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Kompression – Eine Möglichkeit, besser zu regenerieren

Wie im letzten Blog angekündigt, beginnt mit diesem Blog eine kleine Serie zum Thema  „Regeneration“.

Regeneration ist ein Thema, mit dem ich mich schon seit Jahren ausgiebig beschäftige, da Training immer kompensiert werden muss und die Zeit zwischen den Einheiten mehr oder weniger effektiv genutzt werden kann.

Ich bin – wie die meisten Leser auch – voll berufstätig und muss daher das Training mit der täglichen Arbeit im Stehen oder im Sitzen verbinden. Das ist nicht immer ideal, denn besser wäre es natürlich, mit frischen Beinen unterwegs zu sein, aber der Sport kann eben nicht immer die Nummer 1 im Alltag sein.

In den ersten Jahren nach meiner Geschäftsgründung war es besonders heftig, da wir damals die Leistungsdiagnostik noch selbst durchgeführt haben. Das hieß häufig, erst einmal acht Stunden im Labor zu stehen, bevor es zum Training ging. Die Beine waren im Grunde immer platt und nicht mehr wirklich einsatzfähig. In diesen Zeiten hab ich begonnen, mit Kompression zu arbeiten,  im Wettkampf, aber viel wichtiger noch im Alltag – vor und nach dem Training.

Die Geschichte der Kompressionsstrümpfen ist nicht neu: sie wurden in den 50er Jahren zum ersten Mal von Ärzten produziert, um Schwellungen zu reduzieren und die Durchblutung zu verbessern. Seit einigen Jahren haben nun auch Sportler die Vorteile von Kompression entdeckt.

Die Haupteffekte von Kompression sollen bekanntermaßen die bessere Blutzirkulation und dadurch weniger Schwellungen der Extremitäten sein.

Ich selbst habe im Wettkampf eher den Vorteil gespürt, dass der Muskel „näher“ an das Bein gepresst wird und somit weniger Muskelschwingung auftritt. Die Konsequenz: Die Muskelstrukturen werden weniger geschädigt und somit hat man weniger Schmerzen während der Belastung und am Tag danach. ? Während des Rennens nutze ich nur Kompressionssocken für die Waden. Im Alltag trage ich jedoch auch Kompressionskleidung an den Beinen. Das fühlt sich an wie eine Art „Dauermassage“, was meine Erholung beziehungsweise die Qualität der folgenden Einheiten deutlich erhöht.

In bergigen Rennen verzichte ich allerdings auf Kompression – denn dann ist mir der Druck, der sich bei Anstiegen aufbaut zu groß. Aber das ist eine sehr individuelle Geschichte, die jeder selbst ausprobieren sollte.

In Kombination mit einer Eistherapie kann man die Wirkung von Kompression zudem noch verstärken. Das geht, indem man Kompressionskleidung mit Eispacks kombiniert. Seit vielen Jahren wird Eis im Hochleistungssport und in der Rehabilitation eingesetzt: Es verengt die Blutgefäße und verhindert so, dass sich Flüssigkeit im Gewebe sammelt und reduziert so Schwellungen und Entzündungen. Die Kombination Kompression und Eis erhöht diese Effekte deutlich. Aber Vorsicht: es wird wirklich kalt! Daran musste ich mich auch erst einmal gewöhnen.

Generell empfehle ich jedem, nicht nur Zeit fürs Training zu investieren, sondern vor allem auch die Zeit zwischen den Einheiten effektiv zu gestalten. Der Tag hat 24 Stunden und je mehr wir trainieren oder arbeiten, desto weniger Zeit bleibt für Erholung.

Das heißt im Klartext: je höher die Trainingsumfänge und die Intensität werden, desto kürzer wird die Regenerationszeit, aber um so wichtiger wird die Erholung.

Man kann also nicht nur professionell trainieren, sondern auch regenerieren! Heute hab ich eine Möglichkeit vorgestellt, die Erholung zu beschleunigen, in den nächsten Wochen folgen weitere. Für mich gehört all dies – genauso wie regelmäßige Besuche beim Masseur oder Physiotherapeuten –  zum Alltag eines Sportlers. Genauso wie gutes Training!

So long …

Eure Sus

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