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Steffen Justus Vizemeister bei den Deutschen Crossmeisterschaften

6. März 2011 von Christian Friedrich

Steffen JustusVor einem Jahr mag der zweite Platz von Triathlet Steffen Justus bei den Deutschen Meisterschaften im Crosslauf für den einen oder anderen unter den Lauf-Spezialisten noch eine Überraschung gewesen sein. Am gestrigen Sonnabend schauten aber selbst jene nicht mehr ganz so unbedarft auf den Profi-Triathleten, der noch einige seiner Kollegen der Deutschen Triathlon-Nationalmannschaft im Schlepptau hatte.

„Heute war ich viel nervöser als noch vor einem Jahr. Ich habe gemerkt, wie die Leute auf mich geschaut haben und ich spürte, dass sie schon einen Podiumsplatz von mir erwarteten“ berichtete Justus nach dem Rennen. Dabei hat er sich selbst gar nicht getraut, auch nur mit einer Top 5 Platzierung zu spekulieren.


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Nach dem Start zur 10,3 km langen Laufstrecke über Stock und Stein, Hügel und Senke, sowie kreuz und quer fanden sich neben Justus auch die laufstarken Triathleten Gregor Buchholz und Jonathan Zipf in einer großen Führungsgruppe ein. Recht schnell sollte sich jedoch herausstellen, wer berechtigte Ambitionen auf einen Top 10  Platz hegte. Bereits nach zwei von sieben Laufrunden setzte sich eine Spitzengruppe mit Steffen Justus, Steffen Uliczka und Arne Gabius nach vorn ab. Unter den Verfolgern waren neben Buchholz und Zipf mit Stefan Zachäus und Nils Frommhold zwei weitere deutsche Nationalmannschafts-Triathleten, die ihre Form testen wollten. Bereits eine Runde danach musste auch der spätere Dritte Arne Gabius (LAV Asics Tübingen) seine beiden Konkurrenten ziehen lassen. Ab hier wechselten sich der spätere Sieger Steffen Uliczka (SG TSV Kronshagen / Kieler TB) und Steffen Justus (LG Stadtwerke München) in der Führungsarbeit ab und konnten so ihren Vorsprung weiter ausbauen.

Uliczka – 12. der Europameisterschaft – wollte seinerseits ab der fünften Runde nichts anbrennen lassen, setzte sich auch von Justus als seinen letzten verbliebenen Gegner ab und lief den Titel in einer Zeit von 31:28min sicher heim. Justus bestätigte mit Platz zwei seine Vorjahresplatzierung in 31:50min, gefolgt von Arne Gabius weitere 17 Sekunden später. Justus: „Ich hatte richtig Angst bekommen, Gregor könnte mir doch noch gefährlich werden“ und bezieht sich darauf, dass Gregor Buchholz zum Schluss auf die vorderen Plätze gut  aufgelaufen ist. Immerhin sicherte sich der für das LAZ Saarbrücken startende Triathlet in der Zeit von 32:19min Platz vier.

Mit Jonathan Zipf (Platz sechs) Stefan Zachäus (20.) und Nils Frommhold (24.) platzierten sich drei weitere Triathleten für das LAZ Saarbrücken. In der Teamwertung kamen die Triathleten damit sogar auf einen hervorragenden zweiten Platz hinter der siegreichen LG Passau. Steffen Justus errang mit seinem Team LG Stadtwerke München Platz drei.

Triathlon-Vizeweltmeister Justus im Nachgang zum erfolgreichen Auftritt der Triathleten: „Es hat Spaß gemacht, ein Ausrufezeichen unter Laufspezialisten in solch einer Breite setzen zu können. Andererseits war es auch sehr schön, zu sehen, wie respektvoll Läufer und Triathleten miteinander umgegangen sind. Wir gehören nun mal zu erweiterten Weltspitze im Triathlon. Wenn man sieht, was die laufstärksten Triathleten so laufen können, ist es nur folgerichtig, dass wir uns auch auf nationalem Niveau der Spezialisten nicht verstecken brauchen.“ Gleichzeitig verweist Justus darauf, dass die Nationalmannschaftstriathleten Profis sind und sich ihrem Sport in Vollzeit widmen, während viele Läufer ihren Sport meist mit weit mehr Abstrichen verfolgen.

Für Justus wird der nächste Lauf-Wettbewerb am kommenden Wochenende beim Volkslauf in Merzig stattfinden, bevor er unmittelbar danach mit seinen Nationalmannschafts-Kollegen in ein vierwöchiges Trainingslager nach Australien fliegt. Abschluss dieses Trainingslagers wird der Start in Sydney beim ersten Wettkampf der Weltmeisterschaftsserie im Triathlon sein.

Den Frauenlauf über 6,75 km gewann Sabrina Mockenhaupt in 23:18 min. Auch hier konnte allerdings eine Triathletin vorne mitmischen. Anne Haug landete in 24:10 min auf dem siebten Platz. Christiane Pilz, ehemalige Nationalmannschaftsathletin, kam mit 24:58 min auf Platz 18 in Ziel.

Ergebnisse

Text: Petko Beier – pebe-sport.de

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