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Nils Frommhold freut sich auf die Weltspitze in Kona: Videoblog lässt mitfiebern

8. Oktober 2015 von Christine Waitz

Lukas Bartl,   freiThe Woodlands, das große Trainingslager in Texas, liegt ungefähr auf halben Weg zwischen Deutschland und Hawaii und war für Nils Frommhold vier Wochen lang der perfekte Standort, um in der Vorbereitung neue Reize zu setzen. So ging es diesmal von Texas nach Hawaii und nicht wie im Vorjahr aus dem kleineren Clermont in Florida. Auf der Insel angekommen geht Frommhold seinem großen Ziel nach und berichtet via Videoblog.


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Auf Hawaii kann der inzwischen 29-jährige Frommhold natürlich auf seine Erfahrungen aus dem Vorjahr zurückgreifen. Keine schlechten, denn als Hawaii-Rookie auf Platz sechs zu stürmen und ausgerechnet im Energy Lab die zweite Luft zu bekommen, das beeindruckte schon. Und natürlich die Performance in diesem Jahr mit dem Highlight Roth, als er Challenge Sieger und Deutscher Meister auf der Langdistanz wurde.

Der Wahl-Freiburger bekommt das verstärkte Interesse hautnah mit. „Letztes Jahr konnte ich einfach am Ali Drive entlanglaufen, jetzt muss ich fast jedem zweiten Hallo sagen“, schmunzelte Frommhold, der sich bereits im Trainingslager mit Trainer Wolfram Bott austauschen und zusammen mit Boris Stein, Christian Kramer und Julia Gajer trainieren konnte.

Lukas Bartl, frei

Natürlich konzentriert sich die Aufmerksamkeit für das Rennen in erster Linie auf Sebastian Kienle, den Titelverteidiger, und auf Jan Frodeno, den Dritten des Vorjahres sowie Europameister auf der Langdistanz und Weltmeister auf der Mitteldistanz in diesem Jahr. Aber danach gehört Frommhold zum weiteren Favoritenkreis.

Frommholds Favoriten-Check

Er selbst sagt, dass Frodeno von den beiden Topfavoriten etwas die Nase vorn haben wird. „Hinter den Beiden sind zehn bis 15 Konkurrenten“, fügt er hinzu. „Da ist Andreas Böcherer dabei, Andreas Raelert natürlich, ich selbst, vielleicht auch Maik Twelsiek, der im vergangenen Jahr schon relativ lange mit vorn war. Von den anderen Nationen sehe ich Frederik van Lierde, Marino Vanhoenacker, Andy Potts, Ben Hoffmann und Cyril Viennot mit vorn.

Das ist auf Hawaii auch das Angenehme, dass man sich nicht mit den anderen Favoriten beschäftigen muss. Davon gibt es einfach zu viele. In anderen Rennen hat man eine Handvoll Konkurrenten, auf die man achtet, vielleicht auch sein Rennen auslegt. Auf Hawaii muss man auf hunderte von Fragen immer wieder Antworten finden. Man muss sein eigenes Rennen durchziehen und die Karten, die man hat, zur richtigen Zeit spielen“, blickt Frommhold voraus. Die Rolle des Jägers nimmt er dabei gern an, „die liegt mir“, ist er sich sicher.

Frommholds Strategie-Check

Lukas Bartl, freiEtwas, das Frommhold außerdem liegt: Auf dem Rad im letzten Drittel noch zulegen. „Das ist auf Hawaii der Schlüssel, der zu einem guten Rennen führt.“ Das will er auch besser machen als im vergangenen Jahr, als er sich von der Rennsituation verleiten ließ und „zu früh zu aggressiv“ wurde. Die Folge waren energetische und daraus folgend muskuläre Probleme, die weit in den Marathon hineinreichten.

Der gebürtige Berliner fühlt sich fit für das Rennen. „Ich bin auf alles vorbereitet, was ich beeinflussen kann“, sagt er selbstbewusst. „Für mich ist entscheidend, dass ich mein Rennen relativ konstant durchziehen kann. An einem perfekten Tag bin ich dann auch nicht in der zweiten Hälfte der Verfolger, sondern vorn dabei. Da musste ich im vergangenen Jahr noch ein wenig Lehrgeld zahlen und hoffe nun, mich von Anfang an besser zu positionieren, um nicht reagieren zu müssen, sondern agieren zu können. Wenn das klappt, wird die Platzierung auch gut sein.“

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Fotos: Lukas Bartl

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