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Roth 2007: Diesmal hat alles gepasst

26. Juni 2007 von Christian Friedrich

img_1346.JPGUm drei Uhr brauchte der Wecker erst gar nicht klingeln, ich war bereits zwei Minuten vorher wach. Meinen Kram hatte ich bestens präpariert und konnte nach einem Frühstück von zwei Brötchen mit Honig und ner Tasse Kaffee ohne Stress zum Start fahren.


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Nach der Oberarmbeschriftung hab ich mein Rad mit ISO-Getränk und Schuhen fertig gepackt bzw. noch einen Müsli-Riegel am Oberrohr festgeklebt.

 

Was machte in der Zwischenzeit das Betreuercrew: Unmenschlich früh (schon um 5 Uhr) sind wir auf und mit unseren bereits vorbereiteten Brötchen losgezogen Richtung Auto, wo die Betreuerfahrräder erst draufgeladen werden mussten. Frankie hatte schon für Renate und Eddi Kaffee gekocht, also waren sie schon versorgt. Dann ging es nach Hiltpolstein und über den Solarer Berg von hinten (huhu Gänsehaut) bis wir an den Schwimmstart kamen.

Dann kam auch schon meine Betreuercrew: Gitte, Frank, Bianca, Mama und Eddi. Kurzes Foto und auf zum Schwimmstart.img_1388.JPG Diesmal bin ich rechtzeitig ins Wasser und hatte mich direkt an der Startlinie positioniert. Peng, und los. Man war ich schnell. Ich war gut drauf und es fühlte sich schnell an. Aber es fühlte sich nur schnell an. Am Ende waren es nur 1:05 Std. Ich muss mehr schwimmen trainieren!

 

Betreuercrew: Den Chris hatten wir beim Starschuss gesehen, aber dann wahrlich aus den Augen verloren. Leider guckt er nämlich auf dem Rückweg Richtung Brücke nämlich zum anderen Ufer und da ungefähr jeder Dritte den gleichen Neo hatte, war es nicht so einfach. Dann haben wir ihn doch sehr spät gesehen, aber erst nachdem wir ihn verpasst hatten und das ganze Feld von hinten aufrollen mussten. Allerdings gab es auch ne kleinere Toilettenkrise, da ungefähr jeder während dem Schwimmen mal musste ;)

Der Wechsel zum Rad klappte sehr gut. Neo aus, Startnummer und Geltuben in die Hände und zum Rad laufen. Eine freundliche Helferin packte meinen Neo ein. Ein Wechseltipp ist auf jeden Fall im Zelt immer ans Ende laufen und nicht gleich am Anfang stehen bleiben und wechseln. Alle wechseln vorne, nur wenige laufen weiter ins Zel und so entgeht man dem Getränge.

Betreuercrew: Jetzt ging’s drum, den Chris zu sehen, wenn er über die erste Brücke fährt. Gucken, gucken, guuuuckenn. Da !!!!! Allerdings ist die Kamera nicht für solche schnellen Athleten bestimmt (ist ja mit sehr vielen Speed vorbei). Das Ergebnis sieht man auf dem Bild.

ohne-titel-1-kopie.jpgAm Rad dann erst einmal den Puls beruhigen und loskurbeln. Die ersten 20 Minuten nur trinken und dann geht die Esserei los. Es dauerte eine Ewigkeit bis meine Beine so richtig rund liefen. Nach endlosen 50 Kilometer erst hatte ich dann aber ein gutes Gefühl.

Der Solarer Berg bei km 77 war das erste Highlight. Der Hammer…ein Zuschauerspalier…endlos…geil…Dauergrinsen…Puls zu hoch…egal. Erst auf Runde zwei der Radstrecke geht es dann mehr zur Sache und es zeigt sich dann wer noch Reserven hat. Ich hatte noch welche und konnte mich immer wieder bei Überholmanövern motivieren. Ich „wartete“ ja auf Peter, aber der kam nicht. Er war ja fünf Minuten später als ich gestartet. Vielleicht hatte er mich ja schon beim Schwimmen überholt? Oder ich hab ihn einfach nur nicht gesehen.

