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Rassige Renner: Canyon Aeroad CF SLX – Das Trainingsrad des Weltmeisters

6. November 2015 von Lukas Bartl

Studio Ehrit, freiDezent surrt der Freilauf der Reynolds Aerolaufräder. Leise und diskret klackt die Ultegra DI2 beim schalten und die Aero Gabel schneidet durch den Gegenwind. Das Aeroad CF SLX ist das Topmodell des koblenzer Radherstellers Canyon. Wir hatten die Gelegenheit das „Trainingsrad des Weltmeisters“ zu testen.


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Aerodynamik Pur!

Studio Ehrit, freiEins ist Fakt. In diesen Tagen müssen Triathleten sich zum Radtraining im Freien so richtig überwinden. Bei vier Grad geht es um sieben Uhr los. Von der Stadt raus auf’s Land. Keine anderen Radfahrer, außer, eventuell, dem Trainingspartner und sich selbst. Kaum sind die lästigen Ampeln, Fußgänger und Autos hinter sich gelassen, geht es los. Man tritt in die Pedale und es gibt nur noch eine Richtung. Nach vorne! Das Canyon gibt sofortige Rückmeldung und man spürt die Steifigkeit des Rahmens – was man reinsteckt kommt auch an.

Studio Ehrit, frei

Die Laufräder rollen über den Asphalt und der aerodynamisch optimierte Rahmen mit seinem mächtigen Unterrohr und seinem geradezu zart wirkenden Oberrohr leitet den Wind perfekt ab. Auch das Cockpit des Renners ist gänzlich auf Aerodynamik ausgelegt. Man schämt sich geradezu, einen Tacho zu montieren, und damit die Form des voll integrierten Vorbaus zu zerstören. Dieser wirkt auf den ersten Blick mächtig und schließt direkt am Oberrohr an. Der Oberlenker in Tropfenform liegt gut in der Hand. Er läuft in eine komplett runde Form des Unterlenkers aus, die geschmeidigen Schalthebel der Ultegra Di2 führen die vom Vorbauansatz ausgehende Linienführung über den Lenker hinweg schlüssig fort und fühlen sich zudem toll an.

Unterstatement statt Freilaufsound

Studio Ehrit, freiBei jedem Tritt will das Aeroad nur eines, nach vorne. Jedes Watt am Pedal kommt gefühlt auf der Straße an, das verdankt der Renner nicht nur seinem steifen Carbonrahmen, sondern auch den Reynolds Strike Laufrädern. Man lauscht, doch man hört nahezu nichts außer dem Abrollgeräusch der Reifen und den Atemzügen des abgehängten Trainingspartners. Der Freilauf der Reynolds ist Unterstatement pur! Kein auf Dezibel getrimmtes Sperrklinkengeräusch, nur ein leises surren des Hochprofils im Gegenwind.

Studio Ehrit, frei

Fazit: Spaßfaktor vs. Support

Eins ist klar, Training bei 4 Grad um 7 Uhr Früh macht nur selten Spaß, aber der Koblenzer Radhersteller erleichtert den Gang vor die Tür mit seinem Aeroad um einiges. Ob der Preis von 4.200 Euro und das bestellen beim Direktversender für das pflegeintensive Trainingsgerät allerdings das richtige ist, bleibt am Ende dem Athleten selbst überlassen.

Zur Website von Canyon.

Fotos: Canyon

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