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Nie mehr verzählen?: Die Garmin Swim im Praxistest

3. November 2014 von Christine Waitz

GarminSwim1Die 25 Meter-Bahn im Winter. Ein Hort der stetigen Verwirrung über die tatsächlich zurückgelegte Strecke. Waren’s schon 400? Oder muss ich noch zwei Bahnen schwimmen? Abhilfe sollen Schwimmcomputer für das Handgelenk schaffen. Im triathlon.de Test: der Garmin Swim. Unser erster Eindruck zeigt eine herkömmliche schwarze Sportuhr, mit rundem Display und einer Vielzahl an Knöpfen. Doch die Garmin Swim bietet mehr!


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Insgesamt sind es sechs Knöpfe, die sich jeweils an den Seiten der Uhr befinden. Was im ersten Eindruck als kompliziert erscheinen mag soll sich später, während der konkreten Handhabung, noch als positiver Aspekt erweisen.

Gut lesbar im Schwimmnebel

Doch zunächst weiter mit den ersten Eindrücken. Die Uhr hat eine herkömmliche Sportuhrgrösse, das runde Display nutzt die gesamte Fläche der Uhr aus. Positiv wird sofort bemerkt, dass die Ablesbarkeit dadurch sehr gut ist. Auch wenn andere Wettbewerber mit einem deutlich kleinerem Formfaktor aufwarten können, gilt hier „Mehr ist Mehr“. Ist doch in den seltensten Fällen der Blick durch die Schwimmbrille völlig ungetrübt.
Große Ziffern nutzen die zur Verfügung stehende Fläche weitestgehend aus und ermöglichen so ein rasches und präzises Ablesen der Anzeige, auch durch eventuell leicht beschlagene Brillengläser und ein ein von Wassertropfen verziertes Display. Die Uhr trägt sich angenehm am Handgelenk, wobei hier kein wesentlicher Unterschied zu anderen, gut nutzbaren Sportuhren besteht. Beiden Testern passte die Uhr gut, somit sind kleine als auch große Handgelenke gleichwertig bedient.

GarminSwim Slider

Positiv: Intuitive Bedienung 

In der uns zur Verfügung stehenden Uhr war die notwendige Angabe der Bahnenlänge schon eingegeben, somit entfiel dieser Prozess. Nach Aufrufen des Menüs kann jedoch schnell festgestellt werden, dass die entsprechenden Einstelloptionen leicht gefunden werden und ohne Anleitung eingestellt werden können. Die Bedienung ist intuitiv und selberklärend.
Im Vergleich zu anderen Wettbewerbern zeigt sich die Menüführung als vorbildlich einfach strukturiert und sehr leicht erlernbar. Eine Bedienungsanleitung wird zu keinem Zeitpunkt vermisst. Beim Bedienen des Menüs fallen die relativ vielen Knöpfe jetzt positiv ins Gewicht. Durch eindeutige Icons und die klare Struktur der Anzeige fällt das Verstehen der Uhr leicht und die Einstellungen bzw. Speicherabrufe sind schnell gefunden und gelesen.

Dominierendes Merkmal der Uhr ist der mittig angebrachte blaue Knopf mit Schwimmsymbol an der linken Gehäuseseite. Wie erwartet, befindet man sich durch einmaliges Drücken dieser Taste sofort im Schwimmmodus mit einer das Display beherrschenden Stoppuhranzeige. Darunter, die Anzeige der geschwommenen Meter. Das Starten der Stoppuhr erfolgt durch einmaliges Drücken der ebenfalls mittig angeordneten Start/Stopp-Taste.

Nie mehr verzählen?

Zwei Tester schwammen jeweils identische Strecken mit der Uhr. Bei körperlich sehr unterschiedlichen Voraussetzungen befinden sich beide Schwimmer auf dem Niveau eines mittleren Hobbyschwimmers. Die Uhr erkannte die geschwommenen Bahnen fehlerfrei und ohne jede Komplikation. Nach Drücken der Start/Stopp-Taste, bietet das Menü „Fortsetzen“, „Löschen“ und „Speichern“ an. Verwendet man die Option „Speichern“, ist die Trainingseinheit im Menü nach Datum sortiert abrufbar und weißt

  • die Zeit,
  • die Bahnen,
  • die Strecken,
  • die Strokes per Minute (Zugfrequenz),
  • die pro Bahn erfolgten Zyklen (linker und rechter Arm zusammen= 1),
  • sowie den SWOLF aus.

Effizienzmesser inklusive

Der SWOLF ist ein interessanter Aspekt der Uhr, denn er liefert ein leicht nachvollziehbares Maß der Effizienz. Der SWOLF addiert die Anzahl der geschwommenen Züge mit der benötigten Anzahl der Sekunden und gibt somit einen Wert aus der in anderen Trainingskonzepten als „score“ bezeichnet wird. Dieser Wert ist hilfreich um einschätzen zu können, ob man mit der Kombination von Zyklen und erreichter Geschwindigkeit einen effizienten und damit energiesparenden Schwimmstil pflegt, oder ob hier ein Verbesserungspotenzial vorliegt. Je niedriger der erreichte Wert, umso effizienter gleitet der Schwimmer durch das Wasser.
Zu beachten ist: der SWOLF kann und soll nicht als Ersatz zur Einschätzung der Leistungsfähigkeit dienen. Hier ist immer noch die absolut erreichte Zeit das Maß der Dinge und der SWOLF dient lediglich als ein weiterer qualitativer Parameter zum Feintuning.

Das Fazit

Eine perfekt funktionierende Schwimmuhr mit einigen herausstechenden Qualitätsparametern. Insbesondere Displaygrösse und Bedienbarkeit sind im Vergleich zu anderen Wettbewerbern als sehr gut einzustufen. Akkulaufzeit (batteriebetrieben) und Upload-Optionen wurden nicht getestet.

GarminSwim1Der Preis liegt derzeit zwischen 110 und 130 Euro im Internetversand. Dies ist als fair einzustufen.
Ob man die gebotenen Funktion tatsächlich immer benötigt ist fraglich, aber bei längeren Einheiten durchaus angenehm. Bei Einsatz im Vereinstraining oder in stärker strukturierten Sets mit kurzen Teilstrecken erschließt sich der Wert nicht unbedingt. Anders sieht es bei individuellem Training auf längeren Teilstrecken, insbesondere auf der Kurzbahn, aus. Hier ist der Garmin Swim ein zuverlässiger Begleiter mit gutem Informationswert.

Zur Website von Garmin.

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Fotos: triathlon.de

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