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Als erster Amateur einlaufen

Quali-Aspirant: Andrej Heilig –
Als erster Amateur einlaufen

6. Juli 2009 von Christian Friedrich

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andrej-heilig-am-radWie läuft die Vorbereitung und konntest Du schon Siege einfahren?

Na ja, die perfekte Vorbereitung gibt es einfach nicht, schon gar nicht für Berufstätige. Mal ist es Wochenende und es regnet, dann scheint die Sonne und man ist völlig fertig von fünf Tagen Arbeit (Liste lässt sich beliebig weiter führen). Abgesehen vom Üblichen also hatte ich aber einen tollen Aufbau – keinerlei Krankheiten, keine einschränkenden Verletzungen, ein gutes Trainingslager bereits im Februar auf Lanzarote und auch sonst keine wesentlichen Durchhänger. Aber halt immer das schlechte Gewissen nicht genug getan zu haben.

Anscheinend hat es aber doch gereicht – ich konnte wie bereits im Vorjahr in Bad Tölz gewinnen und bin mit einem Sieg in Kulmbach, Bayerischer Meister über die Mitteldistanz geworden. Bei einigen anderen Wettkämpfen habe ich vielleicht nicht immer das eigentlich Mögliche erreicht, aber ich wollte im Training keine Kompromisse eingehen und bin auch schon mal nach sechs Stunden Training am Vortag an den Start gegangen. Insgesamt bin ich sehr zufrieden, und die Saison hat ja eigentlich erst angefangen.

…man kann halt nicht schneller radeln als man kann!

Welches Minimal- beziehungsweise Maximalziel steht für Zürich auf der To-Do-Liste?

Es gibt eigentlich nur ein Maximalziel, und das heißt als erster Amateur einzulaufen. Mit Daniel Wiesner (2008 Platz 19 in Frankfurt), Jörn Thiele (2006 Platz 9 in Frankfurt), Ralf Preissl und ein paar anderen als Amateur gemeldeten Athleten habe ich da allerdings extrem harte Konkurrenz. Das Rennen wird besonders aus taktischer Sicht eine große Herausforderung. Als „normalguter“ Schwimmer (ca. 55 Min.) komme ich plus/minus zwei Minuten mit den anderen Jungs aus dem Wasser. Die meisten fahren stärker Rad als ich und werden mit etwas Vorsprung in die zweite Wechselzone kommen. Mein Plan ist es jeden Kilometer in 4:12 Min. zu laufen, und zwar solange bis ich im Ziel bin oder vorher umfalle. Darauf habe ich trainiert und dafür muss ich bis zum Ende eben die notwendige Geduld aufbringen. Ob ich tatsächlich als erster Amateur ins Ziel komme wird sich durch den Rückstand nach dem Radfahren daher erst ganz am Ende entscheiden. 2006 habe ich es in Frankfurt einmal anders herum probiert – ich bin das Tempo der Amateurspitzengruppe (Gesamtplatz 15 – 25) auf dem Rad 100 km mitgegangen und dann stundenlang vor mich hin gestorben. Seitdem weiß ich: man kann halt nicht schneller radeln als man kann!


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