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Spiroergometrie: Goldstandard der Leistungsdiagnostik

28. September 2014 von Ferdinand Bader

Für jeden Ausdauersportler ist es grundlegend, zu wissen, in welchen Puls- bzw. Belastungs- und Geschwindigkeitsbereichen man trainieren muss, um schneller und besser zu werden. Eine Leistungsdiagnostik ist somit der richtige Schritt, doch nun hat der Sportler oder die Sportlerin die Wahl zwischen zwei Verfahren: zum einen der Laktatstufentest, zum anderen die Spiroergometrie. In diesem Artikel wird die Spiroergometrie etwas näher beleuchtet.


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Was ist Spiroergometrie?

Der Name setzt sich teils griechisch, teils lateinisch aus den Wörtern spirare (lat.): atmen, ????? (gr.): Arbeit und ?????? (gr.): Maß zusammen und bedeutet, dass die Atemleistung unter Belastung gemessen wird.

Mittels verschiedener Systeme – dazu später mehr – wird eine Atemgasanalyse bei unterschiedlichen Belastungsstufen gemacht. Aufgrund der erhaltenen Daten kann direkt auf den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel geschlossen und so die Trainingsbereiche festgelegt werden.

Was wird gemessen?

Über diverse Sensoren wird der ein- und ausgeatmete Luftstrom analysiert und verglichen. Die wichtigsten Parameter kurz beschrieben:

Der respiratorische Quotient (RQ) beschreibt das Verhältnis des ausgeatmeten Kohlenstoffdioxids (CO2) in einer bestimmten Zeit im Vergleich zu der Menge des aufgenommenen Sauerstoffes (O2) in der gleichen Zeit. Anhand der Ziffer kann man direkt auf den Stoffwechsel schließen:

Die Verstoffwechslung von Fetten erwirkt einen RQ von 0,7, bei Proteinen einen RQ von 0,8 und eine ausschließliche Verstoffwechslung von Kohlenhydraten einen RQ von 1,0.

Über Atemzugvolumen, Atemfrequenz und Atemminutenvolumen können Aussagen über Lungenkapazität und -volumen gemacht werden.

Die aerobe Schwelle (AS) entspricht – wie auch beim Laktatstufentest – der Schwelle für den Mindesttrainingsreiz.

Die Ventilatorische Schwelle (RQ>1) bei der Spiroergometrie entspricht der Belastungsstufe, ab der sämtliche Energiegewinnung aus Kohlenhydraten gewonnen wird. Sie liegt erfahrungsgemäß leicht unterhalb der individuellen anaeroben Schwelle (IANS). Zur Bestimmung der IANS ist ein Laktatstufentest notwendig, da sie als maximales Laktat-steadystate definiert wird, also der größtmöglichen Leistung ohne Laktatkumulation. Diskussion über die Vor- und Nachteile weiter unten.

Kohlenhydrat- bzw. Fettstoffwechsel und Kalorienverbrauch: Über die Atemgasanalyse kann bestimmt werden, in welchen Belastungsbereichen beispielsweise die Fettverbrennung ihren größten Anteil hat und wie viele Kalorien unter Wettkampftempo verbraucht werden. Darauf ausgerichtet kann nicht nur das Training, sondern auch die exakte Wettkampfernährung abgestimmt werden.

Zum Ablauf der Spiroergometrie


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