Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Material > Radfahren1 > Statussymbol auf zwei Rädern? Bezahlbare Triathlon-Räder 2016

Statussymbol auf zwei Rädern? Bezahlbare Triathlon-Räder 2016

11. April 2016 von Bernhard Scholz

Foto: Christine Waitz, freiMein Auto, mein Haus, mein Boot! Das waren seit jeher die ultimativen Statussymbole. Mittlerweile gibt es eine ganze Menge an Renn- und Triathlon Rädern, die Preisschilder weit jenseits der 10.000 Euro-Marke haben, und somit auch gut als solches dienen können. Doch nicht jeder will und kann sich so einen Untersatz leisten. Wir wollen daher einmal schauen, welche Boliden auch für den kleineren Geldbeutel verträglich sind.


Triathlon Anzeigen

Budget-Bike: 0 – 1.000 Euro

Ein richtiges Triathlon Rad unter 1000 Euro? Das wird wohl eher schwierig.
Allerdings ist für Triathlon-Neulinge ein klassisches Rennrad sowieso oft die bessere „Einstiegsdroge“, da es in Sachen Sitzposition und Handling weniger extrem ist, und zudem sehr variabel einsetzbar. Ganz egal, ob Training, Rennen, flache oder bergige Strecke, oder auch im Trainingslager. Mit einem Rennrad macht man nichts falsch. Bei Volks- oder Kurzdistanzen ist man damit nicht schlechter dran, als mit einem Zeitfahrrad, und mit ein paar Tuningmaßnahmen (z.B. Aero Aufsatz) kann man die Konkurrenz auf den Aero Boliden schon ganz schön alt aussehen lassen.

Und das beste: Gute Rennräder unter 1.000 Euro sind von einigen Herstellern sehr wohl erhältlich. Es gibt dutzende Räder die in diese Kategorie fallen, wie diese Beispiele:

  • Stevens San Remo
    Geringes Gewicht und exzellentes Preis-Leistungsverhältnis sind die Markenzeichen von Stevens. Mogelpackungen mit billigen 0815 Teilen an versteckten Stellen (wie es bei vielen Herstellern üblich ist), gibt es bei Stevens nicht. Shimano’s Tiagra Gruppe, wie auch der Rest der Ausstattung, sind tadellos.
  • Cannondale CAAD 8
    Der vielleicht beste Rahmen in diesem Preissegment kann auch mit teureren Carbon-Rahmen locker mithalten. Mit Sora oder Tiagra Gruppe von Shimano ist das Rad auch eine gute Basis für Tuningmöglichkeiten.

Für den kleinen Geldbeutel: 1.001 – 2.000 Euro

In dieser Klasse tummeln sich ganz unterschiedliche Räder. Zum einen sind da Modelle, die weitestgehend einem Rennrad entsprechen, aber schon ab Werk in Richtung Triathlon modifiziert sind. Diese Modelle sind auch sehr gut geeignet für Triathlon Einsteiger.

  • Cube Aerium HPA
    Ein leicht aerodynamisch geformter Alu Rahmen, der mit triathlontypischen Anbauteilen, wie dem Aero Aufsatz, und sogar Aero Kurbeln aufgewertet wird. Dazu recht hochwertige Ausstattung, und für 1.700 Euro ein Rad für alle Fälle.

Man bekommt für unter 2000 Euro aber auch schon richtig gute Aero-Triathlonräder. In manchen Fällen sind dies frühere Top Modelle, die durch die Einführung neuer Räder in günstigere Preisgruppen verschoben wurden. Ein Beispiel:

  • Felt B Serie ( B16 / B14)
    Die Felt B Serie ist der kleine Bruder des ehemaligen Top Modells DA. Im Gegensatz zu diesem, hat die B Serie aber keine integrierte Bajonett Gabel, was zu einfacherer Montage und mehr Einstell-Optionen führt. Der Carbon Rahmen gehört nach wie vor zu den Top Tri Bikes, bei der Ausstattung müssen Abstriche in Kauf genommen werden. Mit besserer Ausstattung (B12) liegt man deutlich über der 2.000er Marke.Das Felt B 14 (1.999 Euro) und das B 16 (1.699 Euro) sind auch in den triathlon.de Shops erhältlich.

