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Rookie Runde: Georg Potrebitsch – „Triathlon ist fast wie Picknick mit Verwandten im Garten“

6. Juni 2015 von Christine Waitz

Georg Potrebitsch, einmaligKaum zu glauben, aber auch „Little Georg“ hat einmal klein angefangen. Beim heimischen Triathlon Gladbeck stand er vor über 16 Jahren das erste Mal hinter der Startlinie. Mit geliehenem Stahlross und Socken in den Radschuhen. Dort wo alles begann, stellte er in diesem Jahr auch seine neue Trainingsplattform vor. Denn was er am Triathlon schätzt, möchte er an andere weitergeben.


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Vom Schwimmsport kam der Gladbecker und wurde sprichwörtlich ins kalte Triathlon-Wasser geschmissen. Vor seinem Heim-Rennen hatte er lediglich mit dem Stadtrad trainiert und bestritt den Wettkampf dann auf einem geliehenen Stahlross. Spaß machte es dem heute 31-jährigen trotzdem. Schnell lernte er Triathlon gegenüber dem Schwimmsport schätzen und blieb dabei. „Triathlon ist fast wie Picknick mit Verwandten im Garten“, beschreibt Georg die Kollegialität, die Mentalität des eigentlichen Individualsports Triathlon.

Das, was er sich in 16 Jahren erarbeitet hat, will er nun auch an andere vermitteln, und so schließt sich der Kreis erneut in seiner Heimatstadt Gladbeck. Dort stellte er vor kurzem im Rahmen des traditionsreichen Gladbeck Triathlons sein neue Trainingsplattform KANN-Sport vor. Der ehemalige Deutsche Meister über die Langdistanz bietet unter dem Dach von KANN eine breite Auswahl von Angeboten rund um Training und Wissenschaft und ermöglicht damit sowohl Triathlon-Einsteigern, als auch ambitionierten Amateurathleten die Möglichkeit, sich professionell betreuen zu lassen.

Team Sport for Good, einmalig

Georg’s Steckbrief

  • Geburtstag: 20. März 1984
  • Wohnort: Gladbeck
  •  Ausbildung: Diplom-Wirtschaftsingenieur
  • Größte Erfolge:
    • 2. Platz Challenge Almere-Amsterdam 2013
    • 2. Platz Challenge Taiwan 2013
    • 1. Platz DTU Deutsche Meisterschaft Triathlon Langdistanz  Köln 2011
    • 4. Platz Ironman Frankfurt 2011
    • 3. Platz Challenge Barcelona-Maresme 2010
    • 1. Platz Almere-Triathlon 2009
    • 1. Platz ITU Triathlon Long Distance World Championships 2008

„Triathlon, dass ist doch der Sport mit Schießen?“ Zugegeben, heute bekommt man diese Frage nicht mehr so oft zu hören. Vor einigen Jahren war das noch anders. Wann ist dir der Begriff „Triathlon“ das erste Mal untergekommen?

Mit Triathlon kam ich in Berührung im Jahr 1999. Seit über 30 Jahren veranstaltet mein Heimatverein, der Gladbecker SV13, jährlich einen Triathlon-Wettbewerb. Stets zu Gast war dort immer die erste Triathlon Bundesliga, mit super schnellen Cracks aus der ganzen Welt. Keine Frage, das war sehr spannend anzusehen! Ich war noch jung und war damals noch ein reiner Schwimmer. 16 Jahre später bin ich nun hier und beantworte diese Fragen, als Triathlet (lacht).

Georg Potrebitsch, einmalig

Wann und warum hast du beschlossen, das „Abenteuer Triathlon“ in Angriff zu nehmen?

Ich bin noch bis Jahr 2003 parallel bei Rennen geschwommen. Das „Abenteuer Triathlon“ kam mir 2002 in den Kopf. Und das war eher ein Zufallsprodukt. Bei unserer damaligen Liga-Mannschaft ist ein Athlet krankheitsbedingt ausgefallen. Und unser Trainergespann um Michael Wuttke/A. Kraus dachte, ich wäre ein guter Kandidat für diese Geschichte. Das reine Schwimmen war dann passe!

Wo standest du das erste Mal hinter der Startlinie?

Das ist einige Zeit her. Ich glaube 1999 stand ich beim Gladbecker Triathlon auf der Volksdistanz hinter der Startlinie.

Wie lief dein persönliches Rookie-Rennen?

Das Schwimmen im 50 Meter Freibad war super. Es waren ca. acht Leute auf jeder Bahn. Man musste 500 Meter schwimmen und ich war ständig nur am überholen. Mit deutlichem Vorsprung kam ich dann in die Wechselzone gerannt, wo ich mir noch die Socken vor dem Radfahren angezogen hatte. Das war irgendwie lustig für alle Herumstehenden.
Auf dem Rad habe ich vorher nicht speziell mit dem Rennrad trainiert. Mein Radtraining bis dato: das tägliche Radfahren mit dem normalen City-Bike zur Schule. Ich hatte für den Wettkampf ein Leihrad aus Stahl (Danke Michael Wuttke!). Im Rennen wurde ich dann von alten Hasen „zersägt“. Die 20 Kilometer können manchmal lang und lehrreich sein…
Und beim Laufen hatte ich beim fünf-Kilometer-Lauf Seitenstechen. Ich kam vielleicht als 18-er und in einer Zeit von 1:10 Stunden ins Ziel. Nichts besonderes vom Ergebnis, aber ich hatte viel Spaß an diesem sonnigen und abwechslungsreichen Tag!

Triathlon damals und heute: Was macht für dich nach 16 Jahren immer noch die Faszination aus?

Georg Potrebitsch, einmaligMeine Schwimmer-Zeit war prima, aber Triathlon-Geschichte ist doch um einiges interessanter, schöner, größer, lustiger, lehrreicher. Wir haben als Schwimmer bis zu 14 Kilometer täglich trainiert. Für eine Wettkampf-Disziplin, die vielleicht eine, oder zwei Minuten andauert. Schwimmen ist ziemlich einsam. Chlor ist dein ständiger Begleiter und man sieht abgesehen von der Schwimmhalle ehrlich gesagt nicht viel!!!

Da hat man es als Triathlet doch viel leichter. Du kannst einfach täglich an die frische Luft rausgehen (zu jeder Zeit, und nicht zu Öffnungszeiten!) und einfach Mal was neues ausprobieren. Es macht Spaß, gemeinsam neue Wege zu erkunden. Die Natur hat ja so viel mehr zu bieten. Beim Training kann man sich unterhalten. Bei Rennen trifft man alte und neue Freunde. Das ist fast wie beim Picknick mit Verwandten im Garten.

Dein Tipp für jeden Rookie

Kommt täglich an die frische Luft und Sonne raus. Am besten mit der ganzen Familie. Langsam mit dem Triathlon Training anfangen, langsam die Umfänge steigern. Trainingsprogramm organisieren. Die Erholungsphase nicht vergessen (Essen und Schlafen, Ruhetage). Viel Lachen und natürlich Spaß an der Bewegung haben. Und es ist leichter und motivierender in der Gruppe oder im Verein zu trainieren.

Zur Website von Georg Potrebitsch.

Zu Georg’s Trainingsplattform KANN Sport.

Fotos: Team Sport for Good, Georg Potrebitsch

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