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Ostseeman 2015: Ein Erfahrungsbericht mit norddeutscher Gelassenheit

8. August 2015 von Markus Ritter

Foto: Thomas WenningMitten drin statt nur dabei. Gelegentlich gilt das auch für triathlon.de Mitarbeiter. Dieses Mal stürzte sich unser Marketingmann in die Ostsee. Keine Angst, natürlich aus rein sportlichem Eifer. Sein Ziel: Ein Finish beim OstseeMan. Ein kleines Fazit vorab: „Moin moin“ verbindet, in der Ruhe liegt die Kraft und Kommerz kennt man hier nicht.


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Kurzportrait: Neben seiner Tätigkeit als Leistungsdiagnostiker, Trainer und Referent ist Markus Ritter in den Bereichen Vertrieb und Marketing in den Branchen Sport, Outdoor- und Tourismus für unterschiedliche Unternehmen tätig. Bei triathlon.de ist er verantwortlich für das Onlinemarketing. Klar, dass man sich mit diesem Job auch mal mitten rein begibt in den triathletischen Wahnsinn, oder?

Markus Ritter, freiSchnell mal eine Langdistanz…

Die Anreise in einen der äußersten Zipfel Deutschlands ist über die Autobahn schnell erledigt. Man merkt, dass man sich im Grenzbereich befindet: wirklichen Verkehr, wie man Ihn aus anderen Ballungsräumen kennt, gibt es nicht. Hotels und Pensionen empfiehlt es sich rechtzeitig zu buchen – wenn man direkt in Glücksburg nächtigen will. Ansonsten bietet das benachbarte Flensburg (Tipp: Jugendherberge) und einige Gemeinden im Umfeld ausreichend Möglichkeiten, einen Schlafplatz zu ergattern.

Das Abholen der Startunterlagen und Einchecken des Rads am Tag vorher auf der parallel stattfindenden Messe geschieht mit norddeutscher Ruhe. Schnell ist man entspannt, Hektik kennt der Ostseeman nicht. Und auch die morgendliche Anreise zum Wettkampf gelingt problemlos, da auf ausreichend (kostenlose) Parkfläche in fußläufiger Entfernung zum Start- und Zielbereich geachtet wurde. Triathletenherz, was willst du mehr?

Loslegen! Sofort!

Die Schwimmstrecke

Was gibt es zu einer Schwimmstrecke zu sagen? In der Ostsee spielen die Quallen oftmals eine Rolle, an diesem Tag waren die Tierchen jedoch anderweitig beschäftigt und man sah das Glibbergetier nur unter sich. Zweimal im Rechteckkurs ging es nach einem überwältigenden Landstart aller Athleten auf den Kurs, mit lautem Herzschlag aus den überdimensionalen Boxen am Strand. Gänsehaut pur! Sogar die frischen 16,5 Grad Wassertemperatur waren nach den ersten Metern vergessen.

Die Wechselzone

An einem Ort ist die Wechselzone bestens aus dem Wasser und vom Rad erreichbar. Nicht nur übersichtlich gestaltet, auch ist sie mit jeder Menge freundlicher Helfer hervorragend organisiert. Die vielen helfenden Hände, die u.a. das Rad entgegen nehmen, oder Eincreme-Service bieten, machen schnelle Wechsel möglich.

Die Radstrecke

Die 180 Kilometer führen in einer 30 Kilometer-Schleife sechsmal durch das Hinterland von Glücksburg. Und wer glaubt, Norddeutschland sei flach wie die Ostsee, wird schnell eines Besseren belehrt. Ein ständiges, wenn auch leichtes bergauf und bergab, mit zwei kleinen Rampen, kennzeichnen die Strecke. Dazu viele enge Kurven, die einen immer wieder die Bremsen testen lassen. Nur um anschließend wieder aus dem Sattel zu gehen, um Fahrt aufzunehmen. Also: Dieser Kurs ist nichts für Fahrer, die gerne lang und gleichmäßig rollen möchten. Landschaftlich ist die Strecke allerdings sehr schön und auch der Untergrund ist sehr gut befahrbar.

Die Laufstrecke

Fünf Runden gilt es zu laufen. Wer es gerne abwechslungsreich mag, ist hier richtig: befestigte und unbefestigte Wege, bergauf, bergab, entspannt an der Ostsee entlang, oder durch Wohngebiete. Mit fünf gut bestückten Versorgungsstationen blieb kein Wunsch offen. Zudem gab es die Möglichkeit auf extra bereit gestellten Tischen seine Eigenverpflegung im Vorfeld zu deponieren. Die Laufstrecke des Ostseeman ist bestimmt nicht Bestzeiten-geeignet, macht jedoch durch die abwechslungsreichen Eindrücke enorm Spaß.

Ostseeman 2012_Teaser

Der Zieleinlauf

Das Highlight eines jeden Sportlertages: Der Zieleinlauf. Direkt an der Seepromenade gelegen, werden die Athleten von vielen Zuschauern und sehr guten Stimmung empfangen. Nach getaner Arbeit kann man sich dann entweder im Athletenbereich versorgen, oder mit seinen Begleitern das reichhaltige Angebot der Gastronomie nutzen – direkt neben dem Ziel. Die Zielverpflegung ist fast nicht komplett zu erfassen: neben allen Varianten von alkoholfreien Getränken und Bier „mit“, natürlich auch Obst, belegte Brötchen, 5-Minuten-Terrine, Mettbrötchen und vieles mehr. Auf jeden Fall ist für alle etwas dabei – auch in ausreichender Menge.

Die Stimmung

Schon morgens zum Schwimmstart ist die Stimmung gigantisch. Der eingespielte Herzschlag über die Boxen lässt einen frösteln. Die Radstrecke bietet einige Stimmungsnester, aber auch viele ruhige Passagen. Die Laufstrecke führt über die Seepromenade, dort ist ordentlich was los, aber auch hier gibt es Abschnitte ohne Zuschauer. Was aus persönlicher Sicht nicht störend ist, da eine permanente Beschallung mit Rasseln auch nicht schneller macht.

Fazit

Gerade für Ersttäter ist der Ostseeman empfehlenswert: norddeutsche Gelassenheit, kurze Wege, freundliche Helfer, gute Beschilderung und Übernachtungsmöglichkeiten lassen Zeit, sich auf die Hauptsache zu konzentrieren: den Wettkampf. Selbst wenn das Ostseeschwimmen nicht jedermanns Sache ist, hier kommt kein Stress auf. Dazu kommen die moderaten Zahlungsbedingungen die ihresgleichen suchen. Mein Tipp: Auf jeden Fall machen, die Anmeldung 2016 ist geöffnet!

Zur Fotostrecke des Rennens.

Zur Website der Veranstaltung.

Fotos: Thomas Wenning, triathlon.de

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