Ganz wenigen Herstellern gelingt es, ihre aktuell besten Rahmen im Triathlon Segment mit günstiger Ausstattung in diesem Preisbereich anzusiedeln. Eine Ausnahme:

  • Fuji Norcom Straight 2.7
    Das Norcom Straight ist Fuji´s Top Tri-Bike und in vielen Optionen erhältlich. Die günstigste davon schon für knapp 2.000 Euro. Mit sinnvollem Tuning kann man ein Rad konfigurieren, das den Spitzenmodellen in Sachen Tempo locker das Wasser reichen kann. Auch das Norcom Straight 2.7 (1.999 Euro) ist in den triathlon.de Shops erhältlich.

Foto: Christine Waitz, frei

Wenn’s etwas mehr sein darf: 2.001 – 3.000 Euro

Die vielleicht interessanteste Preisgruppe, denn ab 2.000 Euro geht die Post so richtig ab. Viele Hersteller bieten ihre neuesten und besten Technologien in Rädern dieser Preisgruppe an.

  • Scholz, einmaligOrbea Ordu M 30 / Ordu M 20
    Der Rahmen wurde unter dem Namen Ordu OME 2015 auf den Markt gebracht und soll aerodynamisch extrem gut sein. Durch das relativ lange Steuerrohr sollte er auch Amateuren gut passen, die keine extremen Sitzpositionen fahren können. Schon ab 2.200 Euro kann man so ein Rad sein Eigen nennen.
  • Giant Trinity Advanced
    Erst Ende 2015 hat Giant sein neues Triathlon Rad vorgestellt, und die günstigste Version dieses brandneuen Modells ist bereits ab 2.300 Euro erhältlich.
  • BH Aerolight RC
    Das Aerolight RC ist die günstigere Version des Aerolight (mit dem z.B. Eneko Llanos unterwegs ist). Durch konventionelle (statt integrierte) Bremsen und Vorbau ist es, wie das Orbea, ein nicht zu extremes Rad mit bereits ansprechenden Laufrädern, die für diese Klasse nicht selbstverständlich sind. Ab 2.500 Euro geht’s los.
  • Lukas Bartl, frei

    Andreas Dreitz

    Cannondale Slice
    Fahren wie Andi Dreitz… können nur die wenigsten. Für 2.700 Euro kann man aber schon auf fast dem gleichen Rad sitzen. Der Carbonrahmen der günstigeren Modelle hat zwar nicht die Hochmodul-Fasern der Top Modelle, aber ein paar Gramm Gewichtsnachteil sind beim Rahmen locker zu verschmerzen, zumal der des Cannondale vermutlich trotzdem zu den leichtesten zählen dürfte.

  • BMC TM 02
    Der BMC Time Machine Rahmen zählt aktuell zu den erfolgreichsten TT Rahmen im Profi Radsport. Das man beim TM 02 nicht die integrierte Gabel und VR Bremse bekommt, wie beim Topmodell TM 01 ist aufgrund der Wartungs- und Montagefreundlichkeit für den „Normalo“ eher Vor-, als Nachteil. Trotzdem extrem schnell und ab 2.800 Euro erhältlich.
  • Felt IA 16
    Das Felt IA ist das wohl spektakulärste Triathlon Rad aktuell. Ähnlich wie beim BMC gibt es Einstiegsmodelle ohne die integrierte Gabel und Vorderrad-Bremse, aber mit gleicher Rahmenform wie beim Topmodell. Wenn man bedenkt, was alleine die Rahmenkits kosten, ist es geradezu sensationell, dass man das IA 16 Komplettrad schon ab 2.900 Euro bekommen kann. Mit ein bisschen Tuning vielleicht das preisgünstigste und schnellste „Monsterbike“.

Auf der nächsten Seite: Für den gehobenen Geschmack und immer noch günstig: 3.000 – 4.000 Euro-Räder.

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden