Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Material > Radfahren1 > Statussymbol auf zwei Rädern? Bezahlbare Triathlon-Räder 2016

Statussymbol auf zwei Rädern? Bezahlbare Triathlon-Räder 2016

11. April 2016 von Bernhard Scholz

Triathlon Anzeigen

Tuningmöglichkeiten für dein Rad

Alle die o.g. Räder haben eigentlich sehr hochwertige und teure Rahmen. Dass diese Räder überhaupt zu diesen Preisen angeboten werden können, ist nur durch Kompromisse in der Ausstattung möglich.

Das muss aber nicht schlecht sein, denn gerade bei der Schaltgruppe sind die wenigsten Teile geschwindigkeitsrelevant. Der Austausch von Schaltwerk, Umwerfer, Schalthebel, Kassette, Bremsen… aus z.B. einer Tiagra Gruppe gegen Dura Ace Teile, wird etwas Gewicht einsparen, und in Sachen Optik, Präzision und Bedienkräfte ein paar Vorteile einbringen, aber auf flachen Strecken nicht eine einzige Sekunde schneller machen.

Kette, Kurbel und Lager – wenig Änderung großer Effekt

Bei der Kette allerdings ist ein Upgrade zu empfehlen. Hier gibt es doch deutliche Unterschiede. Noch mehr gilt das für Lager, weil diese sich permanent bewegen. Ein hochwertiges und leichter laufendes Lager wird sich definitiv auf Reibungswiderstände, und somit auf Geschwindigkeit auswirken. Außer den Laufrädern betrifft das die Schaltröllchen und das Innenlager.

Bei den Schaltröllchen sieht man bei Shimano und Campagnolo oft eine Gleitlagerung, welche sehr schlecht läuft. Ein Upgrade zu Rollen mit Kugellagerung ist zu empfehlen (auch weniger Wartung). Schon ab 40 Euro bekommt man brauchbare kugelgelagerte Röllchen. SRAM verwendet übrigens fast ausschließlich Modelle mit Kugellagerung.

Auch beim Innenlagern kann man sich durch den Austausch einen Vorteil verschaffen, allerdings schlagen die richtig guten Teile der Spezialisten (Ceramic Speed, Enduro, Hawk, C-Bear usw.) mit 100 bis 300 Euro schon ein ziemliches Loch in die Kasse. Die Lager der drei großen Komponentenhersteller zählen aber in allen Preisklassen nicht zu den Spitzenprodukten. Mann muss sich allerdings schon darüber im Klaren sein, dass selbst die beste Lagertechnik zwar etwas Zeitvorteil bringen wird, aber aus einem durchschnittlichen Age-Grouper noch lange keinen Hawaii-Sieger macht.

Kurbelsatz und Innenlager sind dennoch aus einem weiteren Grund interessant. Gute Kurbeln sind relativ teuer, und daher gerne ein Kostenfaktor bei günstigen Rädern. Je nach Ausstattung des Rades kann ein Austausch der Kurbel / Innenlager zu besserer Kraftübertragung (Kurbelsteifigkeit) und besserem Schaltverhalten aufgrund hochwertigerer Kettenblätter führen. Natürlich können Kettenblätter auch separat getauscht werden, um Übersetzung und Schaltverhalten zu verbessern.

Laufräder für das Rennen

Ein weiteres Problem der günstigen Triathlon-Räder ist, dass fast alle davon sehr einfache, schwere und aerodynamisch schwache Laufräder montiert haben. Mit dem Austausch der Laufräder können also viele Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Verringerung des Gewichts, aerodynamische Verbesserung, leichterer Lauf. Und natürlich macht ein entsprechender Laufradsatz jede „Gurke“ zu einem optisch aufregenden Renngerät.

triathlon.de, freiBei den Laufrädern muss man zwar nochmal einen ordentlichen Batzen Geld locker machen, aber es ist nicht notwendig 2.000 und mehr Euro für einen guten Satz auszugeben. Bei Campagnolo (auch für Shimano Schaltung), RS Custom, Veltec, Aerycs und manch anderen, sind hohe Aerolaufräder unter 1.500 Euro erhältlich. Auch Mavic, Reynolds und weitere, bieten Aerolaufräder zu relativ erschwinglichen Preisen an.

Und abgesehen vom Laufrad bietet natürlich auch die Bereifung (inkl. Schläuche) bei vielen Rädern deutliches Tuning Potential. Mit relativ geringem Aufwand (ca. 100.-€) können Sie hier deutliche Verbesserungen zum Serienmaterial erreichen. Wichtig: gutes Felgenband verwenden.

Die individuelle Sitzposition als Schlüssel

Auch der Lenker / Aufsatz kann Tuningpotential besitzen. Allerdings sollten Sie beim Lenker mehr auf die individuelle Sitzposition achten, und nicht so sehr auf Aerodynamik oder Gewicht. Wenn Sie mit einem anderen Lenker eine bessere oder effektivere Sitzhaltung erreichen können, dann ist ein Austausch sicher lohnenswert.

Einen besonderen Blick können hier auch Schalt- und Bremszüge wert sein. Sie sind ein kaum beachtetes Detail, können aber die Funktion massiv beeinflussen. Da diesen zumeist keine große Beachtung geschenkt wird, sind hier auch oft sehr einfache Produkte verbaut. Mit guten Zügen verbessert sich die Bremsleistung, Schaltkräfte werden geringer und die Präzision besser.
Gute Züge brauchen zwei Voraussetzungen: Zum einen eine sinnvolle Zugverlegung des Rahmens, denn eine schlechte Rahmen- und Zugkonstruktion können auch gute Züge nicht ausgleichen. Zum anderen einen fähigen Mechaniker, welcher die Züge fachmännisch und vor allem in perfekter Länge montiert.

Alle genannten Marken und Produkte sind natürlich nur Beispiele. Der Markt ist sehr groß und es gibt für jede Kategorie sicher noch einige weitere Optionen die hier nicht genannt wurden.

Fotos: triathlon.de


Seite: 1 2 3
Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden