Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Training > Radfahren2 > Radfahren im Wasser: Eine Alternative im Winter?
Training Triathlon.de

Radfahren im Wasser: Eine Alternative im Winter?

7. Januar 2013 von Meike Maurer

Triathlon Anzeigen

Mehr Leistung und eine
höhere Fettverbrennung beim Training im Wasser

Im Wasser bekommt man es mit den besonderen physikalischen Eigenschaften des Wassers zu tun – das heißt, der Körper erfährt durch den im Wasser herrschenden Druck einen Auftrieb, wodurch sich der Körper leichter anfühlt und die Belastung weniger anstrengend und angenehmer erscheinen lässt. Tatsächlich ist die Herzfrequenz aber bei der Bewegung im Wasser höher als bei gleicher Belastung an Land. Das haben die neuesten wissenschaftlichen Studien von Prof. Dr. med. Wilhelm Bloch von der Deutschen Sporthochschule Köln ergeben.

Zudem werden Wirbelsäule und Gelenke entlastet, was vor allem übergewichtigen Personen und Menschen mit Gelenksbeschwerden entgegenkommt. Wasser weist eine höhere Dichte als bspw. Luft auf, was zur Folge hat, dass der Widerstand im Wasser bei allen Bewegungen höher ist als an Land. Dies bedeutet: Wasser alleine ist bereits ein Trainingsgerät.

Neueste wissenschaftliche Studien

Im Gegensatz zu Fahrradergometern an Land reguliert der Aquarider den Widerstand nicht über eine Bremse, sondern ist mit Platten (sogenannten Propellern) ausgestattet, die an den Tretkurbel stufenweise verstellbar sind und als Reibungswiderstand im Wasser fungieren. Um den Einsatz des Aquarider in Therapie und wissenschaftlichen Untersuchungen im Sinne einer möglichst exakten Quantifizierung der Leistung anhand des Sauerstoffverbrauchs zu ermöglichen, wurde am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln unter Leitung von Herr Prof. Dr. med. Wilhelm Bloch eine Studie zur Quantifizierung der Leistung auf dem Unterwasserergometer durchgeführt.

In dieser Studie absolvierten Sporthochschulstudenten einen identischen spiroergometrischen Untersuchungsgang bei verschiedenen Tretfrequenzen und Widerständen an Land und im Wasser. Die Widerstände im Wasser wurden durch die unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten der Propeller am Rad variiert.

Fazit der Studie

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass auf dem Aquarider Leistungen erbracht werden, die denen an Land ähneln, wobei aber nur ein Teil der Leistung am Fahrrad entsteht. Der andere Teil entsteht bedingt aus der Verdrängung des Wassers bspw. durch die Fläche der Oberschenkel. Die am Fahrrad entstehende Leistung kann unmittelbar digital abgelesen werden, dies ermöglicht eine permanente Belastungskontrolle, da nach den durchgeführten Untersuchungen die Leistungsangabe der digitalen Anzeige, weitgehend mit den tatsächlichen über der spirometrisch ermittelten Leistung korrelieren. Auf dem Unterwasserergometer lassen sich daher die Leistungen sehr gut steuern, um definierte Belastungen zu setzen.

SRM auch im Wasser.

Zur Themenübersicht Indoor-Training.


Seite: 1 2 3
Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden