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Profilender Türchen 13: Timo Bracht – „Weniger ist mehr und kein blinkender Blödsinn“

13. Dezember 2016 von Christine Waitz

Ingo Kutsche, einmalig„Weniger ist mehr!,“ heißt es für Timo Bracht an Weihnachten. Das gilt nicht nur für die Weihnachts-Deko sondern auch für’s Training an den Festtagen. Dann fährt er bevorzugt mit der Familie in den Skiurlaub und ersetzt die Weihnachtsgans durch italienisches Essen. Was der Eberbacher zu seiner Saison mit seinem 14. Start beim Ironman Hawaii sagt, das lest ihr unter anderem im Interview.


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Hallo Timo,
so kurz vor Weihnachten werden Lichterketten ausgepackt, Sternchen aufgehängt, die Wohnung geschmückt. Hat man als Profisportler, der stets unterwegs ist, überhaupt Zeit für Weihnachtsdekoration? Wie sieht es bei dir aus?

Weihnachtsdeko machen meine Frau und Tochter – aber mit Stil sollte es sein, sagt meine Tochter immer. Weniger ist mehr und kein blinkender Blödsinn.

Das Training ist mittlerweile wieder in vollem Gange. Wie vereinbarst du Familienfeiern und Trainingsplan? Welchen Tipp würdest du Hobby-Sportlern mit in die Adventszeit geben?

Na ja, in vollem Gange ist etwas übertrieben. Die Umfänge und Intensitäten sind im Vergleich zum Frühjahr noch gut mit dem Alltag zu verbinden. Ich bin auch in den Weihnachtswochen nicht im Trainingslager, sondern kann mit der Familie in den Winterurlaub fahren. Hobbysportlern würde ich empfehlen sich einfach mehr Zeit zu nehmen und Prioritäten zu setzen. Ähnlich wie mit der Weihnachtsdeko gilt da in Sachen Training: weniger ist mehr. Mein Tipp: Auch bei schlechtem Wetter viel raus gehen und nichts übertreiben.

Plätzchen und Punsch, Weihnachtsgans und Stollen. Was ist dein Lieblings Weihnachts-Schmaus – oder kommt dir keine der kleinen Sünden auf den Teller?

Selbst gesammelte Esskastanien sind ein Traum. Dabei koche ich sie wie Pasta im heißen Wasser für 7-10 Minuten. Ansonsten bevorzuge ich im Dezember lieber italienisches Essen als Gans und Co.

Mit Weihnachten verbindet wohl jeder eine ganz bestimmte Geschichte. Ein Geschenk, das man niemals vergisst, eine ganz besondere Bescherung oder eine erinnerungswürdige Weihnachts-Panne. Was ist dein besonderstes Weihnachts-Erlebnis?

Wo soll ich anfangen? Erlebnisse hatte ich sicherlich am meisten in der Kindheit. Jetzt, bei den eigenen Kindern ähnliche Erfahrungen und Wünsche zu sehen, erinnert mich oft an die Zeit als ich ein kleiner Junge war zurück. Und Geschenke müssen Spaß machen und nicht nützlich sein.

Ingo Kutsche, einmalig

Weihnachten und Neujahr sind auch die Zeit für Rückblicke und Ausblicke. Wie fällt dein Fazit für 2016 aus und was erhoffst du dir vom neuen Jahr?

2016 war ein interessantes Jahr. Sportlich war es solide, ich hatte eigentlich das ganze Jahr ordentliche Form, mir ist es aber diesmal nicht gelungen, die absolute Topform herauszuarbeiten. Das hatte Gründe, kleine Krankheiten und Wehwehchen zur falschen Zeit, dadurch Änderungen im Trainingskalender, die dann nicht optimal vorzubereiten waren. Trotzdem bin ich immer dran geblieben und habe nicht aufgegeben. Platz zwei beim Ironman Zürich und mein 14. Start beim Ironman Hawaii waren sicherlich die Highlights.

Mit dem Team Sport For Good sind wir auch auf einem guten Weg. Highlights waren der ITU Langdistanz WM Titel in der jüngsten Altersklasse von Julian Beuchert und das Top Jahr von Kaisa Lehtonnen mit Platz eins beim Ironman Südafrika und Platz fünf beim Ironman Hawaii.

Weihnachtliches Quick’n’dirty:

Plätzchen oder PowerBar? – Plätzchen und Squeezy Organic Bar.
Tanne oder Trainingslager? – Tanne und Skifahren.
Christkind oder Weihnachtsmann? – Beides nette Gesellen.
Gans oder Würstchen mit Kartoffelsalat? – Wenn schon Thüringer Rostbratwürste.
Gekaufte oder selbstgemachte Geschenke? – Gekaufte.
Deine Lieblings-Plätzchensorte… – Vanillekipferl.
Dein Weihnachts-Trainings-Special… – Mittellanger Waldlauf (70-90 min.).

Zur Website von Timo Bracht.

Zur Profilender-Übersicht.

Foto: Ingo Kutsche/Team Sport For Good

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