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Survive the desert: Ein Extremlauf durch die Wüste

18. Juni 2015 von Christine Waitz

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Tag 5 

Es ist gegen 00.00 Uhr als  wir unsanft geweckt werden. Mein Blick richtet sich gegen einen Lichtkegel und ich sehe nichts. Erst im zweiten Blick erkenne ich die Polizisten mit gezogenen Waffen um das Auto positioniert. Es erschien ihnen wohl etwas fragwürdig, warum dort ein Auto parkt und eine Person im bzw. neben dem Auto liegt. Erst nach einigen Minuten konnten wir die Situation aufklären und wurden wieder in ein freundliches Gespräch verwickelt. Nach dem Abzug der Beamten konnten wir noch drei Stündchen schlafen ehe der Tag beginnen musste. Das Ziel war heute klar… die Grenze nach Bolivien. Die Strecke ist jetzt schon etwas entspannter, denn die Anstiege werden weniger, da der höchste Punkt mit 4700 Metern bereits hinter uns liegt. Die Strecke ist jetzt etwas ebener, wenn auch noch immer mit Auf- und Abstiegen verbunden.
Die Kilometer vergehen heute etwas schneller, da es mit der Grenze ein großes Etappenziel gibt, welches ich unbedingt erreichen wollte. Es wird keine Zeit verschwendet.

Steven Rau , einmalig

Gegen 19.00 Uhr erreichen wir an diesem Abend den Grenzort Colchane. Es heißt hier noch ein letztes Mal viele Einzelheiten zu besprechen und noch ein letztes Mal das gesamte Gepäck nach unnötigem Ballast zu überprüfen. Denn mit diesem Punkt ist zwar ein großes Ziel erreicht und es liegen damit bereits 234 Kilometer hinter mir aber es heißt auch, dass  von nun an der gemeinsame Weg endet. Da wir einen Mietwagen als Begleitfahrzeug nutzen mussten, ist es nicht möglich mit diesem die Grenze zu passieren. Es  gibt keine Mietwagenfirma, welche es erlaubt, mit dem Wagen nach Bolivien zu fahren – zu gefährlich. Als wir uns an der Grenze verabschieden wird mir erst so wirklich bewusst, dass ich von nun an auf mich alleine gestellt bin… ein wirklich komisches Gefühl und es macht mir ein wenig Angst.

Zur Fotostrecke der Reise.

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