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Von 0 auf 21 Kilometer

Schwimmen für Triathleten:
Von 0 auf 21 Kilometer

29. März 2010 von Christian Friedrich

Schwimmen für TriathletenJetzt denkt ihr euch sicher, na das ich ist ja nichts Ungewöhnliches – im Gegenteil. Man hat ja schon oft, auch immer häufiger in den Medien gehört, wie man sich innerhalb von kurzer Zeit von 0 auf 42 Kilometer steigern kann. Aber ich will euch nichts übers Laufen erzählen, sondern übers Schwimmen. (Erlebnisbericht von Eva Pfisterer)


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Im Jahr 2004 hatte ich mir als Ziel gesetzt, dass ich in der Saison 2005 an einem keinen Volkstriathlon teilnehmen will. Gelaufen bin ich schon seit längerem immer wieder und Radfahren war ja auch kein Problem. Nur Kraul-Schwimmen konnte ich gar nicht, nur ein bisschen Brustschwimmen. Ich dachte auch immer, schwimmen ist nichts für mich: „Viel zu nass, viel zu kaltes Wasser und überhaupt ist es ja auch total langweilig“.

Aber um an meinem ersten Triathlon teilnehmen zu können, wollte ich dann doch das Kraulen lernen. Also musste ein Kraulkurs her. Dafür habe ich mich dann im Februar/März 2005 in professionelle Hände begeben. Die Anfänge waren ein bisschen schwierig oder besser ausgedrückt, ungewohnt. Aber mit den dazugehörigen Technik-Übungen und dem regelmäßigen Training, habe ich dann sehr schnell einen Fortschritt bemerkt und auf einmal hat es richtig Spaß gemacht.

Im Sommer bin ich dann auch oft mal längere Strecken, mit oder ohne Neo im See geschwommen. Längere Strecken waren circa ein bis zwei Stunden. In der Regel bin ich zwei Mal in der Woche geschwommen, entweder im See oder im Hallenbad. Also nicht übertrieben viel.

Mit der Zeit bekommt man dann ein richtig gutes Gefühl fürs Kraulen. Man kann eigentlich „ewig“ schwimmen, weil man das Tempo variieren kann, das heißt, man kann sich beim langsamen Kraulen wieder erholen, wenn man vorher ein bisschen schneller geschwommen ist. Ich glaube, wenn man dieses Gefühl mal hat, kann man sehr lange ohne Pause schwimmen.

Am 18 und 19. März war dann das 24-Stunden-Schwimmen im Olympiabad und ich dachte mir, als ich dort hingefahren bin: „Jetzt schwimme ich 21 Kilometer Kraul“.

Die erste Etappe war am Samstag 10 Kilometer. Die bin ich im Prinzip durchgeschwommen, bis auf kleine Ess- und Trinkunterbrechungen. Ich habe mir aber Zeit gelassen, weil ich ja keinen Schnelligkeitsrekord aufstellen wollte. Am Sonntag bin ich dann noch mal eine Etappe mit 7 Kilometern und die letzte mit 4 geschwommen. Die letzten 2-3 Kilometer waren dann ein bisschen zäh, da dachte ich mir: „Nimmt das denn gar kein Ende mehr?“

Aber als ich fertig war und meine Urkunde abholte war das natürlich ein super Gefühl. Ich bin sicher, das auch beim Schwimmen der mentale Faktor eine riesengroße Rolle spielt. Es schafft bestimmt jeder, der 5 oder 10 Kilometer schwimmen kann, auch 21 Kilometer.
Man muss es nur wollen. Natürlich sollte man darauf achten, dass man keine körperlichen Beschwerden bekommt.

Also nur Mut und keine Angst vor Kraul-Schwimmen.

Eva Pfisterer

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