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Verpflegung im Wettkampf: Organisation & Ausstattung

Heute mal wieder ein praktischer Blog  als Antwort auf eine der meist gestellten Fragen meiner Athleten, die lautet „Wie verpflegst du dich im Rennen,  ohne auf die vom Veranstalter angebotene Ernährung zurückgreifen zu müssen?“

Vorneweg sei gesagt: Auf dem Rad ist es natürlich wesentlich einfacher als beim Laufen, denn das funktioniert eigentlich komplett mit nur einer Flasche am Rahmen, einem Trinksystem vorne am Lenker und vielleicht noch einer kleinen Tasche am Rahmen.

So geht`s …

Die Flasche am Rahmen ist dabei das Herzstück meiner Verpflegung, denn da steckt bei mir die komplette Energie für 5-7 Stunden Radfahren je nach Rennen drin. Da ich mich fast ausschließlich flüssig ernähre, drücke ich genau die Gelmenge, die ich für die angestrebte Radzeit brauche in die Flasche.

Auf Grund meiner Fruktoseintoleranz gebe ich statt Kohlenhydraten Traubenzucker dazu, den ich auch einfach mit in die Flasche mische. Und weil ich es geschmacklich gerne mag und weil es noch ein paar Mineralien ergänzt, kommen noch 2 Löffel Bexaline Isopulver mit in die Flasche. Wasser drauf und GUT SCHÜTTELN (auch morgens vor dem Start noch einmal) und fertig ist die Energiebombe.

Wasser von den Verpflegungsstellen

Ich gebe dann vor jeder Verpflegungsstelle die Menge, die ich pro ¾ Liter Wasser aufnehmen kann in mein Trinksystem, gieße das gereichte Wasser drauf, blase einmal in den Trinkschlauch und fertig ist die Mischung für die nächste Stunde. Durch Markierungen an der Flasche, weiß ich genau, wie viel ich pro Flasche oder pro Stunde verbrauchen muss.

Der Vorteil für mich: Ich hab immer meine eigene Verpflegung und genau meine Mischung dabei und muss während des Wettkampfs keine Gels öffnen und mir zudem auch nicht überlegen, was ich mit dem Müll mache. Noch dazu brauche ich am Rahmen nur eine Flasche. Wenn das Wetter vor dem Rennen unsicher ist, nehme ich immer noch zusätzlich eine weitere Wasserflasche, um auch zwischen den Versorgungsstationen die Konzentration meines Getränks regulieren zu können.

Riegel, Gels & Salztabletten

Braucht man feste Nahrung dazu und möchte auch die selbst mitbringen, bietet sich dafür eine kleine Tasche am Rahmen an. In meiner befinden sich dort nur 1-2 „Notgels“ , falls es mal länger dauert, meine Salztabletten und – ich gestehe wieder einmal – beim Norseman 2011 war noch ein Schokoriegel (falls es einmal doch noch länger dauert) drin.

Die Ruhe die sich durch diese einfach Art und Weise der Verpflegung ergibt und auch die Sicherheit, dass ich im richtigen Mischverhältnis mit Wasser und Kohlenhydraten versorgt werden, machen enorm Energie frei – und die kann am Tag X ja für gewöhnlich nicht zu viel sein.

Verpflegung beim Laufen

Beim Laufen wird es dann ein wenig schwieriger, vor allem wenn man wie ich, nicht gern irgendwelche Sachen mit sich herumträgt. Gut schon mal, dass normalerweise der Magen beim Laufen durch die aufrechte Position (beim Radfahren wird der Magen stark zusammengequetscht) besser arbeiten kann. Irrtümlicherweise denken viele, dass sie Probleme mit dem Magen eher beim Laufen bekommen, meist sind das aber die Folgen der schwierigen Versorgung auf dem Rad.

Beim Lauf kann ich auch damit leben, wenn ich mal zu einem Gel greife, das ich normalerweise nicht nehmen würde und auch mal an der Verpflegungsstelle Cola nehme. Auch die Salztabletten schaffen eine gewisse Beruhigung des Magens, wenn nicht alles ideal läuft.

Es macht auch immer Sinn die Regularien gut durchzulesen, denn bei vielen Rennen ist es erlaubt, dass man am Ende der Verpflegungsstation von einem Supporter  eigene Verpflegung gereicht bekommt. Wer also überhaupt nicht mit der offiziellen Versorgung klarkommt, muss sich für seine Freunde und Fans eine lukrative Belohnung einfallen lassen, damit diese den Support am Renntag übernehmen.

Das A und O ist aber auf jeden Fall grundsätzlich die Ernährung auf dem Rad. Steigt man mit unbelastetem Magen ab, dann ist etwas mehr Flexibilität beim Laufen normalerweise gegeben.

Wenn weder Supporter noch Verpflegung vom Veranstalter in Frage kommen, dann hilft übrigens nur noch eine Rückentasche oder ein Gürtel mit den Trinkflaschen.

Wie schon häufig rate ich – auch was die Ernährung im Rennen betrifft – testen, testen, testen! Und zwar bei langen Einheiten und bei qualitativen Einheiten, damit der Magen auch ähnlich gefordert ist.

Eure Susa

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