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Studie: Effekt von SmartCranks fraglich

11. Dezember 2009 von Philipp Peter

SmartcranksIm Radsport werden seit einigen Jahren im Training verstärkt ungekoppelte Kurbelsysteme sogenannte SmartCranks oder PowerCranks verwendet, um die Zug- u. Hubphase der Pedalbewegung betont traineren zu können und so die Tritttechnik zu verbessern. Der Trainingeffekt erscheint allerdings fraglich.


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Ein aktuelles Forschungsprojekt der Deutschen Sporthochschule Köln hat dies zum Anlass genommen, die Effekte dieser Kurbelsysteme auf die Tritttechnik und die Kraft- und Ausdauerleistung zu untersuchen. Männliche Radsportler und Triathleten mussten sechs Wochen lang vier Trainingseinheiten pro Woche mit den SmartCranks absolvieren. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass diese Trainingsintervention keine signifikante Verbesserung der maximalen und submaximalen Ausdauerleistungsfähigkeit bewirkte.

Frühere Studien belegen allerdings eine 2 bis 4fach erhöhte Muskelaktivität beim Fahren mit den SmartCranks, was beweist, dass ein betontes Training der Zug- und Hubphase der Pedalbewegung grundsätzlich möglich ist. Allerdings ergeben sich unter Anwendung des Systems massive Veränderungen in der muskulären Koordination während der Tretbewegung. Ein Vorteil für die Wettkampfleistung scheint für die Wissenschaftler daher fraglich.

Quelle: Deutsche Sporthochschule Köln

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