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Susa live vom Challenge Fuerteventura

Ich unterbreche heute meine Blogserie zum Thema „Regenration“, um den heutigen Blog dem Challenge Fuerteventura zu widmen. Ich befinde mich zwischen dem vierten und fünften Trainingslager-Camp, das wir betreuen und durfte die letzte Woche für Challenge Roth active und Hannes Hawaii Tours das Vorbereitungscamp zu diesem Wettkampf leiten.

Das Rennen über die Mitteldistanz auf der Kanareninsel Fuerteventura ging dieses Jahr in die zweite Runde und ist nach dem Challenge Wanaka das zweite Rennen der Challenge-Serie in dieser Saison. Die Startliste konnte sich sowohl im Männer-, als auch im Frauenfeld sehen lassen: So waren bei den Männern der Titelverteidiger vom letzten Jahr, Rasmus Henning,  der Vorjahres Dritte, Stephen Bayliss, Ex-Radprofi Massimo Cigana und Challenge Aarhus Sieger Rasmus „Pegasus“  Petraeus am Start, um nur einige Namen zu nennen.  Als stärkster deutscher Athlet mit großen Chancen auf eine vordere Platzierung war Per Bittner zu nennen.

Bei den Frauen zählten zu den Favoritinnen Emma Kate-Lidbury, Erika Csomor, Edith Niederfriniger so wie aus deutscher Sicht Daniela Sämmler. Ebenso wie bei Sämmler war man auch auf das Comeback von Bella Bayliss nach der Schwangerschaft gespannt.

Das Rennen zählt auf der Radstrecke mit zu den schwersten Mitteldistanzen im Triathlonzirkus, doch durften die Athleten gestern zumindest in Hinblick auf die sonst so extremen Windbedingungen der  Kanaren aufatmen.  Ganz  ohne Wind geht es hier aber so gut wie nie …

Das Sportresort Playitas bietet eine perfekte Lokation für das Triathlonrennen. Sportler sind hier auf Grund der Lage und der Infrastruktur ohnehin gut aufgehoben und immer willkommen.

Die Radstrecke hat es in sich

Hart, aber landschaftlich sehr schön ist die Radstrecke, die regelrecht dazu einlädt, sich bereits zu Beginn die Beine platt zu fahren. Nach 25 bis 30 welligen Kilometern folgt der härteste und steilste Anstieg der Strecke, gefolgt von nicht endenden wollenden langgezogenen Bergketten. Wenn aber die Beine auch weh tun, die Aussicht über das Meer und die Berge Fuerteventuras entschädigen auf jeden Fall für die Anstrengungen.

Zum Rennen

Um 8 Uhr fiel der Startschuss und es bildete sich schnell eine Spitzengruppe. Zu dritt kamen Petraeus, Henning und der Vorjahres Fünfte Daniel Halksworth aus dem Wasser. Henning und Halksworth sollten das Rennen bis zum Schluss diktieren. Der Däne konnte das Rennen für sich entscheiden und bestätigt damit nochmals seine sehr gute Form. Halksworth wurde hinter Henning  Zweiter und Per Bittner am Ende – nach gewohnt starker Laufleistung – Vierter hinter dem Spanier Victor Manuel Del Corral Morales.

Bei den Frauen konnte sich Emma Kate Lidbury bereits im Schwimmen deutlich von ihrer Konkurrenz absetzten und ihren Vorsprung im Verlauf des Rennens weiter ausbauen. Mit 4:30 min Vorsprung vor Daniela Sämmler vom Team Erdinger Alkoholfrei,  die zur Freude aller deutschen Zuschauer als Zweite vom Rad stieg, konnte Lidburg in die zweite Wechselzone einfahren. Sämmler zeigt ein tolles Comeback nach ihrer Schwangerschaft, konnte sich aber der laufstarken Athletinnen Lucy Gossage (3. Challenge Barncelona 2011), Eva Nyström und Erika Csomor nicht erwehren. Der fünfte Platz mit weniger als 3 Minuten Rückstand auf den zweiten Platz dürften sie aber versöhnlich stimmen.

Alle Ergebnisse

Mein persönliches Fazit

Gerne bin ich auch als Zuschauer an der Strecke unterwegs und ich muss sagen, ich hatte wieder einmal einen richtig guten Tag am Streckenrand. Die Athleten haben bis zum Schluss die Spannung hoch gehalten. Mein Fazit: Perfekte Lokation, sehr professionelle Organisation und tolles Flair, wofür wohl zum großen Teil das Veranstaltungsteam und die zahlreichen stets gutgelaunten Helfer verantwortlich waren. Würde ich mich um diese Jahreszeit schon wettkampfreif fühlen, wäre der Wettkampf auf jeden Fall ein Rennen auf meiner To-Do-Liste, da landschaftlich schön und auf jeden Fall anspruchsvoll und selektiv.

Daumen hoch … Eure Susa

Fotos: Foto: Miguel A. Jaen/Wenning

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