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Rookie Runde: Rebecca Robisch – „Ich erlebe immer wieder neue Abenteuer im Triathlon“

9. Juni 2015 von Christine Waitz

Thomas Sobczak, freiRebecca Robisch ist die aktuell bestplatzierte deutsche Sportlerin im Ranking der ITU World Triathlon Series. Die gebürtige Rotherin rückt damit ihrem großen Ziel, der Teilnahme an den Olympischen Spielen, mit jedem Punkt etwas näher. Seit immerhin 17 Jahren verfolgt die 27-jährige diesen Weg. Selbst nach solch langer Zeit jedoch findet sie: „Ich erlebe immer wieder neue Abenteuer im Triathlon.“


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Spaß am Sport hatte Rebecca Robisch schon immer. Und so probierte sie sich als Kind durch die Sportarten. Fußball, Leichtathletik, Klettern, Tischtennis, Tennis. Ein Kindertriathlon und ein zweiter Platz beim Debüt später, war jedoch klar: „das ist mein Sport“. In der Triathlonhochburg Roth mangelte es weder an Trainingsgruppen noch Wettkämpfen und schnell zeigte sich, dass „Rebi“ genau das Richtige für sich entdeckt hatte. In der Jugendklasse räumte sie sechs Deutsche Meistertitel ab und wenig später konnte sie bereits internationale Erfolge vorweisen.

So verschlug es sie nach Saarbrücken an den Olympiastützpunkt, wo sie seither ein zweites Zuhause gefunden hat. Die Sportsoldatin absolvierte ein duales Studium zum Bachelor of Arts in Fitnessökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und ein Master Studium in Prävention und Gesundheitsmanagement. Doch ein Ziel stand und steht immer im Vordergrund: Rio 2016!

Thomas Sobczak, frei

Rebecca’s Steckbrief

  • Geburtstag: 4. April 1988
  • Wohnort: Saarbrücken
  • Ausbildung: Bachelor of Arts in Fitnessökonomie
  • Größte Erfolge:
    • 3. Platz Juniorinnen Weltmeisterschaft Hamburg 2007
    • 3. Platz U23 Weltmeisterschaft Peking 2011
    • 1. Platz Deutsche Meisterschaft Grimma 2011
    • 1. Platz Europacup Brasschaat Belgien 2011
    • 2. Platz Deutsche Meisterschaft Hannover 2013
    • 6. Platz Weltcup Finale Cozumel Mexico 2013
    • 5. Platz ITU World Championship Series Kapstadt 2015

„Triathlon, dass ist doch der Sport mit Schießen?“ Zugegeben, heute bekommt man diese Frage nicht mehr so oft zu hören. Vor einigen Jahren war das noch anders. Wann ist dir der Begriff „Triathlon“ das erste Mal untergekommen?

Da ich gebürtig aus der Triathlon-Hochburg Roth komme, bin ich sehr früh mit dem Triathlon in Berührung gekommen. Ich kann mich noch erinnern, dass meine Eltern und ich jedes Jahr morgens um sechs Uhr am Kanal zum Schwimmstart des Ironman Roth gefahren sind, und den ganzen Tag an der Strecke die Athleten angefeuert haben. Ich glaube das war 1996, als ich acht Jahre alt war – oder auch schon ein, zwei Jahre früher, das weiß ich nicht mehr genau.

Wann und warum hast du beschlossen, das „Abenteuer Triathlon“ in Angriff zu nehmen?

Rebecca Robisch, einmalig

Schon im Jugendalter stark: Rebecca Robisch

Da ich schon immer sehr sportlich war, habe ich zuerst einmal viele verschieden Sportarten ausprobiert (Fußball, Leichtathletik, Klettern, Tischtennis, Tennis und Triathlon). 1998, im Alter von zehn Jahren, habe ich dann meinen ersten Schnupper Triathlon am Rothsee mitgemacht. Ich glaube das waren 100 Meter Schwimmen, 2,5 Kilometer Radfahren und ein Kilometer laufen. Damals noch mit Brustschwimmen und einem Mountainbike, im Badeanzug – beim Laufen ein viel zu großes T-Shirt mit der Startnummer drauf!

Den Pokal von meinem ersten Triathlon habe ich immer noch Zuhause, denn ich belegte gleich den zweiten Platz. Und so hat alles angefangen. Da ich in den anderen Sportarten nie so erfolgreich war, hab ich zu meinen Eltern gesagt, ich möchte Triathlon machen.

Triathlon damals und heute: Was macht für dich nach 17 Jahren immer noch die Faszination aus?

Im Vergleich zu früher hat sich der Triathlon stark weiter entwickelt – es wird immer noch schneller und die Leistungsdichte wird größer und größer. Es gibt mittlerweile unzählige Wettkämpfe auf der ganzen Welt.

Ich habe mich schon früh für den Olympischen Triathlon entschieden, um meinen großen Traum, einen Start bei der Olympiade, zu leben.

DTU/Jo Kleindl, einmalig

Triathlon ist für mich Leidenschaft, damals wie heute. Es ist mein Lebensmotto und Lebenstraum zugleich! Ich lebe Triathlon jeden Tag und arbeite hart für meinen Traum. Früher war dieser Traum noch sehr weit weg und es gab viele Hochs und Tiefs auf meinem bisherigen Weg. Doch ich komme meinem Traum von Olympia immer näher und das motiviert mich! Jeder Tag, jede Einheit, jeder Wettkampf ist ein Stück dieser Challenge. Ich erlebe immer wieder neue Abenteuer im Triathlon, kein Rennen/ Tag ist wie das/ der andere, es ist schnelllebig und abwechslungsreich- das fasziniert mich immer wieder.

Dein Tipp für jeden Rookie

Immer locker bleiben – Spaß und Freude am Triathlon und beim Training sind essentiell. Dann kommt der persönliche Erfolg ganz von allein!

Zur Website von Rebecca Robisch.

Fotos: Thomas Sobczak

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