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Periodisierung: Theorie und Praxis – Sei flexibel

21. Dezember 2010 von Dan Lorang

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Die Blockperiodisierung

Maximum und Minimum

Die Blockperiodisierung versucht durch die Reduktion auf maximal drei Fähigkeiten, den Trainingsreiz über einen Zeitraum von fünf bis zwölf Wochen zu erhöhen. Dabei werden 60 bis 70 Prozent des Trainings dafür verwendet, in diesen drei Fähigkeiten Fortschritte zu machen. Die restliche Trainingszeit besteht aus Aufwärm- und Cooldown-Einheiten oder regenerativem Training. Ein Block wird in drei Phasen eingeteilt: Anhäufung, Umwandlung und Ausführung. Dabei wird in der ersten Phase versucht, über Umfang und Technik die gewünschten Fähigkeiten bei niedriger Intensität zu verbessern. Anschließend folgt die wettkampfspezifische Anpassung mit Trainingseinheiten in Wettkampfintensität. Die letzte Phase dient der Regeneration und der Stabilisation der Fähigkeit. Der Ansatz ist sicherlich interessant und wird durch Studienergebnisse belegt.

Jeder der in einem gewissen Bereich stagniert, sollte sich mit diesem Prinzip beschäftigen und gemeinsam mit einem Trainer abwägen, ob das Model führ ihn in Frage kommt. Blockperiodisierung sollte immer unter professioneller Anleitung stattfinden, da die Belastungen punktuell sehr hoch sein können und das Überlastungsrisiko höher ist, als beim konventionellen Training. Es gilt wieder das Individualitätsprinzip, nachdem die Belastung an die Widerstands- und Aufnahmefähigkeit des Athleten angepasst werden muss.

Fazit

  • Du solltes frühzeitig damit anfangen, an deinen Schwächen zu arbeiten. Die physiologische Adaptation braucht Zeit und kann nicht innerhalb von ein paar Wochen erzielt werden.
  • Definiere am Anfang der Saison deine persönliche Trainingsstruktur und gib deinem Körper genügend Zeit zur Anpassung und Regeneration. Orientiere Dich dabei an den verschiedenen Modellen der Periodisierung aber sehe kein Modell als „Gesetz“ an. Am besten du besprichst dein persönliches Modell mit einem erfahren Trainer.
  • Baue dir in den ersten drei Monaten der Vorbereitung nur wenig oder gar keine Wettkämpfe ein, sondern konzentriere dich auf dein Training.

Trainingstagebuch und professionelle Planung

Foto: IckeT – Fotolia.com


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Autor: Dan Lorang hat an der TU München Sportwissenschaften mit Schwerpunkt Leistungssport studiert. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die TU und beim OSP Bayern im Bereich individuelle Trainingsbetreuung. 2007 gründete er seine eigene Firma - TCC - Training Concepts an Coaching (www.trainingconcepts.de). Zudem war er u.a. bereits für die Trainingssteuerung de Cervélo Testteam zuständig und leitete den Bereich Sportwissenschaften der Crossklinik Basel. In den letzten Jahren gelang Lorang der Aufstieg über die Tätigkeit als Triathlon-Landestrainer in Baden-Würtemberg zum Bundestrainer.
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