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Swimrun Veranstaltungen in Deutschland: Mit Neo über Stock und Stein

19. April 2016 von Christine Waitz

Tourismus Zell am See KapruSwim&Run war gestern. Heute ist Swimrun. Der Trend in Sachen Ausdauersport und Teamwettkampf kommt aus Schweden und hält nun auch Einzug in Deutschland. Was hinter der Kombination aus Schwimmen und Laufen steckt, warum ihr ausnahmsweise sogar eueren Pullbuoy nutzen solltet und wo ihr Rennen findet, das erfahrt ihr hier.


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Zugegeben, etwas merkwürdig sieht es schon aus, wenn Zweierteams über Küsten-Stock-und-Stein und durch das Wasser hetzen. Versucht man andernorts mit so wenig Material wie möglich unterwegs zu sein, ist das beim Swimrun anders. Neopren-Shorty und Laufschuhe gehören zur Standardausrüstung. Dazu kommen Auftriebshilfen wie Pullbuoy und Vortriebshilfen wie Paddles. Ganz schön verrückt, oder?

Swimrun ist Schweden zu Hause. Ö-TILL-Ö heißt die Mutter aller Swimruns. Aus der Idee von Insel zu Insel zu gelangen entwuchs nicht nur der Name der Veranstaltung, sondern eben auch das Rennen. Beeindruckende 75 Kilometer gilt es zwischen Utö und Sandhamn zurückzulegen. Zehn davon im Wasser, zwischendrin werden 26 Inseln überquert. 2016 feiert die Veranstaltung ihr zehnjähriges Jubiläum und findet mittlerweile nicht nur zahlreiche Anhänger, sondern auch Renn-Ableger.

Am 5. September 2016 stehen in diesem Jahr die 65 Kilometer Laufen auf Insel-Trails, rutschigen Felsen und unwegigem Gelände sowie die zehn Kilometer Schwimmen im kalten Wasser der Ostsee auf dem Programm. Qualifikations-Rennen gibt es mittlerweile auf der ganzen Welt.

(Fast) alles, was schnell macht

Wer sich nun auf den Wettkampf im Zweierteam einlassen will, der sollte einige Dinge beachten. Zunächst braucht ihr einen verlässlichen Partner. Teamarbeit wird bei den Veranstaltungen nämlich groß geschrieben. Egal ob schieben, ziehen, stützen – im Team ist man einfach schneller. Das geht so weit, dass man sich sogar mit einem „Abschleppseil“ verbinden dürfte.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an speziellen Neoprenanzügen. Kurze Arme und Beine für maximale Bewegungsfreiheit und viel Auftrieb. Auch anderweitige Unterstützung ist erlaubt. Pullbuoy und Paddles gehören schon zum guten Ton. Theoretisch könnte man sogar zwischen Laufschuhen und Flossen wechseln. Dass diese ungewohnte Belastung ein spezielles Training erfordert, das scheint logisch. Vor allem auch, da das Gelände, durch das die Rennen führen, nicht selten unwegsam ist.

Neugierig geworden? Wir stellen euch einige dieser Rennen vor.

Swimrun Rheinsberg

Im brandenburgischen Rheinsberg fiebert man dem ersten Swimrun entgegen. Am 10. Juli 2016 findet die Erstauflage statt. Unter idealen Bedingungen, wie die Veranstalter versichern. Passend zum ursprünglichen und Natur-wilden Motto der Swimruns findet der erste Swimrun Rheinsberg im Naturpark Stechlin-Ruppin statt. Zahlreiche Seen bieten eine perfekte Umgebung für das Rennen. Entscheiden kann man sich zwischen der 19 oder der neun Kilometer langen Variante. Dabei werden jeweils zwei, beziehungsweise ein Kilometer im Wasser zurück gelegt. Die lange Hauptstrecke startet in Flecken-Zechlin, führt durch vier Seen und endet am Maritim Hafenhotel Rheinsberg. Bei gleichem Ziel startet die kürzere Distanz in Warenthin und führt durch den großen Rheinsberger und den Grienericksee.

Wer bei Wassertemperaturen zwischen 19,2 und 21,8 Grad lieber nur zu Fuß unterwegs ist, kann auch den 19 Kilometer langen Lauf mitmachen.

Einen kleinen Vorgeschmack gibt es im Video.

Zur Website der Veranstaltung.

Für Ambitionierte mit WM-Quali-Chance: Der Ötillö Swimrun 1.000 Lakes am Sonntag, 23. Oktober 2016

45 Kilometer und 14 Schwimmpassagen von insgesamt zehn Kilometern Länge – das sind die Qualifikations-Anforderungen für diejenigen, die zur Ötillö WM wollen. Am Sonntag, den 23. Oktober 2016 geht es erneut in Rheinsberg um Qualifikationsplätze. Das sommerliche Grün wird dann schon dem Herbstlichen Bunt gewichen sein. Die Herausforderung jedoch bleibt.

Die acht besten Teams des Ötillö Swimrun 1.000 Lakes qualifizieren sich für die Ötillö Swimrun-Weltmeisterschaft 2017 in Schweden: Drei Herren-, zwei Damen- und drei Mixed-Teams.

Zur Website der Veranstaltung.

Swimrun Allgäu

Eine weitere Erstauflage erwartet Abenteuersuchende im Allgäu. Die Strecke des Swimrun Allgäu startet und endet in Oy. Im Verlauf geht es durch den Rottachsee, um das Burgkranzegger Horn herum und zum Grüntensee. Dabei gilt es 23,5 Kilometer zurückzulegen – dreieinhalb im Wasser, 20 per Pedes. Verteilt auf sechs Schwimm- und sieben Laufabschnitte. Als ob das noch nicht genug wäre, sind noch 560 Höhenmeter zu überwinden.

Zur Website der Veranstaltung.

Foto: triathlon.de

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