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Peter Seidel startet mit professioneller Unterstützung in die Saison

6. Mai 2016 von Christine Waitz

Christoph Keil,   einmaligDer Nordhäuser Triathlet Peter Seidel hat in diesem Jahr Großes vor. Seit 2014 hält er bereits die thüringische Bestzeit über die Ironman-Distanz von 3, 8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen und ist das Thüringer Aushängeschild auf der Langdistanz. Nun soll der nächste Schritt folgen, denn mit seinem neuen Coach Joseph Spindler hat sich Seidel prominente Unterstützung auf dem Weg in die deutsche Triathlon-Spitze gesucht. 


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„Ich habe schon in den letzten Jahren gute Rennen gezeigt, ein Trainer hilft aber dabei das Projekt noch geführter und gezielter anzugehen, immer ein Feedback zu haben. Bisher habe ich auch viel trainiert, allerdings oft noch zu planlos. Ich möchte mein Potential voll ausschöpfen“, begründet Seidel, der im Vorjahr den ICAN Nordhausen gewann, diesen Schritt.

Mit Joseph Spindler zum Erfolg

Christoph Keil, einmaligSpindler war viele Jahre selbst erfolgreicher Triathlet und feierte fünf Siege über die Langstrecke. Heute ist er Trainer, führte Diana Riesler im Vorjahr zu zwei Ironman-Siegen auf Lanzarote und Malaysia und schwört auf das Trainingsprinzip von Erfolgscoach Brett Sutton, unter dem er noch selbst trainierte. „Wenn Joseph mal einen Rat braucht, sucht er den Kontakt zu Brett“, berichtet der 26-Jährige Thüringer. Sutton trainiert unter anderem die Schweizerin Daniela Ryf, welche im Vorjahr den Ironman Hawaii gewann. Auch Caroline Steffen und Chrissie Wellington führte er zu ihren großen Erfolgen. Spindler fungiert als Coach in Suttons „trisutto“-Stab und hat sich vorgenommen, Suttons Ideen auf seine eigene Art in Europa umzusetzen.

Den ersten Kontakt zu Spindler knüpfte der Nordhäuser, der hauptberuflich als Gesundheits- und Krankenpfleger noch im hiesigen Südharzklinikum tätig ist, während seiner Reise zum Ironman Malaysia im November des letzten Jahres. Dabei hat es nicht nur sportlich, sondern auch zwischenmenschlich sofort gepasst: „Joseph möchte ein Profi-Team aufbauen, worauf ich ihn angeschrieben habe. Sein Ziel ist es, dass Profi-Athleten im Training voneinander profitieren. Mit dem Kroaten Andrej Vistica, dem Schweizer Mauro Baertsch oder Markus Hörmann betreut er eine Hand voll weiterer Profis und kann schon einige Erfolge mit ihnen vorweisen. Natürlich war es ein Schritt, den ich mir zweimal überlegen musste, denn mein Leben vor Ort läuft natürlich genauso weiter.“

Christoph Keil, einmalig

Auf Mallorca die Basis gelegt

Zur besseren Abstimmung reiste Seidel im Februar bereits für zwei Wochen nach Mallorca, wo Spindler mit seinen Athleten den Frühling über trainiert. „Hier haben wir einige Dinge grundlegend verändert, die aus der Ferne nicht möglich sind“, erklärt Seidel. Darunter fällt neben der Optimierung von Sitzposition und Lauftechnik auch die Umstellung seiner Ernährung. Die Einheiten, so Seidel weiter, sind bisher nicht länger, sondern kürzer und dafür intensiver: „Ich merke dass in allen Disziplinen noch Potential vorhanden ist. Im Schwimmen habe ich mich in den letzten Monaten noch mal gesteigert und hoffe dadurch in den Rennen mit der Spitze auf die Radstrecke gehen zu können.“

In punkto Ernährung stand mithilfe der „Sahne-Diät“ die Optimierung des Fettstoffwechsels an, für sechsstündige Radeinheiten reichen ihm nun zwei Flaschen Wasser. „Die Diät basiert darauf, sich bewusst durch Kohlenhydrate zu ernähren. Ich nehme meine Energie aus Fetten, halte meinen Motor nun anders am laufen“, beschreibt Seidel. Neben dem Trainingslager auf der spanischen Baleareninsel soll in den Sommermonaten eine weitere Trainingswoche gemeinsam mit dem ganzen Team um Brett Sutton und Joseph Spindler in St. Moritz folgen.

Ersten Härtetest erfolgreich gemeistert

Einen ersten Härtetest gab es bereits beim heimischen Harztorlauf, wo Seidel sowohl Langstreckenspezialist Ulrich Konschak und Profi-Kollege Markus Liebelt in die Schranken wies und die Titelverteidigung perfekt machte. Am kommenden Wochenende erfolgt dann auch der Start in die Triathlon-Saison: Beim Challenge Rimini hat Seidel über die Mitteldistanz das Podest im Visier, bevor knapp einen Monat später am 5. Juni in Venedig die erste Langdistanz folgt. Liebäugeln tut der Thüringer in diesem Jahr mit seinem ersten Challenge-Erfolg: „In der Challenge-Serie möchte ich in die Gesamtserie hineinkommen, werde dort viele Rennen bestreiten. Ich bin heiß darauf in die Saison zu starten und möchte das bereits bei Joseph erlernte endlich umsetzen. Ziel ist definitiv immer das Podium, bei optimalen Rennverlauf ein Sieg in dieser Saison.“

Trotz der vielen internationalen Renntermine ist aber auch ein erneuter Start bei seinem Heimwettkampf, dem ICAN Nordhausen am 21. August, fest eingeplant. „Als Titelverteidiger ist es für mich eine Ehre wieder dabei zu sein“, macht Seidel die Bedeutung klar.

Fotos: Christoph Keil

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