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Profilender Türchen 7: Michael Raelert – Plattfuß bei der Weihnachtsausfahrt

7. Dezember 2016 von Christine Waitz

Sebastian Kuhn_drehmomente.deAuch, wenn bei thailändischen Temperaturen wohl zunächst keine Weihnachtsstimmung aufkommen mag. Bei Michael Raelert lassen sich Training und Weihnachten immer irgendwie vereinbaren. Beispielsweise mit einer Wechseleinheit Rad-Lauf-Christbaum (hoffentlich dieses Mal ohne weihnachtliche Reifenpanne). Pünktlich zum Fest wird der Rostocker deshalb auch vom Trainings- und Wettkampfaufenthalt in Thailand nach Hause kommen.


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Hallo Michael,
so kurz vor Weihnachten werden Lichterketten ausgepackt, Sternchen aufgehängt, die Wohnung geschmückt. Hat man als Profisportler, der stets unterwegs ist, überhaupt Zeit für Weihnachtsdekoration? Wie sieht es bei dir aus?

Das ist eine ziemlich einfache und doch schwierige Frage, gerade wenn ich daran denke, wie mein Sportjahr dieses Mal aussieht und wie es letztes Jahr war. Mein Wohnungsschmuck besteht diesmal kurz vor Weihnachten wahrscheinlich eher aus einem Radkoffer und meinem ganzen Gepäck, das ich nach Wettkampfreisen gerade ausgepackt habe. Ich konnte erst spät in die Saison einsteigen und bin kurz vor Weihnachten noch mitten im Wettkampfmodus.

Sebastian Kuhn_drehmomente.deDas Training ist mittlerweile wieder in vollem Gange. Wie vereinbarst du Familienfeiern und Trainingsplan? Welchen Tipp würdest du Hobby-Sportlern mit in die Adventszeit geben?

Familienfeiern und Trainingsplan harmonisch zu vereinen, das ist für jeden eine Herausforderung. Aber, ich denke, dass es geht! Vor allem ist es doch viel besser, wenn alle gut gelaunt miteinander feiern können. Das ist doch viel entspannter als ein Familienfest, bei dem einer mittendrin hockt, der das Gefühl hat, sein Training nicht geregelt zu bekommen und im ganzen Gaumenschmaus unterzugehen. Ich empfehle deshalb allen ein bisschen Lockerheit. Denjenigen, die es nervt, wenn der Sportler in der Familie an Weihnachten noch mal kurz raus muss, und denjenigen, die schon ein bisserl am Rad drehen, weil das angedachte Trainingspensum an den Festtagen wahrscheinlich nicht zustande kommt. Am Weihnachtsabend wird im Triathlon sportlich nichts entschieden!

Plätzchen und Punsch, Weihnachtsgans und Stollen. Was ist dein Lieblings Weihnachts-Schmaus – oder kommt dir keine der kleinen Sünden auf den Teller?

Es ist nicht wirklich ein Mega-Geheimnis, dass ich auch gerne mal nasche. Ich versuche aber als Athlet dann schon drauf zu achten, dass es überschaubar bleibt. Aber warum sollte ich gerade in der Weihnachtszeit auf volle Askese setzen?

Mit Weihnachten verbindet wohl jeder eine ganz bestimmte Geschichte. Ein Geschenk, das man niemals vergisst, eine ganz besondere Bescherung oder eine erinnerungswürdige Weihnachts-Panne. Was ist dein besonderstes Weihnachts-Erlebnis?

Ganz schön ist doch der Klassiker mit plattem Laufrad bei der Weihnachts-Radausfahrt irgendwo in der Pampa liegen zu bleiben und dann zuhause anzurufen, um abgeholt zu werden. Sowas kommt bei allen Beteiligten mächtig gut an!

Weihnachten und Neujahr sind auch die Zeit für Rückblicke und Ausblicke. Wie fällt dein Fazit für 2016 aus und was erhoffst du dir vom neuen Jahr?

Sprechen wir erst über 2017, das ist leichter: Ich wünsche mir und Andy ganz knapp gesagt eine störungsfreie Saison mit ordentlichen Rennen. 2016 konnten wir verletzungsbedingt leider nicht das abrufen, was in uns steckt.

Quick’n’dirty:

Plätzchen oder PowerBar? – Beides: im Training Powerbar, anschließend Plätzchen.
Tanne oder Trainingslager? – Eigentlich Tanne, aber mit Rotation im Training.
Christkind oder Weihnachtsmann? – Mädels natürlich, Christkind!
Gans oder Würstchen mit Kartoffelsalat? – Lieber nicht völlig fett ;)
Gekaufte oder selbstgemachte Geschenke? – Zeitabhängig, also dieses Jahr: gekauft.
Deine Lieblings-Plätzchensorte… – Die große bunte Mischungsdose!
Dein Weihnachts-Trainings-Special… – Koppeleinheit: Rad-Laufen-Christbaum.

Zur Website der Raelert-Brüder.

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Fotos: Sebastian Kuhn drehmomente.de

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