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Regelwerk: Das Einmaleins des Triathlons

21. Juli 2016 von Christine Waitz

Foto: Ingo Kutsche,   freiDas Einmaleins kann jedes Kind. Was im Matheunterricht das Einmaleins, ist im Triathlon das Regelwerk. Doch ist wirklich jeder Triathlet nicht nur für die erste Disziplin wasserfest, sondern auch in Sachen Regelwerk? Gerade rechtzeitig vor der Saison stellen wir euch das kleine Wettkampf-Einmaleins vor. Damit es nicht heißt: Setzen Sechs!


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1×1: Der Neoprenanzug

Foto: Ingo Kutsche, freiDer Neoprenanzug dient in erster Linie dem Kälteschutz. Er unterliegt bestimmten Normen, wenn es um Materialdicke geht (Maximal fünf Millimeter) und darf keine zusätzlichen Vorrichtungen zur Erzeugung von Vortrieb aufweisen.
Auch der Gebrauch des Anzuges ist klar geregelt: Ist das Wasser zu warm besteht die Gefahr, dass es den Sportlern im Anzug zu heiß wird, dass Athleten dehydrieren und in der Folge Kreislaufprobleme auftreten. Auf Seite 21 der DTU Sportordnung sind deswegen für alle Strecken bestimmte Temperaturgrenzen festgelegt. Ab einer bestimmten Temperatur wird zur Sicherheit des Athleten ein Neoverbot ausgesprochen. Bei Kurzdistanzen für Altersklassensportler ab 22 °C Wassertemperatur, bei Mitteldistanzen ab 23 °C, bei Langdistanzen ab 24 °C.

2×1: Die Windschattenregel

In den meisten Rennen ist Windschattenfahren hinter oder seitlich neben einem anderen Teilnehmer verboten. Ob ein Windschattenverbot gilt, oder nicht, müsst ihr der jeweiligen Wettkampfausschreibung entnehmen. Nur bei ganz bestimmten Rennen kann der Veranstalter unter Erfüllung von Auflagen eine Windschattenfreigabe beantragen. Christine Waitz, freiDie Windschattenzone ist zwölf Meter lang, gemessen von der Vorderkante des Vorderrades des Vordermannes bis zur Vorderkante des Vorderrades des nachfolgenden Teilnehmers. Wollt ihr einen Konkurrenten überholen, müsst ihr das so schnell wie möglich machen. Dafür habt ihr maximal 25 Sekunden Zeit. Auch wenn ihr überholt wurdet, müsst ihr so schnell wie möglich (genauer gesagt, innerhalb von fünf Sekunden) die Windschattenzone hinter dem schnelleren Athleten verlassen.
Wenn ihr dennoch beim Draften erwischt wurdet, kann der Kampfrichter gegen euch eine Strafe Aussprechen. Die Windschattenregeln findet Ihr hauptsächlich auf Seite 24 der DTU Sportordnung.

3×1: Strafe muss sein

Ein Wettkampfrichter kann verschiedene Arten von Strafen aussprechen: Verwarnung, Zeitstrafe, Disqualifikation, sofortiger Ausschluss oder gar eine Sperre. Wobei letztere nicht durch das Wettkampfgericht, sondern eine Disziplinarkommission ausgesprochen wird.

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Bei einer Verwarnung werdet ihr vom Wettkampfrichter mit einem akustischen Signal sowie der Nennung eurer Startnummer angesprochen und erhaltet eine Gelbe Karte. Eine Verwarnung wird bei einfachen Regelverstößen ausgesprochen, zum Beispiel wenn ihr euch einen unerlaubten Zeitvorteil verschafft habt. In der Regel müsst ihr die Aktion dann nur noch einmal regelkonform wiederholen, sodass der unfaire Vorteil ausgeglichen ist. Aber Vorsicht, bei mehr als zwei Verwarnungen werdet ihr disqualifiziert.

Eine Zeitstrafe kann nur während des Radfahrens im Falle des Windschattenfahrens gegeben werden. Auch hier werdet ihr mit einem akustischen Signal und der Nennung euerer Startnummer angesprochen. Dann gibt es eine Blaue Karte.
Die Zeitstrafe beträgt bei der Sprintdistanz eine Minute, bei der Kurzdistanz zwei Minuten, bei der Mitteldistanz und der Langdistanz jeweils fünf Minuten. Auch hier dürft ihr nicht mehr als zwei Karten erhalten!

Die Disqualifikation wird nur bei schwerwiegenden Regelverstößen angewandt und mit dem üblichen Vorgehen und einer Roten Karte angezeigt.
Hier könnt ihr den Wettkampf zwar beenden, werdet aber nicht gewertet.

Es gibt auch noch den sofortigen Ausschluss, der euch betrifft, wenn ihr euch grob unsportlich verhaltet, beleidigt oder tätlich werdet. Eine Verwarnung vor einem sofortigen Ausschluss muss nicht ausgesprochen werden.

Auch bei Karten-Kombinationen (zB. eine Gelbe und zwei Blaue Karten) seid ihr bei der dritten Karte disqualifiziert!

Zur DTU Sportordnung.

Weiter geht das Triathlon-Einmaleins auf der nächsten Seite.

Fotos: Ingo Kutsche, triathlon.de


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