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Produkttest Jabra Sport Pulse Wireless Kopfhörer: Klappt Pulsmessung auch ohne Brustgurt gut?

28. April 2015 von Petr Sach

Jabra Sport,   einmaligEinfach nur Musik hören war gestern. Der Kopfhörer von heute kann mehr. Das zumindest verspricht das der Jabra Sport Pulse Wireless. Er soll dem Sportler mit dem richtigen Beat nicht nur Beine machen, er soll auch „Beat“ messen können. Mit Hilfe eines integrierten Pulsmessers. Wird der Pulsgurt damit überfällig? Wir haben es getestet.


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Die schnurlosen In-Ear-Kopfhörer mit integriertem biometrischen Pulsmesser von Jabra wurden im vergangenen Jahr erstmals auf der internationalen Funkausstellung in Berlin vorgestellt. Was sie versprechen, klingt nicht schlecht: Zum täglichen Einsatz beim Sport hat der Audioexperte die Bluetooth-Kopfhörer resistent gegen Schweiß, Spritzwasser und Staub konstruiert. Allein das kann nicht jeder Kopfhörer von sich sagen.
Doch damit nicht genug: Das Sport Pulse Wireless macht seinem Namen alle Ehre: Der schnurlose Kopfhörer misst mit integriertem biometrischen Pulsmesser den Puls des Sportlers im Innenohr.

Alles was es dazu noch braucht ist ein „Mobiles Endgerät“, also ein Telefon. Per Bluetooth kann sich der 16 Gramm leichte Kopfhörer dann damit verbinden. Insgesamt lässt  sich das Jabra Sport Pulse Wireless mit bis zu acht Geräten koppeln, wobei es zwei Verbindungen parallel aufrecht halten kann.
Über die hauseigene App lassen sich dann alle Funktionen des Kopfhörers nutzen.

Ob der Jabra Sport Puls Wireless wirklich alles hält, was er verspricht, haben wir getestet. Dazu haben wir unser Samsung Galaxy S5 Mini als mobiles Endgerät verwandt.

Jabra Sport, frei

Jetzt schnell loslegen 

Loslegen mit dem Jabra Sport geht wirklich schnell. Man muss dazu nur die Jabra Sport Life App im Google Play Store (oder Apple App Store) herunterladen. Die Anwendung führt einen dann übersichtlich und schnell durch den Installations-Prozess. Wer dennoch Schwierigkeiten hat, dem stehen einige Videos auf der Website des Herstellers zur Hilfe. Wir waren jedoch in fünf Minuten fertig.

Um Kopfhörer und Handy-App zu koppeln, nutzen wir Bluetooth. Das klappte sofort reibungslos, denn der Kopfhörer unterstützte mit Anweisungen.
Jetzt musste nur noch die Kopfhörergröße an die Ohren angepasst werden. Dazu stehen genügend Eargel-Größen und Earwings zur Verfügung, sodass der Kopfhörer fest saß und auch in Bewegung angenehm zu tragen war.

Jabra Sport, einmalig

Die Bedienung

Die Bedienung des Kopfhörers und der App geschieht durch eine Multifunktions-Taste, die im Kabel an der linken Seite integriert ist. Mit dieser Taste steuert man die Verbindung zum Handy, die Lautstärke, kann man kann Anweisungen abrufen (z.B. Batteriekapazität), Musik steuern, oder Telefonanrufe entgegen nehmen. Zudem gibt es einen weiteren Knopf, direkt auf dem linken Kopfhörer. Damit bedient man aus der Ferne die SportApp im Handy und kann das Training starten und stoppen.

Die Funktion

Kopfhörer und App bieten alles, was man von solchem Gerät erwarten möchte. Man kann zwischen verschiednen Aktivitäten auswählen und die Bewegung ausführlich dokumentieren – Distanz, Tempo, Puls…. Während des Trainings bekommt man darüber mit einer Stimm-Ansage regelmäßig und ausführlich einen Statusbericht. Wer darauf verzichten will, der kann das ganze ausschalten und nur Musik hören.

Jabra Sport

Für gläserne Sportler wichtig: Es ist leicht, die Aktivitäten zu teilen. Das gilt für Social Media Anwendungen genauso wie für csv-Exporte. Insgesamt empfanden wir die Bedienung des Geräts und der App als angenehm und übersichtlich.

Die SportApp selbst unterstützt einen gut im Training. Wir haben das Pulszonen-Training getestet, bei dem man Stimm-Anweisungen bekommt, in welcher Pulszone man sich gerade befindet, und ob man Gas geben, oder entspannter trainieren sollte. Eine nützliche Funktion!
Es ist ebenso möglich, Ziele einzustellen (Zeit, Tempo oder Distanz), über deren Stand die App dann regelmäßig informiert.

Batterie

Die Batterie erlaubt vier bis fünf Stunden Betrieb. Die Aufladung erfolgt via USB-Anschluss und benötigt rund zwei Stunden.

Das fanden wir gut!

Dank Bluetoothverbindung stört bei Sportaktivitäten kein Kabel – man fühlt sich wirklich frei. Wir haben den Kopfhörer von allem zum Musikhören genutzt; beim Arbeiten, Laufen, Kochen. Der Sound ist gut und das Bluetooth hat eine lange Reichweite. Die klassische Funktion eines Kopfhörers und die durchdachte Funktionsweise und gute Verarbeitung reichte eigentlich schon, um von dem Produkt begeistert zu sein.

Der integrierte Pulsmonitor funktioniert reibungslos und schafft noch mehr Freiheit im Sport, da kein Pulsgurt mehr notwendig ist.

Das fanden wir nicht so gut!

Wie für alle Wearables gilt, es ist ein weiteres Gerät, das man aufladen muss. Ohne Handy bleibt das Gerät zudem stumm.
Der Knopf für die SportApp, der im linken Kopfhörer integriert ist, hat uns ein bisschen gestört. Denn ab und zu muss man den Kopfhörer in den Ohren etwas anpassen. Dabei kann es passieren, dass man den Knopf ungewollt drückt.

Zusammenfassung

Uns gefielen sowohl Gerät als auch App. Es ist alles sehr leicht zu bedienen und ohne Kabel und Pulsgurt fühlt man sich uneingeschränkt. Dabei eignet sich der Jabra Sport Puls Wireless ebenso für Anfänger wie auch für ambitionierte Sportler. Denn jeder findet die ansprechende Tiefe von Informationen, Anweisungen, Berichten und Funktionen.

Das Multitalent hat jedoch auch seinen Preis: 199,99 Euro.

Der Jabra Sport Pulse Wireless auf Amazon.

Zur Website des Herstellers.

Fotos: Jabra Sport, triathlon.de

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