helm: Lazer Tardiz
Größen: XXS – M (52-57) / L (58-61)
Gewicht Hersteller/gemessen: 395 / 388
Verstellsystem: Drehverschluss
Länge: 37cm
Visier: nein / voraussichtlich 2011
Belüftung: 3 vorne / 3 hinten / 1 oben
Farben: weiß, schwarz
Normen: CE, CPSC, AS
Preis: etwa 190 Euro

Info: Lazer

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