 

Betreuercrew: Wir tranken noch gemütlich den restlichen Kaffee, luden die Räder von den Autos und hatten danach das zweite Frühstück in einem Café in Hiltpoltstein. Auf dem Solarer Berg (den wir ja schon sehr gut von den anderen Jahren kennen) haben wir den Chris natürlich auch gesehen und in der Kurve Richtung Schwimmstart knapp dahinter sahen wir ihn noch mal. Die Bianca war bei der Tanke und holte für uns Versorgungsknistereis. Das war super! Dann kam auch schon der andere Chris vorbei (McCormick). Er hatte freie Fahrt mit einem Betreuerauto und zwei Motorrädern vorne weg. Renate und Eddi waren währenddessen beim Mittagsessen, und wir drei anderen gönnten uns danach noch ne Pause, bis wir Chris noch mal kurz vor dem Solarer Berg sahen. Dann ging es flott mit dem Radl nach Eckersmühlen, wo wir zwei Minuten nachdem Chris vorbeigeflitzt war, noch den Peter gesehen haben.

Was auch sehr übel war: Die ganzen Lutscher. Leute die es mit dem 10 Meter-Abstand nicht so ernst nehmen. Aberimg_1469.JPG Race-Marshalls hab ich ab km 100 keine mehr gesehen.

Dann in die Wechselzone 2: Das Rad wird Dir abgenommen, dann schnell den Wechselbeutel schnappen und eine Platz suchen zum Umziehen. Brille und Helm ab, Trikot und Hose aus – nackig – Laufhose an, neues Trikot an, Strümpfe und Schuhe an, Mütze und Brille auf und noch eine Geltube ins Trikot…los. Immerhin in 2:50 Minuten.

 

Locker anlaufen und nicht den gleichen Fehler machen, wie letztes Jahr. Nach schnellen 180 Kilometern Rad kommt einem der 5 min/km-Schnitt beim Lauf sehr langsam vor. Die Beine die vorhin noch schmerzten sind wie ausgewechselt – find ich jedes Mal unglaublich.

Betreuercrew: Durch den Wald ging unsere Strecke Richtung Lände. Leider sind wir irgendwo falsch gefahren und kamen drei Kilometer vor der Lände auf die Strecke raus. Der Chris war schon vorbei, allerdings wussten wir das ja nicht. Sind mit den Strom der Läufer gegangen und bald kam uns auch schon die Nr. 1 entgegen (siehe Bild). Leider waren meine Abklatschversuche ohne Erfolg. Dann teilten sich unsere Wege. Frank, Bianca, Renate und Eddi sind zur Brücke bei km 28 oder so, und ich bin auf der anderen Uferseite den ganzen Weg zum 1. Wendepunkt geradelt und zwar schnell! Den Chris habe ich noch oben gesehen und bin ihm auf einem Parallelweg verfolgt. Leider bin ich dadurch zu spät zu den anderen gelangt, wo er gerade vorbeilief, als ich das Radl abgeschlossen hatte.

 

img_1483.JPGNach 5 Kilometern kommt dann auch Peter an mir vorbei. Ich kann ihm zwar nicht folgen, aber er bleibt in Blickweite. An der letzten Wende (km 30) hab ich ihn dann wieder eingeholt. Wir kämpfen uns gemeinsam noch durch das Waldstück und ich hab ein leichtes Stechen in der Magengegend und hätte eigentlich pieseln müssen. Keine Zeit. Am Ende hab ich auch diese Langdistanz ohne Pipimachen überstanden. Dafür sollte es einen Preis geben.

Betreuercrew: Den Chris hatten wir noch zwei Mal gesehen (ein Mal ohne Peter und ein Mal mit Peter). Das habe ich ja nicht gecheckt und nicht so dolle fotografiert. Danach ging unser Weg wieder durch die Käffer und nach Roth rein…

Wieder auf der Lände ist Peter (der etwas Probleme mit der Wade hatte) an einer Versorgungsstation weg und ich entschließe mich doch noch mal zu forcieren. Die letzten 6 Kilometer kann ich noch mit knapp 4:50 min/km laufen. Mit Gitte geht es dann durch das Ziel. Genau 10:10:00 Stunden. Passt. Jetzt bin ich im Reinen mit Roth und kann mich nächstes Jahr mal in Frankfurt umschauen. Zur Quali ist es noch jede Menge Arbeit, aber das wird schon. Schaun wir mal.

Am Ende sind wir noch mal in den Zielbereich und haben uns das Feuerwerk am Schluß (22:30 Uhr) angeschaut, wenn dann auch der letzte offiziell gewertete Teilnehmer einläuft. Cool.

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