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Sebastian Kienle im Interview: „Bitte keine acht Bar in einen Mountainbike Reifen pumpen!“

9. August 2012 von Christine Waitz

Zittau, 08. August 2012 – Mit etwas Erstaunen dürfte der ein oder andere über die Starterliste der deutschen Meisterschaft im Crosstriathlon stolpern. Denn neben der üblichen Spezialisten findet sich einer, den man eher im Trainingslager, auf dem Rennrad, bei seiner WM-Vorbereitung für Las Vegas und Hawaii erwarten würde. Warum der Ausflug ins Gelände für Sebastian Kienle dennoch Sinn macht, erfahrt ihr hier.


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Seit dem Ironman Frankfurt hat man dich auf keiner Starterliste mehr erspäht. Verrätst du uns, wie du die letzten vier Wochen genutzt hast?

(Schmunzelt) Zwei Wochen zum relaxen zwei Wochen zum Trainieren.

Und warum entschließt man sich dann ausgerechnet mit einem Cross-Triathlon wieder in das Renngeschehen einzusteigen?

Es macht Spaß und für mich ist es auch trainingstechnisch sinnvoll. Monotonie ist der Tod jeder Leistungsentwicklung und gerade ein Xterra setzt einen guten Kontrast zu den Grundlagenkilometern. Beim Mountainbike- und Traillauf-Training trainiert man sehr spielerisch Kraftausdauer, Koordination und ein bisschen Härte gibt’s gratis dazu.

Hast du dich speziell darauf vorbereitet, oder machst du das Rennen aus der Vorbereitung für die 70.3 WM heraus?

Wie gesagt Mountainbiken und Geländeläufe sind Teil meiner Vorbereitung. Aber ich kann nicht so viel Rücksicht auf das Rennen nehmen, die 70.3 WM und Hawaii stehen ganz klar im Vordergrund.

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Im Gelände stürzt man ja doch hin und wieder. Hast du keine Angst die anstehenden WM-Rennen in Las Vegas und Kona aufs Spiel zu setzen?

Auf der Straße stürzt man auch (ich zum Beispiel in Wiesbaden letzte Jahr). Ich denke eher genau andersherum. Viele Athleten sollten auch Xterra, MTB oder Trailläufe in ihr Programm aufnehmen. Das Verbessert die Fahrtechnik und Koordination und verringert so am Ende das Verletzungsrisiko. Die Athleten die immer geradeaus laufen, haben am Schluss oft deutlich mehr Probleme mit Überlastungsschäden. Außerdem laufen Stürze im Gelände meist deutlich glimpflicher aber als auf der Straße im Verkehr.

Was erwartest du dir vom Rennen am Wochenende?

Schwierig zu sagen. Ich bin schon ein bisschen müde vom vielen Grundlagentraining aber ich habe Lust und werde voll angreifen. Das Podium habe ich schon mal ins Auge gefasst (grinst).

Wie sieht dein liebstes Off-Road Trainingsrevier aus: Gespickt mit waghalsigen Abfahrten, knifflige Singletrails oder die Genießertour durch Wald und Wiesen?

Die Trails in Palamos (Spanien) oder in Freiburg gefallen mir sehr gut. Sie sind nicht zu krass, bieten aber immer die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln.

Dein ultimativer Trainingstipp für Mountainbike Neulinge:

Mit jemand fahren der es kann, so lernt man am besten. Und bitte keine acht Bar in einen Mountainbike Reifen pumpen!!!

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Foto: Ingo Kutsche – sportfotografie.biz

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