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Produkttest: Casco SpeedAiro – Aerotisierend

24. August 2014 von Mario Lisker

Casco SpeedAiro2Casco kam 2014 mit seiner Interpretation der neuen, kurzen Zeitfahrhelme auf dem Markt: Der SpeedTime. Das Konzept scheint wie schon bei anderen Herstellern zu funktionieren. Die, die sich einem Zeitfahrhelm mit langem Schweif aufgrund bedingungsloser und zwingender Zeitfahrposition nicht hingeben wollen, greifen zu den kürzeren Pendants. Um auch diese geschmeidig durch den Wind gleiten zu lassen, sind oft nur wenige Lüftungsöffnungen vorhanden. Mit dem SpeedAiro hat Casco dem Speedtime ein hitzeresistentes Schwestermodell zur Seite gestellt.


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Innere Werte anstatt unzählige Lüftungsschlitze

Anstatt auf unzählige Lüftungsöffnungen zu setzen, geht Casco eigene Wege. Durch eine mehrschichtige Bauweise soll die einströmende Luft optimal zwischen Helm und Kopf durchströmen. Das erlaubt Casco die bisherigen Öffnungen an der Seite zu schließen und so eine bessere Aerodynamik zu gewährleisten. Netter Nebeneffekt: Der Helm sitzt damit nur indirekt auf dem Kopf und trägt sich sehr komfortabel. Wir spürten weder Druckstellen noch das Gewicht des Helmes. Mit der optionalen Speedmask, dem Visier was wir jedem empfehlen können, hat man das Gefühl sicher und abgeschottet in einer eigenen Welt zu sein. Es kommt sofort ein sicheres Gefühl auf. Der endgültige Sitz des Helmes wird mit einem Rädchen am Hinterkopf mit nur einer Hand justiert.

Speedmask – Daumen hoch 

Casco SpeedAiro2Zwischen drei Visierfarben kann gewählt werden. Transparent, Orange oder grau bieten für alle Witterungsverhältnisse und Wünsche ausreichend Wahl. Die Testfahrten wurden mit dem grauen Visier und bei jeglichen Witterungsverhältnissen absolviert. Anfängliche Skepsis über die falsche Wahl, wenn es mal bewölkt ist, wurden nicht bestätigt. Im Gegenteil: Die Sicht war jederzeit – bei Sonne und bei Bewölkung – perfekt! Nichts stört und das Gefühl des ersten Sitzes in einer eigenen Welt zu sein wird hier noch verstärkt.

Wetterwechsel

Während einer Testfahrt wechselte die Sonnenfahrt in ein Regenmonsun. Die Folge? Fast nichts! Es war kein einziges Visierwischen erforderlich, kein einziger Tropfen störte. Einzige Auffälligkeit war aus dem Temperatursturz resultierend: Ein leichtes Beschlagen wenn die Geschwindigkeit etwas abfiel. Aber auch das war im erträglichen und nicht störenden Rahmen und verschwand zehn Minuten später wieder ohne nachhelfen zu müssen.

Schnell?

Casco SpeedAiroAber warum sollte man sich eine teure, Eierlegende Wollmilchsau anschaffen, wenn es der herkömmliche auch kann? Weil er tatsächlich schnell ist! Sicher macht er einen Athleten nicht schneller als vorher aber man kann den Kopf in jede beliebige Richtung drehen ohne auch nur den Hauch eines entstehenden Gegendrucks des Windwiderstandes zu spüren und bleibt schnell. Hier wird nichts verschenkt. Kein schlechtes Gewissen mehr Sekunden liegen gelassen zu haben. Das gut anliegende Visier wird seinen Anteil daran haben. Sollte es dann immer noch zu hitzig in der Schale werden, kann es problemlos einhändig nach oben und bei Bedarf wieder in „Kampfposition“ geschoben werden.

(leider?) Keine Ausreden mehr

Ebenfalls eine tolle Lösung ist die Öffnung des Riemens wenn das Rennen beendet ist. Ein kleines Zugseil am Verschluss öffnet den Helm ohne irgendeine Fummelei. Die Ausreden für die schlechten Wechselzeiten gehören damit der Vergangenheit an. Obwohl sich der Helm in Preisregionen von „echten“ Zeitfahrhelmen befindet, ist sich die Redaktion sicher, diesen Helm bei Hitzerennen wie auf Kona vermehrt anzutreffen. Unser Testobjekt geben wir nicht mehr her und erweitern ihn um das Schwestermodell SpeedTime für kühlere Rennen.

Klarer Kauftipp für alle die mit Hitze ihre liebe Not haben.

Fotos: triathlon.de

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