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Schalten mit Digital Integrated Intelligence

Shimano Dura Ace Di2:
Schalten mit Digital Integrated Intelligence

8. August 2008 von Christian Friedrich

Shimano hat nun offiziell die elektronische Variante der Dura-Ace-Schaltgruppe vorgestellt, die Dura Ace Di2. Fünf Jahre hat die Entwicklung gedauert. Mit dabei sind die Schalt-Brems-Griffe, der Umwerfer, das Schaltwerk und das Batteriepack.


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Insgesamt ist diese Dura-Ace-Version nur 59 Gramm schwerer als die rein mechanische neue Dura Ace Variante (allerdings leichter als die alte Dura Ace!). Hier mal die Bauteile im einzelnen.

ST-7970 Dura-Ace Di2 Schaltbremsgriffe
Die Bremshebel sind aus Karbon und die mechanischen Schaltungsbauteile fallen weg – so kann bei den ST-7970 Schaltbremhebeln 123 Gramm gespart werden im Gegensatz zur mechanischen Dura-Ace-Version. Bedeutet: 255 zu 378 Gramm. Wer mag kann sich übrigens die Schaltlogik umstellen lassen – also kleiner Hebel zum Hoch- und großer Hebel zum Runterschalten. Ein spezielles Prüfgerät ist dafür (Fachhändler) allerdings notwendig.

RD-7970 Dura-Ace Di2 Schaltwerk
Auch das elektronische Schaltwerk hat einen Karbonkäfig und kommt auf 225 Gramm. Den Unterschied macht hier ein kleiner Servomotor, anstatt des üblichen Kabelzugs. Ein spezieller Mechanismus fährt den Schaltwerkkörper im falle eines Stoßes (zum Beispiel bei einem Sturz) nach innen, um größeren Schaden vorzubeugen.

FD-7970 Dura-Ace Di2 Umwerfer
Der 124 Gramm schwere Umwerfer hat jede Menge Computertechnik zu bieten. Eine kleiner Rechenchip managet nicht nur das Umwerfer und Schaltwerk immer den richtigen Schaltvorgang machen. Sie kontrolliert auch ständig die Position der beiden Schaltkomponenten und kalibriert während der Fahrt immer wieder diese – die Kette schleift garantiert nicht. Der Schaltvorgang vom großen auf das kleine Kettenblatt wird dabei zum Beispiel in zwei Durchgängen vollführt um ein Kettenabspringen zu verhindern. Das alles passiert in Bruchteilen einer Sekunde.

SM-BTR1 Dura-Ace Di2 Batteriepack
Spannend wird sein, wie zuverlässig die Batterie sein wird – bei Kälte und Hitze. Mit 7,4 Volt soll die 68 Gramm leichte Lithium-Ionen-Batterie etwa 1.000 bis 2.000 Kilometer durchhalten. Sie lässt sich innerhalb von 1,5 Stunden wieder komplett aufladen und soll etwa 500 Mal wiederaufladbar sein. Um Gewicht zu sparen wurde die schützende Tiefentladeelektronik in das Ladegerät verlagert.

Weiterhin sind zwei Steuerkabel und eine Steuereinheit dabei. Über die Steuereinheit kann der Batteriestatus angezeigt und die Schaltung eingestellt werden. Das Kabel vom Lenker zum Akku ist in drei Längen zu bekommen. Erst wenn Hersteller entsprechend ihre Rahmen vorbereiten wird es möglich sein, die Kabel intern verlegen zu können. Immerhin zwei Schaltzüge fallen bei der Montage weg.

ST-7971 & SW-7971 Dura-Ace Di2 für Triathlon
Etwas später soll es noch spezielle Schalt-Brems-Griffe für Aero-Lenker geben und auch die Lenkerendschalthebel sollen elektronisch werden und aus Karbon sein. Erhältlich sollen die im Sommer sein.

Ab Anfang 2009 soll die Shimano Dura Ace Di2 zu kaufen sein. Ein Preis ist noch nicht bekannt. Wir rechnen mal mit guten 2.000 bis 2.300 Euro

Info: Dura Ace

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